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Bauklötze
© Stadt Offenbach
Die Würfel für den Neubau der Fröbelschule sind bereits im Sommer 2015 gefallen. Zur Finanzierung des Neubaus möchte die Stadt nun neue Wege beschreiten: „Wir streben ein sogenannten Rückmiet-Modell an“, erläuterte Kämmerer Peter Freier auf der Magistratspressekonferenz am 15. September 2016. Ein vom Magistrat erarbeitetes Konzept sehe vor, dass die Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach GmbH (GBO) die Schule baut und die Stadt das Gebäude für die Dauer von 30 Jahren anmietet. Die für den Neubau anfallenden rund 24,5 Millionen Euro werden somit nicht sofort fällig, sondern die Stadt zahlt diese über einen Mietvertrag zu einem späteren Zeitpunkt an die GBO zurück.</p

„Damit wird der Investitionshaushalt entlastet, was aufgrund der Schutzschirm-Vorgaben des Landes notwendig ist“, erläuterte der Kämmerer. Mit Ablauf des Mietvertrages werde das Schulgebäude an die Stadt übertragen. Oberbürgermeister Horst Schneider begrüßte das Vorhaben: „Die Haushaltsbeschränkungen von Bund und Land halte ich für politisch völlig falsch. Denn dadurch wird zu wenig Geld für Infrastruktur, vor allem Bildung und Schulen, ausgegeben.“ Schon 2006 habe die Stadt aus diesem Grund überlegt, Schulsanierungen über die Stadtwerke Offenbach Holding durchzuführen. Wie Winfried Männche, Geschäftsführer der GBO auf der Pressekonferenz bestätigte, ist diese Idee nicht neu. Die GBO hat bereits die städtische Kindertagesstätte Nummer 17 gebaut. Den Bau der neuen Schule wolle die GBO durch eine Kreditaufnahme finanzieren, erklärte Winfried Männche. „Dafür wird keine städtische Bürgschaft benötigt.“

Der Kämmerer erhofft sich durch die Übertragung des Schulbau-Projekts auf die GBO auch eine frühere Fertigstellung des Gebäudes: „Wir gehen von einer Zeitersparnis von einem Jahr aus.“ Die Schule könne, so keine Verzögerungen beim Bau entstehen, im Schuljahr 2021/22 ihren Betrieb aufnehmen. Der Zeitgewinn ergebe sich, weil für das angestrebte Verfahren nur ein Beschluss von Magistrat und Parlament zur Beauftragung und Durchführung an die GBO erforderlich sei.

Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß begrüßte die mögliche frühere Inbetriebnahme, die aus seiner Sicht dringend notwendig ist: „Die Schülerzahlen wachsen dort seit geraumer Zeit: 1999 waren es noch 62 Schülerinnen und Schüler, 2015 hatten wir 116, 2021 rechnen wir mit 135 und 2025 gar mit 148 Schülerinnen und Schülern.“ Dabei bestünde anders als in Regelschulen ein deutlich erhöhter Raumbedarf für die Betreuung und Therapie der oft mehrfach schwerstbehinderten jungen Menschen. Die Stadtverordneten werden über das erarbeitete Konzept Ende September entscheiden.