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Offenbach am Main, 02.03.2016 – Ohne Fund ist die Kampfmittelsondierung auf einer abgezäunten Teilfläche des Beethovenschulgeländes verlaufen. Auf dem baumreichen Grundstück sind keine Brand- oder Sprengbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Fast alle der dort wachsenden 16 Bäume können somit erhalten bleiben. Nur eine Birke muss im Zuge des Bodenaustauschs entfernt werden.
Schulhof der Beethovenschule (März 2016)
© SOH

Offenbach am Main, 02.03.2016 – Ohne Fund ist die Kampfmittelsondierung auf einer abgezäunten Teilfläche des Beethovenschulgeländes verlaufen. Auf dem baumreichen Grundstück sind keine Brand- oder Sprengbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Fast alle der dort wachsenden 16 Bäume können somit erhalten bleiben. Nur eine Birke muss im Zuge des Bodenaustauschs entfernt werden.

Die Beethovenschule steht auf einem ehemaligen Bombenabwurfgebiet, das Ende der 1940er Jahre mit Trümmerschutt und anderem Material verfüllt worden war. 2012 wurde die 1953 errichtete Grundschule durch einen Neubau ersetzt. Dabei wurden zahlreiche Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. 17 Bäume, die auf dem Kriegsschutt gewachsen waren, mussten damals gefällt werden, weil nicht auszuschließen war, dass sich unter ihrem Wurzelwerk weitere Sprengkörper befanden.

In den vergangenen Tagen ist nun auch die restliche, rund 1200 Quadratmeter große Fläche im Südwesten des Schulgeländes auf eine Kampfmittelbelastung untersucht worden. Oberbürgermeister Horst Schneider kann Entwarnung geben: „Auf dem Schulgelände an der Richard-Wagner-Straße wurden keine Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg mehr gefunden, auch nicht im Bereich der Bäume. Glücklicherweise können nahezu alle Bäume auf dem Grundstück erhalten werden.“

Für die Wiederherrichtung der Fläche hatte das Hochbaumanagement des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe (SOH) mit der Projektleitung und -steuerung beauftragt.

„Bei der Sondierung wurde so behutsam wie möglich vorgegangen“, versichert Frank Tyron, OPG-Bereichsleiter Projektrealisierung. Zunächst wurde der Schutt bis in eine Tiefe von 80 Zentimetern entfernt, im Bereich der Bäume auch per Handschachtung. Anschließend wurde der freigelegte gewachsene Boden mit Detektoren nach Kampfmitteln untersucht.

Entsprechend der Auflage des Darmstädter Regierungspräsidiums wird nun der Boden ausgetauscht und der vollständig abgetragene Schutt durch unbelastetes Material ersetzt. Im Zuge dieser Arbeiten kann einer der 16 Bäume nicht erhalten werden, weil er den Eingriff so dicht an seinem Wurzelwerk nicht überleben würde. Betroffen ist eine Birke, die sich nach Einschätzung eines Baumsachverständigen bereits in der Altersphase befindet und nur noch eine restliche Lebenserwartung von zehn bis 15 Jahren gehabt hätte. Die Fällung ist mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Im Anschluss an die Erdarbeiten, voraussichtlich noch im März, gehört das Gelände für etwa zwei Wochen den Garten- und Landschaftsbauern. In dieser Zeit, so OPG-Projektleiterin Janine Haller, wird der neue Oberboden aufgebracht, der Rasen eingesät und die Birke durch eine Neupflanzung ersetzt. Für den Rasen ist eine mehrmonatige Anwuchszeit veranschlagt. Danach kann der Zaun entfernt und die Fläche als naturbelassene Grünlandschaft in das Schulgelände integriert werden.

Der Planung zur Folge soll das Grundstück bis Mitte November der Beethovenschule zur Verfügung gestellt werden. „Wenn die Witterung mitspielt und der Rasen gut anwächst, könnten die Schülerinnen und Schüler aber womöglich schon nach den Sommerferien mehr Platz zum Spielen und Toben erhalten“, hofft Bürgermeister und Schuldezernent Peter Schneider.