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Baukran über Grundstück Fröbelschule
Mit der Aufstellung zweier großer Kräne hat an der Mühlheimer Straße der Hochbau begonnen. © georg-foto,offenbach
Bodenverbesserung und Fundamentierung sind abgeschlossen. Nach der aufgrund der schwierigen Baugrundsituation aufwändigen Gründung des Schulhauses beginnt an der Mühlheimer Straße jetzt der Hochbau.

Der Zeitplan sieht vor, dass das neue Förderschulgebäude im Laufe des zweiten Schulhalbjahres 2021/2022 bezugsfertig sein und den zu klein gewordenen Altbau in der Goethestraße ersetzen soll. „Mit dem Neubau geht es gut voran“, freut sich Bürgermeister und Stadtkämmerer Peter Freier. „Mit Hilfe der Stadtwerke-Gesellschaften GBO und OPG schaffen wir hier optimale Unterrichts- und Betreuungsbedingungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.“

Die Offenbacher Fröbelschule ist eine Ganztagsschule mit Förderschwerpunkt geistige und körperlich-motorische Entwicklung. Zurzeit ist sie noch in einem nicht mehr zeitgemäßen und zu eng gewordenen Gebäude in der Goethestraße untergebracht. Der mit 5.000 Quadratmetern deutlich größere und speziell auf die Bedürfnisse behinderter junger Menschen konzipierte Neubau im Osten der Stadt  ist für 150 Kinder und Jugendliche und ebenso viele Lehrkräfte und Betreuungspersonen ausgelegt.

Luftbild Baustelle Fröbelschule
Der Neubau der Fröbelschule schreitet voran © georg-foto,offenbach

GBO beauftragt

Mit der Errichtung der neuen Förderschule hat die Stadt die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbH beauftragt. Das Immobilienunternehmen der Stadtwerke engagiert sich damit erstmals als Bauherrin eines öffentlichen Schulgebäudes. Realisiert wird das Projekt durch das im Schulbau bereits erfahrene Schwesterunternehmen der GBO, die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH. Die neue Fröbelschule entsteht in konventioneller Bauart und erhält eine Keramik-Klinkerfassade. Das Schulhaus wird nicht unterkellert, erhält aber ein Schwimmbecken, das nicht nur Therapiezwecken dienen, sondern auch dem Offenbacher Schulsport zur Verfügung stehen wird. 

Mit der schlüsselfertigen Errichtung des Schulhauses ab Oberkante Bodenplatte ist nach europaweiter Ausschreibung die Ed. Züblin AG, Direktion Mitte, beauftragt. Das Frankfurter Unternehmen hat dazu zwei große Baukräne aufgestellt. Der größere hat eine Hakenhöhe von 37 Metern. Sein Ausleger ragt 70 Meter weit über das 10.000 Quadratmeter große Grundstück.

Auch im Hintergrund tut sich viel. Im Auftrag der OPG ist ein Umzugsplaner mit der Katalogisierung und Kategorisierung des bestehenden Inventars befasst. In enger Abstimmung mit dem Stadtschulamt, der Schulleitung und der OPG wird kategorisiert, was mit in den Neubau genommen werden kann und welche Einrichtungsgegenstände, vom Bett bis zur Hebeeinrichtung, neu beschafft werden müssen.  „Wie beim Raumprogramm des Schulgebäudes muss auch bei der Ausstattung ein ganz besonderes Augenmerk auf die unterschiedlichen Beeinträchtigungen der Schülerinnen und Schüler gelegt werden“, erklärt Stadtplanungs- und Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro und werden von der GBO zum größten Teil über den Kapitalmarkt finanziert. Die Stadt Offenbach als Schulträgerin wird die Immobilie von der GBO für die Dauer von 30 Jahren mieten. 

8. März 2021