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Ein Beet im Mathildenviertel, das von Grünflächenpaten angelegt wurde.
© SOH
Sie verwandeln Dreckecken in blühende Beete und sorgen für mehr Lebensqualität in ihrem Stadtteil: Seit 2007 sind in Offenbach ehrenamtliche Grünflächenpaten aktiv, die in ihrer Nachbarschaft Baumscheiben oder andere ungepflasterte Flächen am Straßenrand bepflanzen. Angestoßen wurde das Engagement von dem stadtkonzernweiten Projekt „Besser leben in Offenbach“, das die Aktivitäten der Stadtverwaltung und der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe bündelt.

Von lemigen Brachen zu blühenden Oasen

Inzwischen ist es in der Nachbarschaft rund um die Krafft- und Karlstraße im Mathildenviertel zum Selbstläufer geworden. Hier gärtnert seit 2015 eine Gruppe Grünflächenpaten, die sich selbst „Mathildies“ nennt und immer mehr Unterstützung von Anwohnern bekommt. Sie alle haben erneut in diesem Sommer zuvor lehmige Brachen in blühende Oasen verwandelt.

Nicht nur an offiziellen Terminen wie dem bundesweiten Tag der Städtebauförderung oder bei zuvor verabredeten Treffen greifen bis zu 20 Anwohner zu Spaten und Pflanzen, um ihr Wohnumfeld zu verschönern und hinterher gemeinsam zu feiern. „Auch immer mehr Nachbarn, die sich nicht unseren Aktionen anschließen, sind von unseren ersten Erfolgen inspiriert und pflegen nun Flächen vor ihrer Haustür in Eigeninitiative“, sagt Stefan Prinz, der 2012 der erste Grünflächenpate in der Krafftstraße war. Jetzt im Sommer waren viele von ihnen mit Gießkannen unterwegs, um ihre blühenden Beete gut durch die heißen Tage zu bringen

„Besser leben in Offenbach“ bezuschusst Bepflanzung

Ein Beet im Mathildenviertel, das von Grünflächenpaten angelegt wurde.
© SOH

Das Projekt „Besser leben in Offenbach“ bezuschusst die erste Bepflanzung eines Beetes mit bis zu 150 Euro. Insgesamt bekamen die Mathildies in diesem Jahr rund 1130 Euro für Blumen und Sträucher. Einige Anwohner und Paten investieren aber nicht nur Zeit, sondern darüber hinaus auch eigenes Geld für Pflanzen oder Blumensamen. Prinz berichtet auch von Nachbarn, die zwar selbst nicht mit gärtnern, aber Geld für die Arbeiten zur Aufwertung ihres Wohnquartiers spenden. Unterstützung für das Gemeinschaftsprojekt kam auch von einer Baufirma, die auf Anfrage kostenlos Mutterboden lieferte, der beim Umbau des Kaiserleikreisels als Aushub von Feldern anfiel.

„Die Beete sind zum echten Hingucker in unserem Viertel geworden“, sagt Prinz. „Als besonders erfreulicher Nebeneffekt ist jetzt auch deutlich weniger Müll auf der Straße zu sehen.“ Für das kommende Jahr haben die Grünpaten bereits Ideen, wie sie das Mathildenviertel noch weiter verschönern können.

21.08.2017