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Reversible Hochwasserbarriere
reversible Hochwasserbarriere © GBM
Fünf Gebäude in Offenbach hat der Geschäftsbereich Immobilien der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe im April 2017 mit einem besonderen Hochwasserschutz ausgestattet. Den Praxistest haben die Barrieren bestanden: Als nach einem Unwetter mit Starkregen Anfang Mai 2017 Teile der Stadt überflutet waren, drang in die fünf Objekte kein Wasser ein.

Barrieren schützen fünf besonders bedrohte Immobilien

„Alles hat perfekt funktioniert“, freut sich Stefan Tischberger, Bereichsleiter Bau und Technik bei der GBM Service GmbH. Das Unternehmen der Stadtwerke-Gruppe bewirtschaftet mehr als 100 städtische Gebäude – „und manche davon sind jedes Mal extrem von Hochwasser gefährdet“. Das zeigte sich auch im vergangenen Jahr bei zwei Unwettern im Mai und Juni, nach denen Offenbach „Land unter“ melden musste.

Zu den damals besonders betroffenen Objekten gehörte das Deutsche Ledermuseum ebenso wie die Gewerblich-Technische-Schule, die Rudolf-Koch-Schule, die Schillerschule und die Leibnizschule in der Brandsbornstraße. „Daher haben wir an diesen Standorten während der Osterferien im April Hochwasserbarrieren einbauen lassen“, erläutert Tischberger.

Hochwasser in Offenbach
Auch als Teile Offenbachs unter Wasser standen, hielten die Barrieren dicht. © GBM

Barrieren halten auch bei Wolkenbrüchen dicht

Nachdem die GBM verschiedene Wasserrückhaltesysteme überprüft hatte, war der Auftrag nach einer Ausschreibung vergeben worden. Das beauftragte Unternehmen baute an den Türen der von der GBM ausgewählten Standorte, durch die 2016 das Wasser eingedrungen ist, spezielle Schienen ein. Bei starken Regenfällen setzen die GBM-Hausmeister nun rot beschichtete Metallteile in diese vormontierten Schienen ein und verspannen sie. Wie der Praxistest am 5. Mai bewies, halten die reversiblen Barrieren auch bei Wolkenbrüchen dicht: „Wir haben aus allen Objekten positive Rückmeldungen erhalten“, sagt Tischberger. Durch die Schutzvorrichtungen entfielen erhebliche Kosten für die Trocknung und Reinigung sowie für unvorhersehbare Gebäudeschäden.

Die Kosten für die Hochwasserbarrieren betrugen insgesamt knapp 20.000 Euro. Die GBM wertet derzeit die Schäden aus, die bei dem jüngsten Unwetter in Offenbach an anderen städtischen Gebäuden entstanden sind. In Absprache mit dem Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement als Auftraggeber, das die Schutzmaßnahmen ausdrücklich begrüßt, wird das Unternehmen gegebenenfalls weitere Objekte mit den Barrieren ausstatten.

23.05.2017