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Kindergartentage sind meist sehr herausfordernd, für die Kleinen ebenso wie für die Erzieherinnen und Erzieher: Es wird gelacht, gesungen, gerannt, gehüpft und gerufen, Bauklötze fallen um, Buntstifte kullern auf den Boden, Stühle kippen.

Allein die Geräuschkulisse ist oft anstrengend, wenn das Gebäude aber auch noch nachhallt, kann sie zur Belastung werden. Deshalb hat die Stadt im März die GBM Service GmbH der Stadtwerke Offenbach beauftragt, in 15 städtischen Kindertagesstätten den Nachhall zu verringern. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen, lediglich in einer Kita wurde auf Wunsch der Leitung die Arbeit wegen einer aktuell laufenden Dachsanierung verschoben. Bevor die schallabsorbierenden Deckenplatten von einer beauftragten Firma installiert wurden, hat die Firma in den Räumen gemessen, wie stark der Nachhall reduziert werden muss und errechnet, wie viele Platten notwendig sind. Dabei wurden ausschließlich die Räume nachgerüstet, in denen die Kinder betreut werden. Büros und Personalräume sind ausgenommen. Mit einer sogenannten Erfolgsmessung wurde im Anschluss überprüft, ob die unerwünschten Nebengeräusche ausreichend reduziert wurden. Denn ohne Nachhall ist der Kita-Alltag nicht nur angenehmer, Personal und die kleinen Besucherinnen und Besucher können einander auch konzentrierter zuhören.

 „Der Besuch einer Kindertagesstätte trägt einen bedeutenden Anteil am Prozess des Spracherwerbs für die Kinder“, sagt Bürgermeisterin Sabine Groß, die als Dezernentin auch für den Eigebetrieb Kindertagesstätten EKO zuständig ist. „Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie die besten Bedingungen haben, ihren Erzieherinnen und Erziehern gut zuhören zu können. Im Rahmen meiner Termine in verschiedenen Kitas habe ich selbst erfahren können, dass der Einbau von Deckenplatten einen großen Unterschied macht. Daher war es mir zum Schutz der Kinder und der Erzieherinnen und Erzieher ein wichtiges Anliegen, dass diese Maßnahmen umgesetzt werden. Denn Lärm hat nicht nur einen störenden Einfluss auf die Sprachverständlichkeit, sondern kann auch die Gesundheit schädigen.“

Während die Arbeiten an den Kitas bis auf eine Ausnahme beendet sind, werden weiter in Schulgebäuden schallabsorbierende Platten angebracht. „Wir haben die GBM der Stadtwerke sowohl mit der Nachhallreduzierung an den Kitas, als auch an vorwiegend alten Schulgebäuden beauftragt“, ergänzt Stadtrat und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß. „Da Schulgebäude deutlich größer sind, ist hier allerdings der Aufwand höher. Nachgerüstet wurden bereits sechs Schulen, an drei weiteren wird noch gearbeitet.“

„Die GBM ist froh, dass sie aufgrund ihrer Kompetenz im Gebäudemanagement als jahreslanger Partner der Stadt diesen Auftrag erhalten hat. Wir haben die betreffenden Kitas und Schulen jetzt für die jungen Offenbacherinnen und Offenbacher so ertüchtigt, dass das Zuhören dort deutlich angenehmer ist“, sagt Stefan Tischberger, neben Daniela Matha Geschäftsführer der GBM Service GmbH.

1. Oktober 2021