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GBM Platzwarte
Die Platzwarte Mohammed Idrissi (links) und Hubert Weinert sind auf der Sportanlage Rosenhöhe für die Rasenpflege zuständig. © Monika Müller
Sperrzeiten auf den städtischen Rasenplätzen sind bei Offenbachs Sportlern etwa so beliebt wie Muskelfaserrisse. Deshalb sind die Platzwarte bemüht, die Anlagen so lang wie möglich offen und trotzdem in gutem Zustand zu halten.

Sie kümmern sich um abgespielte Rasenplätze, die Instandhaltung von Sportflächen und dazugehöriger Gebäude und sorgen dafür, dass die städtischen Sportanlagen problemlos genutzt werden können: Die Platzwarte sind bei der GBM Service GmbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe dafür zuständig, dass die Fußballfelder, Laufbahnen und Kabinen der Sportstadt Offenbach gerecht werden. Außerdem kümmern sie sich um die städtischen Bolzplätze und sind bei Sportveranstaltungen wie Ruderregatten oder der Fußballstadtmeisterschaft in der ESO Sportfabrik im Einsatz, stellen beispielsweise Schilder und Drängelgitter auf.

Oft ist Fingerspitzengefühl gefragt

„Es ist eine Offenbacher Besonderheit, dass alle Sportanlagen, auf denen Offenbacher Vereine spielen, im Eigentum der Stadt oder ihrer Töchter sind und auch im Auftrag der Stadt von ihrer Tochter GBM gepflegt werden. Gemeinsam versuchen wir, bestmögliche Rahmenbedingungen für unsere Sportlerinnen und Sportler zu schaffen“, sagt Manfred Ginder, der im Amt für Kultur- und Sportmanagement die Sportabteilung leitet.

Viele der Platzwarte sind schon bis zu 30 Jahre dabei. „Unsere Leute müssen mit den unterschiedlichsten Situationen umgehen können“, sagt Wilfried Seidewitz, Fachvorarbeiter der Platzwarte im Geschäftsfeld Immobilien. Fingerspitzengefühl ist vor allem dann gefragt, wenn Sportler nach heftigem Dauerregen ausgebremst werden. „Wenn wir dann einen Platz sperren, verstehen das die Nutzer manchmal nicht.“ Doch ein abrupter Stopp eines Fußballers reißt auf nassem Rasen sofort ein Loch.

Regenerationszeit der Plätze im Sommer

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Die Platzwarte Hubert Weinert und Mohammed Idrissi mit Fachvorarbeiter Werner Seidewitz bei der Lagebesprechung auf der Sportanlage Rosenhöhe. © Monika Müller

In der Sommerzeit stehen die Plätze wegen der notwendigen Regenerationszeit nur begrenzt zur Verfügung. Denn auch ein Rasen braucht Erholung. „Früher haben wir sechs Wochen abgesperrt, heute können wir auf rund drei Wochen reduzieren“, sagt Seidewitz. Damit das Grün nicht langsam auf den Plätzen nachwachsen muss, ziehen die Platzwarte am Spielfeldrand mit einer Sodenmaschine Rollrasenbahnen ab und verpflanzen diese auf die besonders geschundenen Stellen auf dem Platz. Meist sind es der Torraum und die Mittelachse, die so in kurzer Zeit wieder einsatzbereit sind. Denn die Trainingsmöglichkeiten sind begehrt.

32 Vereine brauchen einen der knappen Termine auf den Fußballfeldern und Leichtathletikanlagen. „Wir orientieren uns bei den Sperrzeiten an den Spielplänen und Turnierzeiten der Vereine und versuchen, die Plätze rechtzeitig zur Vorbereitung auf die neue Saison wieder zu öffnen“, sagt Stefan Schummer, als Objektleiter für die Sportanlagen zuständig.

Sportanlage Rosenhöhe ist eine der größten der Stadt

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Mohammed Idrissi verlegt Rollrasen, sein Kollege Hubert Weinert bringt Nachschub. © Monika Müller

Derzeit schlägt unter anderem auf Platz 2 der Sportanlage Rosenhöhe das neu verlegte Gras Wurzeln. Dort haben die Platzwarte Mohammed Idrissi und Hubert Weinert die Rasenlöcher, die sonst zu gefährlichen Stolperfallen werden können, akkurat ausgestochen und mit Rollrasen aufgefüllt. Bis dieser in zwei bis drei Wochen angewachsen ist, darf dort nicht mehr gekickt werden. „Die Sportanlage auf der Rosenhöhe ist eine der größten der Stadt, deshalb versuchen wir immer drei der sechs Plätze zur Verfügung zu stellen, damit das Training weiter laufen kann“, sagt Schummer.

Zur täglichen Platzpflegeroutine gehören im Sommer unter anderem das Mähen, Düngen, Vertikutieren und die Bewässerung der Rasenflächen. Letztere ist in fast allen Sportanlagen eingebaut, läuft digital gesteuert nachts nach Ende der Trainingszeiten und wird von den Platzwarten überwacht.

Platzwarte helfen bei kleinen Katastrophen

Und dann sind da noch die kleinen Katastrophen, bei denen die Platzwarte oft helfen können: Wenn etwa die neuen Fußballschuhe eines Bambini-Spielers liegengelassen oder der Fahrradschlüssel verloren wurde, sind die Platzwarte erste Ansprechpartner und können oft das Gesuchte wieder hervorzaubern, denn die Kabinen sind ebenfalls ihr Einsatzgebiet.

In Herbst und Winter entfernen die Platzwarte das Laub auf den Anlagen, damit die Sportler bei Nässe nicht darauf ausrutschen, die Grundreinigung in den Sportkabinen steht an, sie schneiden Hecken, erledigen den Winterdienst und setzen den Trimm dich-Pfad im Stadtwald wieder instand.

Am Schultheisweiher wird das wuchernde Grün rund um die Strände zurechtgestutzt und der Sand am Strand maschinell gesiebt. Das Gewässer im Naturschutzgebiet gehört bei den Platzwarten zu den besonders beliebten Einsatzorten. „Die Landschaft ist einfach klasse und bei schönem Wetter macht es richtig Spaß dort zu arbeiten“, sagt Wilfried Seidewitz.

Sportanlagen, die von Platzwarten der GBM betreut werden

Am Grix
Am Wörth
Bieber-Waldhof
Bierbrauerweg
Brandsbornstraße
Eichwaldweg
Frankenstraße
Mühlheimer Straße
Sportzentrum Rosenhöhe
Bürgeler Straße
Tempelsee
Sana-Sportpark (im Besitz der städtischen Tochter SFO)

26.07.2017