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Das bestehende Gebäude ist sanierungsbedürftig, zu klein und nicht barrierefrei ausgelegt: Die Schulgemeinde der Fröbelschule, eine Ganztagsschule mit Förderschwerpunkt für geistige und körperlich-motorische Entwicklung, wartet schon lange sehnlich auf einen Neubau, in dem unter anderem die zahlreichen auf einen Rollstuhl angewiesenen Schülerinnen und Schüler nicht mehr die Treppen hinauf und herunter getragen werden müssen.

Das bestehende Gebäude ist sanierungsbedürftig, zu klein und nicht barrierefrei ausgelegt: Die Schulgemeinde der Fröbelschule, eine Ganztagsschule mit Förderschwerpunkt für geistige und körperlich-motorische Entwicklung, wartet schon lange sehnlich auf einen Neubau, in dem unter anderem die zahlreichen auf einen Rollstuhl angewiesenen Schülerinnen und Schüler nicht mehr die Treppen hinauf und herunter getragen werden müssen.

Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung liegt bereits vor, 24,5 Millionen Euro will die Stadt investieren. Wie das neue Gebäude zur adäquaten Förderung der Schützlinge aussehen kann, war Thema eines Planungswettbewerbs. Er wurde von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Offenbach (GBO), Tochtergesellschaft der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe, im Auftrag der Stadt europaweit ausgelobt. Ein Preisgericht wird am Montag, 25. September, aus den zehn eingereichten Entwürfen die besten drei auswählen. Alle Entwürfe sind im Anschluss in einer Ausstellung im Ostpol Gründerzentrum, Hermann-Steinhäuser-Straße 43, zu sehen.

Aktuell werden in der Goethestraße in dem für 80 Schülerinnen und Schüler ausgelegten Gebäude der Fröbelschule 103 Schülerinnen und Schüler aus Offenbach im Alter von fünf bis 20 Jahre unterrichtet, davon sind 31 auf einen Rollstuhl angewiesen. Zusätzlich werden weitere Kinder und Jugendliche in sogenannten Kooperationsklassen an der Erich-Kästner-Schule, der Ernst-Reuter-Schule und der Leibnizschule unterrichtet, so dass es insgesamt 122 Schülerinnen und Schüler sind. Die Schulleitung berichtet von steigenden Anfragen und wird sich deshalb, bis der Neubau steht, um weitere Kooperationen mit Regelschulen kümmern.

Der Neubau entsteht auf einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Mühlheimer Straße, das wegen seiner guten Erreichbarkeit für die Schulbusse und den vielen Haltemöglichkeiten als optimal angesehen wird. 18 Klassen- und neun Gruppenräume sollen hier bis zum Jahr 2022 für bis zu 150 Schülerinnen und Schüler entstehen. In den weiteren Anforderungen des Wettbewerbs ist neben Therapieräumen und einer Bewegungshalle auch ein Lehrschwimmbecken für die Offenbacher Grundschulen enthalten, das auch von den Schülern der Fröbelschule genutzt werden kann.

Zu den Vorgaben des Planungswettbewerbs zählte auch die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes. 115.000 Euro Preisgelder stehen zur Verfügung, eine Summe, die auch als Ausarbeitungshonorar bei der Beauftragung eines Architekten fällig geworden wäre. 21 Architektenbüros haben sich in einem Teilnahmeverfahren beworben, zehn wurden von der GBO, der OPG und dem verfahrensbetreuenden Büro eingeladen, ihre Entwürfe einzureichen. Diese werden den Juroren, unter ihnen Vertreter der Stadt, aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Unternehmensgruppe und externe Fachleute aus dem Architekturbereich, anonymisiert vorgelegt. Auswählt werden die drei besten Vorschläge im Hinblick auf Nachhaltigkeit, insbesondere Flächen- und Kosteneffizienz, Gestaltung und Funktionalität. Mit ihnen tritt der Geschäftsbereich Immobilien dann in Verhandlungen über den Auftrag.

Anfang des kommenden Jahres soll dann feststehen, nach welchen Plänen das Gebäude gebaut wird. Nach der zum neuen Schuljahr in Betrieb genommenen Hafenschule ist dies der zweite Schulneubau in Offenbach nach knapp 40 Jahren.

Juroren des Preisgerichts

Folgende Juroren sitzen im Preisgericht:

Stadtrat Peter Freier, Stadtrat und Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß, Annette Schroeder-Rupp, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Unternehmensgruppe, Anna Heep, Bereichsleiterin Hochbaumanagement im Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, Professor Felix Waechter, Waechter + Waechter Architekten, Darmstadt, Dr. Otto Seydel, Institut für Schulentwicklung, Professor Caroline Günther, Frankfurt University of Applied Sciences, Professor Joachim A. Joedicke JLS-Architekten, Schwerin/Darmstadt,Sergei Tchoban, Tchoban Voss Architekten Hamburg

Offenbach am Main, 20. September 2017