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Immofrühstück, gut gefüllter Raum
© Robert Schittko
Als attraktiver Wohnstandort ist die Stadt längst in der Region angekommen. Jetzt richtet sich das Interesse von Investoren und Projektentwicklern auch auf die attraktiven Gewerbeflächen Offenbachs, wie das stark besuchte Immofrühstück der Wirtschaftsförderung in Kooperation mit der Stadtwerke-Tochter OPG zeigte. Mit ihrem Masterplan vermag die Kommune den Gewerbeinvestoren klare Leitlinien für die Stadtentwicklung an die Hand zu geben und auf die Potzenziale des Standorts neugierig zu machen.

Die Region schaut gespannt auf Offenbach. Lange Zeit durch den wirtschaftlichen Strukturwandel gelähmt und finanziell noch lange nicht aus der Talsohle heraus, erlebt Frankfurts junge und lebendige Nachbarstadt zurzeit einen Bauboom und Zuzug ungeahnten Ausmaßes.

Inzwischen, so Diplom-Ingenieur Stefan Kornmann vom Planungsbüro Albert Speer und Partner, „hat Offenbach einen Run“, ziehen vor allem junge, gut ausgebildete Leute in die Stadt. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Außenwahrnehmung der früher aufgrund ihres schlechten Images eher gemiedenen Kommune. Heute, so Kornmann, der 2016 den Masterplanprozess der Kommune fachlich moderiert und inhaltlich mitgestaltet hat, mache gerade die Dynamik, mit der sich Offenbach entwickele, ihren besonderen Reiz aus. Die Stadt sei kompakt, urban, kreativ und lebendig.

Die Stadt vermag dabei nicht nur im Hafen und im Kaiserlei , sondern auch im Bereich Güterbahnhof und ehemaliges Allessa-Areal mit einem Entwicklungspotenzial von rund 100 Hektar Gewerbeflächen zu punkten.

Dass Offenbach heute so stark in den Fokus der Immobilienbranche gerückt ist, hat viele Gründe. Letztendlich tragen heute auch die eigenen Anstrengungen Früchte, sich als Stadt mit großem Entwicklungspotenzial, vielen Grün- und Freizeitflächen, einem attraktiven gastronomischen Zentrum in der Innenstadt sowie auch mit einer internationalen, bunten Kreativ- und Kulturszene zu profilieren.

Dazu hat der Masterplan und die damit beschlossenen Einzelprojekte einen wesentlichen Beitrag Beitrag geleistet. Auf dem Masterplan aufbauend hat die Wirtschaftsförderung die Gewerbeflächenpotenziale nicht nur auf den Immobilienmessen präsentiert, sondern sie hat darüber hinaus Material zu den Offenbacher Flächenpotenzialen an 1.300 Investoren, Projektentwickler und Immobilienentwickler regional und überregional verschickt.

Und auch die gerade mit dem Immobilien-„Oskar“, dem Immobilienmanager-Award,  ausgezeichnete Stadtwerke-Tochter OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH hat daran einen nicht unbedeutenden Anteil. Die von ihr zum urbanen Stadtviertel entwickelte Industriebrache des ehemaligen Hafens ist mit eine Initialzündung gewesen und hat das Interesse der Immobilienbranche in Zeiten knapper Wohn- und Gewerbeflächen im Ballungsraum verstärkt auf Offenbach und seine großen Flächenpotenziale gelenkt.

Wie interessant der Gewerbestandort Offenbach heute ist, spiegelt sich auch im aktuellen Teilnahmerekord des traditionellen Immofrühstücks, zu dem die städtische Wirtschaftsförderung und die OPG seit 2014 gemeinsam einladen. Über  hundert Branchenvertreter/-innen aus der ganzen Region kamen in diesem Jahr im Kulturzentrum Hafen 2 zusammen, um zu netzwerken und neue Informationen gerade auch über den Gewerbestandort Offenbach zu erfahren.

Doch nicht nur die großen zusammenhängenden Flächen wie das ehemalige Allessa-Gelände oder der Güterbahnhof sind für Gewerbeinvestoren interessant. In Offenbach lassen sich noch Baulücken schließen oder reizvolle Hinterhöfe aktivieren. Alles in allem, urteilt Stadtplaner Kornmann, ein guter Standort für urban production, die Vereinigung von Wohnen und Arbeiten im städtischen Raum.

Viele Akteure, so Daniela Matha, arbeiteten mit Herzblut daran, Offenbach nach vorne zu bringen. Das Immobilienunternehmen der Stadtwerke-Gruppe und die städtische Wirtschaftsförderung haben beharrlich  auf die Standortvorteile Offenbachs neugierig gemacht.

So ist dank der beständigen Präsenz auf den großen internationalen Immobilienmessen wie der MIPIM in Cannes oder der EXPO REAL in München das  im Kern der Rhein-Main-Region gelegene Offenbach allmählich zu einem Begriff geworden. Die neue Gewerbebroschüre, mit der die Wirtschaftsförderung dort für den Standort geworben hat, sei seinem Team  förmlich aus der Hand gerissen worden, berichtet ihr Leiter Jürgen Amberger.

Vor allem aber, betont Oberbürgermeister Horst Schneider, hätten Wirtschaft und IHK, Politik und Verwaltung unter Mitwirkung der Bürgerschaft ein „gutes Timing“ bewiesen, der Stadtentwicklung in den Schwerpunktbereichen Wohnen und Arbeiten mit einem Masterplan klare, auch für die Immobilienwirtschaft erkennbare und verlässliche Perspektiven zu geben. Der Masterplan, so Stadtplaner Stefan Kornmann, schärfe und fördere die Qualitäten Offenbachs.

Einer, der von diesen Qualitäten längst überzeugt ist, ist der Geschäftsführer der  renommierten Werbeagenur  taste! Food & beverage communication GmbH, Günther Nessel. Mit seinem 1992 in Neu-Isenburg gegründeten und seit 15 Jahren im Offenbacher Westend ansässigen Unternehmen, das sich auf die Kommunikation im Bereich Essen und Trinken spezialisiert hat, denkt er zwar an Expansion, aber keinesfalls an Wegzug. Mit seinen 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beabsichtigt Nessel in das geplante Lofthaus auf der Offenbacher Hafeninsel zu wechseln.

Die Stadt, so Nessel, habe innere Werte und Werbeleute wie er liebten nicht-perfekte Dinge und Brüche, wie sie Offenbach aufweise. Beim Immofrühstück zeigt sich der Werber als guter Botschafter seiner Stadt und bekennt: „Wir stehen zu Offenbach.“  

Für die städtische Wirtschaftsförderung ist diese Veranstaltung der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Marketingaktivitäten gewesen, die im Masterplan identifizierten Gewerbeentwicklungsflächen zu vermarkten. Am Ende geben auch Wirtschaftsförderung und OPG  den zahlreichen Gästen eine klare Botschaft mit auf den Weg: „Es lohnt sich, in Offenbach zu investieren“ ermutigt sie Jürgen Amberger. 

Offenbach am Main, 22. März 2017