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"Aufbruch Süd" verteilte am CariJob-Stand handgenähte Taschen.
Fachanleiterin Noura Annouri, Sozialpädagogin Michelle Serret, Projektteilnehmerin Ha Thi Lan Müller und die Anwohner Felicitas und Veith Riebow, die sich eines der handgenähten Unikate aussuchten. © SOH
Teilnehmerinnen des Projektes Aufbruch Süd der CariJob nähen Unikate zum zweijährigen Bestehen des Märktchens im Nordend

Es war eine schöne Geburtstagsfeier bei tollem Wetter: Seit zwei Jahren ist das Märktchen auf dem Goetheplatz jeden Donnerstagnachmittag Treffpunkt für die Anwohner aus der Nachbarschaft und zunehmend auch für Besucher aus dem gesamten Stadtgebiet. Hier gibt es ein kleines, aber sorgfältig ausgewähltes Angebot an frischen Lebensmitteln aus der Region. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich bei Essen von den Ständen und Wein und anderen Getränken zusammenzusetzen.

Zum zweijährigen Bestehen gab es nicht nur Jazz und Funk live vom Peter Klohmann Trio, sondern auch eine besondere Aktion für gute Kunden. Das Projekt „Besser leben in Offenbach“ hatte in Kooperation mit dem Projekt Aufbruch Süd der CariJob gem. GmbH als Geburtstagsaktion 50 handgenähte Stofftaschen mit dem Märktchenlogo im Angebot. Wer für mehr als 20 Euro bei vier der Stände auf dem Goetheplatz einkaufte, konnte sich bei einem Stand der CariJob gratis eine der Taschen aussuchen. Die Nachfrage war groß, schon bald waren nur noch Restbestände zu haben. „Wir verkaufen die Taschen auch regulär für drei Euro“, sagt Michelle Serret von CariJob, die die Nähwerkstatt betreut, „aber die meisten Besucher heute haben gesagt, dass sie gerade eine solche Tasche mit dem Märktchen-Aufnäher haben wollen.“ Die Standbetreuerinnen der CariJob informierten auch über das Projekt Aufbruch Süd, bei dem die Einkaufshilfen entstanden sind. Dort werden arbeitssuchende Frauen aus Offenbach fit für den Arbeitsmarkt gemacht, ein Teil des Angebotes ist die Upcycling Nähwerkstatt.

Die Teilnehmerinnen fertigten hier aus alten Stoffen die Unikate für die Geburtstagsaktion des Märktchens. Auch Felicitas und Veith Riebow waren unter den Besuchern, die sich eine Tasche abholten. „Wir sind direkte Anwohner und finden, dass das Märktchen hier auf dem Platz ein tolles Angebot für das Nordend ist“, sagten sie. Am Stand half auch Ha Thi Lan Müller, eine der Teilnehmerinnen der Nähwerkstatt. „Es ist schön, dass sie sieht, welche Wertschätzung die Leute mit der großen Nachfrage der Arbeit der Frauen entgegenbringen“, sagte Michelle Serret. Darüber hinaus interessierten sich viele Marktbesucher auch für das Projekt Aufbruch Süd, das im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier - BIWAQ“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Dabei bereiten sich die Frauen unter sozialpädagogischer Begleitung nicht nur in der Nähwerkstatt auf den Arbeitsmarkt vor, sondern bereiten im Café des Projektes montags bis freitags Mittagessen zu.

2 Jahre Märktchen im Nordend
Geburtstagsfeier des Märktchen im Nordend © SOH

Das Projekt "Besser leben in Offenbach"

Im Projekt „Besser leben in Offenbach“ bündeln die Stadtverwaltung und die Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe seit 2007 ihre Aktivitäten, um gemeinsam das Stadtgebiet aufzuwerten. An vielen Maßnahmen sind Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligt. Bisher hat sich das Projekt in fünf Stadtquartieren – der östlichen Innenstadt, der Innenstadt, den Stadtteilen Nordend und Lauterborn sowie dem Senefelder Quartier – nachhaltig für mehr Sauberkeit und Engagement eingesetzt. www.offenbach.de/besser-leben