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Stadt Offenbach

GBO baut 105 neue öffentlich geförderte Wohnungen

24.07.2026 – An drei Standorten im Stadtgebiet lässt die GBO bis Ende 2028 neue Gebäude mit Sozialwohnungen errichten.

Visualisierung des WQ 4.0 mit Kita im Erdgeschoss von der Hofseite aus.

Die Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach, eine Tochter der Stadtwerke Offenbach, bringt den Bau von 105 neuen öffentlich geförderten Wohnungen an drei Standorten auf den Weg. Mit der Unterzeichnung der Generalübernehmerverträge ist der Startschuss für Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro gefallen. Die Wohnungen sollen bis Ende 2028 entstehen und leisten einen wichtigen Beitrag für mehr bezahlbaren Wohnraum in Offenbach. Die Umsetzung erfolgt vorbehaltlich der Förderzusage durch den Bund. 

Drei Projekte sind auf den Weg gebracht: Das Bauunternehmen Heinstadt Reiss hat die Ausschreibung für das WQ 4.0 genannte u-förmige Gebäude mit Kita auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs gewonnen. Hier liegt die Baugenehmigung bereits vor. Mit dem Bauunternehmen B&O als Generalübernehmer lässt die GBO zwei Häuser in der Dr.-Rosa-Goldschmidt-Straße und eins in der Liebigstraße 35a bauen.  

Die GBO hatte im Dezember angekündigt, in den kommenden fünf Jahren 300 neue und davon 125 öffentlich geförderte Wohnungen zu bauen. Bezahlbarer Wohnraum ist eine der größten sozialen Fragen unserer Zeit. Deshalb setzen wir unser Neubauprogramm trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Bau konsequent um. Mit den heute unterzeichneten Verträgen geben wir das Startsignal für 105 neue öffentlich geförderte Wohnungen und zeigen: In Offenbach wird weiter gebaut. Mit den Vertragsabschlüssen ist der erste Schritt für das erste Drittel der Neubauwohnungen getan. Sie sollen bis Ende 2028 fertig sein. Jede neue Wohnung hilft, den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Deshalb investieren wir als Stadt bewusst in unseren kommunalen Wohnungsbestand.

Stadtkämmerer und zuständiger Aufsichtsratsvorsitzender Martin Wilhelm

In Zeiten steigender Baupreise war vor allem für das Gebäude Wohnquartier (WQ) 4.0 auf dem ehemaligen Güterbahnhof ein langer Vorlauf notwendig. „In der ersten Ausschreibung waren die eingegangenen Angebote viel zu hoch“, sagt Boris Kupke, der mit René Weber die Geschäftsführung der GBO bildet. „Jetzt konnten wir nach einer optimierten Fortschreibung der Planung den Zuschlag für einen Gesamtpauschalpreis von 22 Millionen Euro brutto erteilen. Die vorigen Angebote lagen teilweise bis zu 15 Millionen Euro höher.“

Für das Gebäude WQ 4.0 plant die Stadtwerke-Tochter GBO im Spätsommer oder frühen Herbst zum Spatenstich einzuladen. Hier entstehen 67 Wohnungen mit 1-6 Zimmern, im Erdgeschoss ist eine Kita untergebracht, im Keller eine Tiefgarage für Autos und Fahrräder. Mehrere Wohnungen sind senioren- und rollstuhlgerecht. In dem Haus werden 29 geförderten Wohnungen mittelbar belegt. Das heißt, diese Wohnungen werden auf dem freien Wohnungsmarkt für voraussichtlich rund 15 Euro pro Quadratmeter vermietet, dafür verpflichtet sich die GBO aber, gleich viele, derzeit frei vermietete Wohnungen aus dem Bestand zukünftig als Sozialwohnungen zu vermieten.   

Außerdem entsteht über der Kita ein Seniorentreffpunkt für die älteren Bewohnerinnen und Bewohner.  Auf dem Dach des viergeschossigen Gebäudes wird zusätzlich ein Pavillon als Treffpunkt gebaut, außerdem wird die Dachfläche begrünt und mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet. 

Die Baufirma B&O wird die beiden anderen Bauprojekte an der Dr.-Rosa-Goldschmidt-Straße und der Liebigstraße mit geringer Zeitversetzung parallel bauen. So müssen die einzelnen Gewerke wie beispielsweise für den Kellerbau oder die Innenausstattung nicht zweimal mit ihren Baumaschinen nach Offenbach fahren, sondern können die Baustellen nacheinander abarbeiten. Der Synergieeffekt und der Umstand, dass die GBO hier bestehende Baureserven nutzen kann und für die Errichtung der die Häuser keinen einzigen Quadratmeter Grund und Boden neu erwerben musste, hat die Kosten für beide Bauvorhaben erheblich reduziert. 

An der Dr.-Rosa-Goldschmidt-Straße entstehen zwei Gebäude mit 24 geförderten Wohnungen für insgesamt knapp 6 Millionen Euro, an der Liebigstraße ein Gebäude mit 14 geförderten Wohnungen für 3 Millionen Euro. In der Liebigstraße wird eine GBO-eigene Liegenschaft nachverdichtet, so dass die Kosten für einen Grundstückskauf entfallen. An der Dr.-Rosa-Goldschmidt-Straße wird auf einem von der Stadt bei der GBO eingelegten Grundstück gebaut, so dass hier ebenfalls kein Kaufpreis anfällt.  

„Wenn plangemäß die erforderlichen Fördermittel fließen und alle 105 Wohnungen fertiggestellt sind, hat die GBO ihren Bestand von aktuell rund 5000 Wohnungen bereits innerhalb der ersten Hälfte unseres Fünf-Jahres-Plans um zwei Prozent erhöht“, sagt Boris Kupke. „Damit stärken wir unseren Einfluss zur Dämpfung des Offenbacher Mietspiegels insgesamt. Davon profitieren auch alle anderen Mieterinnen und Mieter in Offenbach, die nicht in einer GBO-Wohnung leben.“ 

Offenbach wächst seit Jahren. Gleichzeitig bleibt der Wohnungsmarkt angespannt. Mit dem Neubauprogramm stärkt die Stadt ihre kommunale Wohnungsbaugesellschaft und schafft dauerhaft zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum.

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