Inhalt anspringen

Stadt Offenbach

Infoveranstaltung auch mit Samson und BioSpring

23.09.2025 – Erwartungsgemäß führt die geplante Vollsperrung der Mainstraße aufgrund von umfangreichen Kanal- und Stromnetzarbeiten ab 29. September zu vielen Nachfragen. Aus diesem Grund lädt Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke für den morgigen Mittwoch, 24. September, 19 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung ins Bürgerhaus Rumpenheim ein.

Dort wird der Oberbürgermeister zusammen mit allen Beteiligten, darunter die INNO Innovationscampus GmbH, die Energienetze Offenbach AG (ENO) und den Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) den Zweck und die dahinterstehenden Zielsetzungen der bis zu siebenwöchigen Sperrung in Höhe des Innovationscampus (Grünes Haus) erläutern. Auch die Straßenverkehrsbehörde steht dort als Ansprechpartner zur Verfügung. 

Am Beginn der Veranstaltung steht ein besonders Angebot an die Offenbacherinnen und Offenbacher: Erstmals werden die Unternehmen auf dem Innovationscampus, Samson und BioSpring, gemeinsam mit der Stadt ihre Baumaßnahmen und Pläne einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Sie erklären, was sie selbst als Unternehmen ausmacht, was sie produzieren und welche einmaligen Chancen mit dem Innovationscampus für Offenbach verbunden sind. Visualisierungen geben zudem eine erste Vorstellung davon, wie das jahrzehntelang hermetisch abgeriegelte Industriegelände künftig wieder ein für alle zugänglicher und attraktiver Teil der Stadt mit öffentlichen Grünflächen werden soll. 

Ausweichmöglichkeiten für Verkehrsteilnehmende

An die Verkehrsteilnehmenden gerichtet, die nicht zu dieser Veranstaltung kommen können, betont Oberbürgermeister Schwenke im Vorfeld noch einmal, dass die Auswirkungen durch die Baumaßnahmen auf der Mainstraße durch die zeitliche Planung so gering wie möglich gehalten werden. „Allen Beteiligten ist bewusst, dass Bahnfahrende in den Herbstferien durch die erneute Tunnelsperrung der Deutschen Bahn mitunter auf das Auto umsteigen müssen. Allerdings ist gerade in dieser Zeit der Verkehr durch die Schulferien und Urlaubszeit insgesamt deutlich geringer“, sagt Schwenke. Der Schienenersatzverkehr der Bahn während der Ferien ist nur indirekt betroffen: Die Ersatzbusse für die S-Bahnen fahren nicht über die Mühlheimer Straße, die als Umleitungsstrecke für die Mainstraße dient, sondern nutzen die Bieberer Straße. Der Weg zur Arbeit oder zur Schule mit der viel genutzten Buslinie 101 wird jedoch länger dauern: Da diese Busse die Umleitungsstrecke nehmen müssen, werden auch sie in den Staus stehen. „Gerade wegen der Schülerinnen und Schüler ist es ebenfalls sinnvoll, die Zeit der Ferien für die Baumaßnahme mit zu nutzen“, teilt Schwenke mit und denkt dabei auch an diejenigen, die teilweise während der Sperrung früher losmüssen. 

Zudem wird die Umleitung auch zu mehr Verkehr auf Teilen der Berliner Straße führen – das betrifft dann auch den Busverkehr insgesamt. Autofahrende sollten deshalb unbedingt der Umleitungsbeschilderung folgen und die Berliner Straße möglichst meiden. Aus Richtung Hafen ist die Mainstraße bis zur Friedenstraße befahrbar. Über die Arthur-Zitscher-Straße wird der Verkehr auf die Mühlheimer Straße geführt. Umgekehrt in Richtung Innenstadt kommen die Autos über die Mühlheimer Straße und Arthur-Zitscher-Straße auf die Mainstraße. Wer Richtung Hafen und Kaiserlei möchte, kann auf diese Weise ebenfalls die Berliner Straße meiden.

Ende der Arbeiten vor Dezember angestrebt

Mit Blick auf den Zeitpunkt der Sperrung macht Oberbürgermeister Schwenke deutlich: „Es ist ungemein wichtig, jetzt mit den Bauarbeiten zu beginnen, damit sich die Baustelle nicht bis in den Dezember hineinzieht. Ein Beginn nach den Herbstferien hätte ein planmäßiges Ende zum 8. Dezember bedeutet. Früher im Jahr war es wegen der notwendigen Vergaben und dem erst im März erfolgen Beschluss des Bebauungsplans nicht möglich. Jetzt kann hoffentlich verhindert werden, dass die Bauarbeiten später aufgrund von Kälte und Frost abgebrochen werden müssten.“ Bei gefrorenem Boden kann nicht gearbeitet werden und auch für die danach notwendige neue Asphaltierung braucht es Mindesttemperaturen, um die Straße wieder befahrbar zu machen. „Jede Woche, die die Baustelle später beginnt, erhöht das Risiko von längeren Unterbrechungen. Ein solches Szenario hätte zur Folge, dass die Sperrung deutlich länger gehen würde oder dass zu einem späteren Zeitpunkt erneut gesperrt werden müsste – mit allen unvermeidlichen Auswirkungen. Das will niemand.“ 

Mit der Bündelung der insgesamt drei Erschließungsmaßnahmen (Abwasserkanal, Regenwasserkanal und Stromleitungen) ist es der Stadt gelungen, dass die eigentlich voneinander unabhängigen Planungsleistungen gleichzeitig umgesetzt werden. Die jeweiligen Versorger hatten ursprünglich geplant, die Maßnahmen im Rahmen ihrer eigenen Zeitpläne umzusetzen. Das hätte bedeutet, dass sie separat und nacheinander stattgefunden hätten – die Straße wäre jedes Mal erneut aufgerissen worden. „Diesem Ansinnen haben wir als Stadt mit Blick auf die Auswirkungen nicht zugestimmt und stattdessen erreicht, dass alle Arbeiten gleichzeitig in diesem einen Zeitraum erfolgen – also statt drei nur eine Sperrung“, so Schwenke. „Das wird für alle Verkehrsteilnehmende immer noch sehr unangenehm werden, das ist völlig klar. Es handelt sich hierbei um den notwendigen Ausbau der Infrastruktur unserer Stadt – etwa auch beim Strom, dessen Netz wir für die Zukunft ausbauen. All das wird stets zurecht von der Stadt eingefordert und das lässt sich ohne vorübergehende Einschränkungen und Behinderungen leider nicht machen.“

Erläuterungen und Hinweise