Capitol Classic Lounge: „Zeit“
17.09.2026 – Seit Salvator Dalís berühmte Uhr über die Tischkante schmilzt, scheint gewiss: Zeit ist flüchtig und lässt sich nicht festhalten. Für den brillanten dänischen Schriftsteller Peter Høeg liegt der einzige wirkliche Reichtum darin, über die eigene Zeit verfügen zu können. Und die Musik? Wie Komponistinnen und Komponisten sich dem Thema nähern, zeigt die gleichnamige Capitol Classic Lounge, mit der das Capitol Symphonie Orchester unter Leitung von David Preil am Sonntag, 27. September 2026, um 17 Uhr die neue Saison eröffnet. Durchs Programm im Capitol Theater Offenbach führen inspiriert plaudernd der Wetterauer Spiegel-Bestseller-Autor Andreas Matlé und der spiritus rector der Konzertreihe, Dr. Ralph Philipp Ziegler.
Im Vorspiel zu „L’heure espagnole“ tickt und klickt ein nostalgischer Uhrenladen im raffiniert glitzernden Charme des „Boléro“-Komponisten Maurice Ravel. Angelo Branduardi wiederum, der Deutschen langjähriger (italienischer) Herzensgeiger, hat die „Momo“-Welt von Michael Ende für die legendäre Verfilmung von 1986 in Klänge gesetzt. Für Ende ist das Herz das Sinnesorgan der Zeit – und das Ohr dessen Gegenüber. Mit der Eleganz der Spätklassik könnte man aus dem Andante von Joseph Haydns 101. Sinfonie ein feingliedriges Uhrwerk heraushören. Auch wenn der Beiname der Sinfonie („Die Uhr“) nicht von Haydn stammt, der Taktschlag als Bild passt. Viel monumentaler zeichnet Hans Zimmer in „Time“ die gleichermaßen zerfließende wie rasiermesserscharfe Idee von „Zeit“, die der Ausnahmefilm „Inception“ transportiert. Von einem weiteren Meister aus der Spitzenriege der zeitgenössischen Filmmusik, Howard Shore („Herr der Ringe“), kommen komponierte Uhrwerk-Klänge aus dem zauberhaften Film „Hugo Cabret“. Zum Schluss gibt es die rauschende Fantasie des französischen Spätromantikers Louis Vierne über das berühmteste Uhrenmotiv aller Zeiten – den Glockenschlag von Westminster.
David Preil ist seit der Spielzeit 2024/2025 Erster Kapellmeister am Landestheater Coburg. Im Konzertbereich arbeitet er mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, den Hofer Symphonikern und dem Capitol Symphonie Orchester Offenbach zusammen. Das Capitol Symphonie Orchester ist das Hausorchester des Capitol Theaters Offenbach. Der musikalische Radius geht jedoch weit über die Stadt hinaus bis hin in den Oman und nach China.
Karten ab 22 Euro sind bei www.frankfurtticket.de (Öffnet in einem neuen Tab) sowie an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich.
