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Ob Sinfonie oder Stummfilm-Begleitung: Die Neue Philharmonie Frankfurt trifft immer den richtigen Ton. © Stadt Offenbach
Viels(a)eitig und frisch präsentiert sich die zwölfte Saison der Capitol Classic Lounge. Die Spielzeit 2017/18 bietet unter anderem einen Comedystar als Sagen-Held, klassische Glanzlichter, frische Uraufführungen und natürlich den beliebten Stummfilm.
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© Stadt Offenbach
„Es freut mich sehr, dass diese wertvolle, originelle Reihe, die in die gesamte Region ausstrahlt, zu einer Tradition und Institution in Offenbach geworden ist“, sagte Oberbürgermeister Horst Schneider bei der Vorstellung des Programms im Sommer 2017. Die Capitol Classic Lounge sei ein gutes Beispiel für kontinuierliche professionelle Kulturarbeit und biete die ganze Bandbreite ausdrucksstarker Kunst, ergänzte der damalige Kulturdezernent Dr. Felix Schwenke.

Zahl der Stammgäste ist weiter gestiegen
Das Konzept zahlt sich weiter aus: „Die Zahl der Abonnenten ist auch in der vergangenen Spielzeit gestiegen und liegt nun bei 445 von 860 Plätzen“, berichtete Capitol-Geschäftsführerin Birgit von Hellborn. Musikalisch bringe die Saison wieder eine runde Mixtur aus bekannten klassischen Werken und originellen Neukompositionen und –Arrangements, so der künstlerische CCL-Leiter Dr. Ralph Philipp Ziegler.

Dirk Eisermann, Geschäftsführer der Neuen Philharmonie Frankfurt, freut sich, dass es wieder geglückt ist, Crossover und Klassik als Standbeine des Orchesters zu verbinden. Insgesamt sei die Classic Lounge das „Lebenselixier“ der Musiker, deren Projektorchester seit 2005 sein Domizil im Capitol Theater in Offenbach hat: „Hier können wir üben und uns musikalisch austoben – das ist und bleibt unser Sechser im Lotto.“

Die Spielzeit 2017/18 im Überblick

Temperamentvoll-mediterran startete die Konzertreihe am 8. Oktober in die neue Saison: Die Symphonie Lounge „España!“ bot laut Ziegler „das spanischste aller spanischen Gitarrenkonzerte“, eben das „Concierto de Aranjuez“ von 1939, gespielt von Marcus Wolf. Atmosphärische Klangbilder aus dem Süden vermittelte auch die Sinfonie Nr.1 „Nova Catalonia“ von Joan Manen. Seine CCL-Premiere feierte an diesem Abend der international tätige Dirigent Guido Johannes Rumstadt von der Nürnberger Staatsoper.

Kräuter als Klangbild und Henny Nachtsheim als Peer Gynt
Apropos Klangbilder: Wie klingt wohl die Grüne Soße, DAS Nationalgericht der Hessen? Hierzu komponierten sieben leidenschaftliche Hessen(fans) – darunter Ralph Philipp Ziegler - jeweils einminütige Orchesterstückchen auf ihr Lieblingskraut, die bei der „BembelSonate“ am 5. November serviert wurden. Auch sonst richtete diese Panorama Lounge Ur-Hessisches an: von der „Blauen Bock“-Ouvertüre über das „Hesselbach“-Thema als Konzertwerk bis hin zu Auszügen aus Brahms‘ „Wiesbadener Sinfonie“, Nr. 3, F-Dur. Damit nicht genug: Henni Nachtsheim von „Badesalz“ hat entdeckt, dass Peer Gynt eigentlich Hesse war, und trug seine herrlich krude Geschichte dazu live im Capitol vor.

Märchenhaft geht es in der Weihnachts Lounge am 10. Dezember zu: Im Zentrum steht „Der Nussknacker“ – als Jahrhundertwerk von Tschaikowsky (Große Suite, 1892) ebenso wie als fantastische Geschichte von E.T.A. Hoffmann, die der Münchner Schauspieler Alexander Duda in Auszügen vorträgt.

Als weiterer Publikumsliebling folgt am 25. Februar die Capitol Cinema Lounge, die diesmal gleich drei Filmmusiken von Dirigent und Komponist Jens Troester als Uraufführungen präsentiert. Zu den Orchesterklängen ziehen die Stummfilm-Ikonen Laurel & Hardy alias Dick & Doof ins Capitol ein (beziehungsweise im Streifen „Liberty“ die Hosen aus), bevor Buster Keaton als Detektiv „Sherlock jr“ weiter für Gags und gute Laune sorgt.

Kultur und Sport im Konzert vereint
„Lang erdacht, endlich gebracht“ – das gilt laut Ziegler für die Panorama Lounge „MeisterFeier“ am 18. März. Damit ist es dem Leiter des Amts für Kultur- und Sportmanagement nun gelungen, seine beiden Kernthemen auf einem Konzertpodium zu vereinen. „Sport ist kunstvoller, als mancher Museumsgänger meint, und Kunst ist spontaner und aufrüttelnder, als mancher Stadionbesucher vermutet“, betont Ziegler. Das originelle Programm bietet unter anderem Hymnen wie „Never Walk Alone“ – unter Dirigent und Fußballfan Steven Lloyd Gonzalez – oder „Chariots of Fire“, eine Brahms-Suite für Fechter und Orchester mit Fechtern des Offenbacher Fechtclubs, sportive Filmmusik aus Ben Hur und Harry Potter sowie live begleitete Aufnahmen des Berner Fußball-Wunders von 1954.

Mit dem Programm „AbendLicht“ rund um die vierte Sinfonie von Johannes Brahms und das Klavierkonzert von Robert Schumann, die das Leuchten der Romantik neu entfachen, klingt die zwölfte CCL-Saison im Capitol Theater am 6. Mai 2018 aus. Dirigent ist hier der im Offenbacher Mathildenviertel lebende Dirigent Roland Böer, der an Theatern wie La Scala in Mailand oder dem English National Theater dirigiert. Nicht mehr im Abonnement enthalten ist der traditionelle Open-Air-Auftritt beim Offenbacher Lichterfest, der sich im August 2018 mit „Liebe & Revolution“ beschäftigt.

Orchester tritt mit Rockstars und in Elbphilharmonie auf

Gerade beim Lichterfest stellt die Neue Philharmonie Frankfurt - ein klassisches Sinfonieorchester, das seit 2005 seinen Sitz im Offenbacher Capitol Theater hat - seine Crossover-Qualitäten unter Beweis. Die rund 50 Musiker tourten schon mit Künstlern wie Deep Purple und Peter Gabriel. Auch das erste Gastspiel in der Elbphilharmonie steht bereits fest: Am 30. November tritt die Neue Philharmonie dort mit dem Jazz-Sänger Gregory Porter auf. „Das Konzert war innerhalb von zwei Wochen ausverkauft“, berichtete Eisermann.

Vielfältige Unterstützung

Dass sich eine Stadt wie Offenbach ein solch renommiertes Kulturangebot wie die Capitol Classic Lounge leisten kann, ist einem vielfältigen Engagement zu verdanken: Begründer und Träger des größten Anteils der Finanzierung der Reihe sind die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe mit ihren Geschäftsführerinnen Daniela Matha und Annette Schroeder-Rupp sowie ihre Tochter, die Capitol Theater Offenbach GmbH. Auch die OSG Offenbacher Stadtinformation Gesellschaft mbH unterstützt von Anfang an die Capitol Classic Lounge nicht nur finanziell; sie betreut darüber hinaus die Abonnenten und kümmert sich um den Kartenvorverkauf. Weitere Sponsoren sind unter anderem die EVO, die Sparkasse Offenbach und die Messe Offenbach. Auch andere Unternehmen und eine Gruppe Offenbacher Bürgerinnen und Bürger unter der Federführung von Michael Beseler tragen die Veranstaltung mit.

Abos und Einzelkarten im Vorverkauf

Die Abonnements für die Saison 2017/18 sind, wie im vergangenen Jahr, zu folgenden Tarifen erhältlich:

  • Preisgruppe I: 229 € (206,10 € ermäßigt)
  • Preisgruppe II: 192 € (172,80 € ermäßigt)
  • Preisgruppe III: 162 € (145,80 € ermäßigt)

Ermäßigt sind Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung (ab 80% GdB).

Die Einzelkarten kosten zwischen 18 und 45 Euro. Alle Preise verstehen sich inklusive aller Gebühren (Systemgebühr, VVK-Gebühr) sowie inklusive RMV-Kombiticket.

Der Vorverkauf läuft über das
OF InfoCenter
Salzgässchen 1
63065 Offenbach
069 / 84 00 04-170
infoofinfocenterde.