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© Stadt Offenbach
Große Klassik intensiv erleben – unter diesem Motto bietet die Capitol Classic Lounge nun schon seit 2006 außergewöhnliche Konzerte im Offenbacher Capitol Theater. Als besonderen Erfolg kann die Musikreihe die große Zahl von Abonnentinnen und Abonnenten verbuchen: Mittlerweile sind gut die Hälfte der 860 Plätze pro Saison fest belegt. Neben echten Klassikern bietet auch das aktuelle Programm 2016/17 wieder einige Überraschungen.

“Die Capitol Classic Lounge ist eine wunderbare Offenbacher Erfolgsgeschichte: Sie zeigt, wie aus einem kleinen Knotenpunkt ein großes Netz entsteht“, sagt Oberbürgermeister und Kulturdezernent Horst Schneider, der auch CCL-Schirmherr ist. Alles begann damit, dass die Neue Philharmonie Frankfurt Anfang 2005 ein neues Domizil suchte. „Capitol-Geschäftsführerin Birgit von Hellborn und ich boten dem Orchester einen Proberaum im Capitol an, was sich als großer Glücksgriff erwies“, berichtet Classic-Lounge-Initiator Winfried Männche, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach (GBO). Als Gegenleistung für 20 kostenlose Probetage verpflichtete sich die Neue Philharmonie Frankfurt (NPF), eine Sinfoniekonzertreihe zu konzipieren.

"Wie ein Sechser im Lotto"
„Was heißt Verpflichtung – das war für uns wie ein Sechser im Lotto“, betont der kaufmännische Leiter der NPF, Dirk Eisermann. In einer Blitzaktion kamen die Verträge zustande, die Musiker zogen nur 14 Tage nach den ersten Gesprächen im Capitol ein – und Offenbach bekam ein Sinfonieorchester mit mehr als 50 Mitgliedern. „Dafür zahlen andere Städte etliche Millionen Euro im Jahr“, so Männche. In Offenbach kostet eine Spielzeit etwa 230.000 Euro, die zur Hälfte aus dem Kartenverkauf finanziert wird. Die Zahl der Abos hat sich von knapp 200 auf gut 400 verdoppelt, und im Durchschnitt sind etwa 90 Prozent der Plätze belegt.

Ein musikalisches Feuerwerk aus Italien feierte am 9. Oktober den Start in die Saison 2016/17, unter anderem mit der Sinfonie Nr. 4 in A-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy, der Ouvertüre von Rossinis „Barbier von Sevilla“ und der Filmmusik aus Fellinis legendärem „La dolce vita“. „Tierisch“ und augenzwinkernd gab sich die Panorama Lounge am 6. November, als etwa der Eulenflug aus „Harry Potter“ und Saint-Saëns‘ „Karneval der Tiere“ erklingen.

Die Weihnachtslounge zählt - neben dem Stummfilm - traditionell zu den beliebtesten CCL-Terminen. An russische, schlesische, englische und irische Weihnachten erinnerte das „WinterGlitzern“ am 11. Dezember. Oliver Mommsen, Kommissar im Bremer „Tatort“, wechselte an diesem Sonntag die Rolle und verwandelte sich in Offenbach zu Tschaikowskys „Schneeflöckchen-Suite“ in einen Märchenerzähler.

„Phantom der Oper“ dringt ins Capitol-Theater ein
Zu den erfolgreichsten CCL-Terminen zählt stets der vom Orchester begleitete Stummfilm. Gruselig wird es bei der Cinema Lounge am 12. Februar 2017, wenn „Das Phantom der Oper“ in der Erstverfilmung von 1925 auf die Capitol-Bühne vordringt und dort für „blankes Entsetzen“ sorgt, was auch in der Musik zum Ausdruck kommt. „SagenHaft“ und etwas schaurig geht es auch am 19. März 2017 zu: Auf dem Programm stehen unter anderem Auszüge aus von Webers „Freischütz“ und Schuberts „Erlkönig“. Für einen ganz besonderen Abend sorgt dann auch Solist Klaus Mertens - der Star-Bariton stand schon mit zahlreichen Top-Orchestern, von den Berliner Philharmonikern bis zum San Francisco Symphony Orchestra, auf der Bühne.

Nach der legendären „Carmina Burana“ am 14. Mai, dirigiert von der temperamentvollen Anna Skryleva, schließt sich zum Lichterfest im August 2017 der Kreis: Mit der „vollen Dosis Italien“ unter dem Motto „Die Rückkehr des Belcanto“ endet die Konzertreihe so lebensfroh-mediterran, wie sie begonnen hat.

Angesichts der außergewöhnlichen Mischung stehen die Chancen gut, dass nicht nur die Abonnenten die Konzerte mit dem Gefühl verlassen, wieder Teil von etwas Besonderem gewesen zu sein. Dafür möchten auch die Musiker der Neuen Philharmonie Frankfurt sorgen: Das klassische Sinfonieorchester, das seit 2005 seinen Sitz im Offenbacher Capitol Theater hat, ist auch im Crossover-Bereich international erfolgreich. Mit dem Star-Violinisten David Garrett tourt es ab 17. November wieder durch die großen Konzertstätten im deutschsprachigen Raum – von der Dortmunder Westfalenhalle bis hin zum Züricher Hallenstadion und der Frankfurter Festhalle (7.12.).

Dass sich eine Stadt wie Offenbach ein solch renommiertes Kulturangebot wie die Capitol Classic Lounge leisten kann, ist einem vielfältigen Engagement zu verdanken: Begründer und Träger des größten Anteils der Finanzierung der Reihe sind die GBO mit ihren Geschäftsführern Winfried Männche, dem Initiator der Classic Lounge, und Daniela Matha sowie ihre Tochter, die Capitol Theater Offenbach GmbH. Auch die OSG Offenbacher Stadtinformation Gesellschaft mbH unterstützt von Anfang an die Capitol Classic Lounge; sie betreut die Abonnenten und kümmert sich um den Kartenvorverkauf. Sponsoren sind unter anderem auch die EVO, die Sparkasse Offenbach, die Messe Offenbach, die Societät Knolle und die Mediacom. Weitere Unternehmer und eine Gruppe Offenbacher Bürgerinnen und Bürger unter der Federführung von Michael Beseler tragen die Veranstaltung mit.