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Capitol Symphonie Lounge I
Sonntag, 13. Oktober 2019
Praeludium: 16.00 Uhr
Konzertbeginn: 17.00 Uhr
Capitol Theater Offenbach
CCL-Motiv Oktober 2019
© baoana

Die Wucht des Schicksals und das rasante Fließen des Lebens: Was auch Ludwig van Beethovens epochale fünfte Sinfonie seit 200 Jahren symbolisiert, hat der Dresdner Komponist Sven Helbig vor sechs Jahren in eine ganz außergewöhnliche Form gegossen. Helbig baut mit seinem Werk wie kaum ein anderer seiner Generation Brücken zwischen sinfonischer Klassik und purem Heute. Wir stellen beide Werke gegenüber – die ‚Schicksalssinfonie‘ Beethovens und die ‚Pocket Symphonies‘ von Helbig.

Zu Beethovens packendem Meisterwerk mit dem vielleicht stärksten Anfangsmotiv der Musikgeschichte („So pocht das Schicksal an die Pforte“ soll Beethoven dazu formuliert haben) muss nichts mehr gesagt werden. Sven Helbigs ‚Pocket Symphonies‘ sind ein faszinierender Kosmos aus 12 kurzen sinfonischen Sätzen, die trotz ihrer kurzen Dauer epische Musik verwirklichen. Und zwar solche, die sowohl dem Bach-Beethoven-Brahms-Verehrer echte Freude macht als auch klassikfernes Publikum tief zu berühren vermag. Welches andere Klassik-Album hatte schon die Ehre, auf der Website der Band ‚Rammstein‘ empfohlen zu werden. Es ist viel Poesie und Kammermusik darin, in der weiten und tiefen Musik von „Am Abend“, „Frost“ oder „Schlaflied“. „Urban Perfume“, „Eisenhüttenstadt“ oder „Zorn“ (nach einem Motiv des Regisseurs Bernd Eichinger) sind packende Sätze, bei denen sich Sinfonik und Heute mit stärkster Überzeugungskraft treffen. Ins große Orchester implantiert ist das hier zum Quartett erweiterte Monte Piano Trio, dem die Sunday Times attestierte, „Transparenz und musikalischen Reichtum auf exquisite Weise in Einklang zu bringen“ und das bei vielen wichtigen europäischen Festivals gastiert.

Sven Helbig (*1968)
Pocket Symphonies
(2013)

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr.5 c-moll op.67
(1807/08)

Monte Piano Trio und Gast
Capitol Symphonie Orchester
Dirigent: Steven Lloyd-Gonzalez