Capitol Symphonie Lounge I: Legenden
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Veranstaltungsinformationen
Praeludium: 16.00 Uhr | Beginn: 17.00 Uhr
Von Magie und Mythen.
Legenden sind die perfekte Essenz, um Kunst zu schaffen. Phantastisch, oft überlebensgroß – so drängen sie sich nach einem Medium, um auf ihre eine eigene Art Wirklichkeit zu werden. Sie sind der Stoff, aus dem große Filme, Romane, Theaterstücke und Sinfonische Dichtungen gemacht sind. Der Offenbacher Johann Anton André (der Mann, der Mozarts Noten hierher brachte) war auch selbst ein respektabler Komponist. 1818 schrieb er sein erfolgreichstes Orchesterstück – die Ouvertüre zu „Die Hussiten vor Naumburg.“ Das Sujet ist eine dramatische bis rührende Legende aus der mitteldeutschen einstigen Bischofsstadt. Andrés Stück bringt Herz, Energie und Kampf zusammen – und am Ende wird natürlich alles gut. Die Sinfonie des Programms beginnt dort, wo unsere Oper RICCIO im vergangenes Jahr endete: in Holyrood Castle, der Residenz der Königin Maria Stuart. „Gras und Efeu wachsen viel darin, und am zerbrochenen Altar wurde Maria zur Königin von Schottland gekrönt. Es ist alles zerbrochen, morsch und der heitere Himmel scheint hinein. Ich glaube, ich habe heute da den Anfang meiner Schottischen Symphonie gefunden.“ Mendelssohns „Schottische“, 1842 vollendet, ist eine der stärksten musikalischen Atmosphärenschilderungen der Epoche. Wir bleiben auf den Inseln – und lassen uns mit dem großen Filmmusiker John Williams („Star Wars“, „Schindlers Liste“ etc.) von der keltischen Mythologie faszinieren. Von Versen des Dichters Robert Graves inspiriert, schrieb Williams eines der aufregendsten Solokonzerte für Fagott überhaupt: „Five Sacred Trees“, „Fünf heilige Bäume“. Kaum jemand hat dieses Werk wiederum so passioniert durchdrungen wie die vielfach international preisgekrönte (u.a. beim ARD-Wettbewerb) Fagottistin Michaela Špačková.
