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Stadt Offenbach

Zeit

Von Sekunden plus [oder minus] der Ewigkeit

SONNTAG, 27. SEPTEMBER 2026
Konzertbeginn: 17.00 Uhr

Seit die Uhr bei Salvator Dalí vom Tisch herunterschmilzt, wissen wir auch auf der sinnlichen Ebene, dass selbst die Zeit relativ ist. Dabei ist sie nach dem brillanten dänischen Schriftsteller Peter Høeg („Fräulein Smilla“) das Wertvollste überhaupt: Der einzige echte Reichtum, so Høeg, sei der, über seine eigene Zeit verfügen zu können.

Im Vorspiel zu „L’heure espagnole“ tickt und klickt ein nostalgischer Uhrenladen im raffiniert glitzernden Charme des „Boléro“-Komponisten Maurice Ravel. Angelo Branduardi wiederum, der Deutschen langjähriger (italienischer) Herzensgeiger, hat die „Momo“-Welt von Michael Ende für die legendäre Verfilmung von 1986 in Klänge gesetzt. Für Ende ist das Herz das Sinnesorgan der Zeit – und das Ohr dessen Gegenüber.

Mit der Eleganz der Spätklassik könnte man aus dem Andante von Joseph Haydns 101. Sinfonie ein feingliedriges Uhrwerk heraushören. Auch wenn der Beiname der Sinfonie („Die Uhr“) nicht von Haydn stammt – der Taktschlag als Bild passt. Viel monumentaler zeichnet Hans Zimmer in „Time“ die gleichermaßen zerfließende wie rasiermesserscharfe Idee von „Zeit“, die der Ausnahmefilm „Inception“ transportiert. 

Marco Jovic schrieb jüngst ein Herzenswerk – seine „Uhrmachersuite“, in der er in einer beeindruckend vielschichtigen und erlebnisreichen Partitur in drei intelligenten Hommagen seinem Faible für Armbanduhren Ausdruck verleiht. Dazu kommt noch manches andere. Zum Schluss gibt es die rauschende Fantasie des französischen Spätromantikers Louis Vierne über das berühmteste Uhrenmotiv aller Zeiten – den Glockenschlag von Westminster.

Durchs Programm führen inspiriert  plaudernd der Wetterauer Spiegel-Bestseller-Autor Andreas Matlé und  der spiritus rector der Konzertreihe  Dr. Ralph Philipp Ziegler

Angelo Branduardi (*1950)
MOMO
Aus der Filmmusik nach Michael Endes Roman | 1986

Maurice Ravel (1875-1937)
L'HEURE ESPAGNOLE
Vorspiel | 1911

Leroy Anderson (1908-1975)
THE SYNCOPATED CLOCK
1945

Joseph Haydn (1732-1809)
SINFONIE NR.101 D-DUR ‚DIE UHR‘
Andante | 1794

Amilcare Ponchielli (1834-1886)
LA GIOCONDA
Tanz der Stunden | 1876

von Goisern/Rammstein/Enya (*1952/1994/*1961)
HEAST AS NET/ZEIT/ONLY TIME
1992/2022/2000

Hans Zimmer (*1957) / Arr..: Patrik Bishay
INCEPTION
daraus: Time | 2010

Marco Jovic (*1977)
SUITE HORLOGÈRE | UHRMACHERSUITE
2026

Louis Vierne/Jan Kohl (1870-1937/*1990)
CARILLON DE WESTMINSTER
op. 54, No. 6 | 1927/2026

Moderation:  
Andreas Matlé und Ralph Philipp Ziegler
Katrin Glenz, Gesang
CAPITOL SYMPHONIE ORCHESTER
Dirigent: David Preil


Ansprechpersonen:

Peter Petriccione
Silke Simon
Anna-Lena Gliem
Vanessa Lepszy

infocapitol-onlinede

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