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Beide Städte sind in etwa gleich groß. Und beide haben auch ganz ähnliche Probleme mit ihrer Verkehrsbelastung und Luftverschmutzung. Eine über 20-köpfige Delegation aus dem nordrhein-westfälischen Paderborn informierte sich jetzt in Offenbach, welche Ansätze es hier gibt, diese Probleme mit Hilfe eines gut ausgebauten und elektrifizierten Nahverkehrssystems in den Griff zu bekommen.

Städtische Delegation informierte sich in Offenbach über Elektromobilität

Beide Städte sind in etwa gleich groß. Und beide haben auch ganz ähnliche Probleme mit ihrer Verkehrsbelastung und Luftverschmutzung. Eine über 20-köpfige Delegation aus dem nordrhein-westfälischen Paderborn informierte sich jetzt in Offenbach, welche Ansätze es hier gibt, diese Probleme mit Hilfe eines gut ausgebauten und elektrifizierten Nahverkehrssystems in den Griff zu bekommen. Der Anfang in Paderborn ist gemacht. Erste Ladesäulen stehen, weitere sollen folgen, auf öffentlichen Stellflächen und in Parkhäusern. Dazu wird in der Stadt an der Pader gerade ein Ladeinfrastrukturkonzept erarbeitet. „Elektromobilität ist bei uns ein großes Thema“, sagt Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete im Verwaltungsvorstand der rund 150.000 Einwohner zählenden Großstadt im Osten Nordrhein-Westfalens.

Besucher an der E-mobil-Station
Anschauungsobjekt: Die eMobil-Leihstation am Offenbacher Marktplatz. Von links: Paderborns Stellvertretender Bürgermeister Dietrich Honervogt, PaderSprinter-Chef Peter Bronnenberg, eMobil-Projektmanager Jens Battenfeld, Paderborns Technische Beigeordnete Claudia Warnecke und eMobil-Projektmanager Sebastian Peters. © OVB

Vorreiterrolle in Sachen Elektromobilität

Zusammen mit Dietrich Honervogt, Stellvertretender Bürgermeister, Peter Bronnenberg, Geschäftsführer der kommunalen Verkehrsbetriebe PaderSprinter GmbH, und weiteren Kommunalpolitikern und Verkehrsexperten war die für Stadtplanung, Bauen, ÖPNV und Umweltschutz zuständige Dezernentin auf elektromobile Erkundungstour gegangen.
Nach Mannheim, wo im Mercedes-Werk Ende des Jahres die Serienfertigung der ersten Citaro-Elektrobusse starten soll, führte die Exkursion nach Offenbach. Die 136.000-Einwohner-Kommune mit ihren Mobilitätsunternehmen der Stadtwerke-Gruppe und einer hessenweit operierenden „Geschäftsstelle Elektromobilität - Projektleitstelle Bundesprojekte“ nimmt schon seit Jahren eine Vorreiterrolle ein, um für die Technik der Zukunft Starthilfe zu leisten.

2011 ging hier bereits der bundesweit erste eBus probeweise in den Linienbetrieb. Mit eMiO, einem vom Bundesverkehrsministerium geförderten Flottenprojekt, wurde die Alltagstauglichkeit von E-Autos in Offenbacher Unternehmensflotten unter Beweis gestellt. Und mit einem vom Land Hessen geförderten und gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) betriebenen Car- und Bike-Sharing-Angebot mit sechs Leihstationen ist es den Offenbacher Verkehrs-Betrieben (OVB) gelungen, Elektromobilität in die Mobilitätskette des öffentlichen Nahverkehrs zu integrieren.
Die beiden Elektromobilitäts-Projektmanager Jens Battenfeld und Sebastian Peters erläuterten der Besuchergruppe aus Paderborn das unter der Dachmarke „e wie Offenbach“ zusammengefasste Engagement in Sachen Elektromobilität, erklärten das Ausleihverfahren an der zentralen eMobil-Station am Offenbacher Marktplatz und stellten die Arbeit der Projektleitstelle vor.

Ziel: Knüpfen eines multimodalen Nahverkehrssystems

Die beiden Elektromobilitäts-Projektmanager Jens Battenfeld und Sebastian Peters erläuterten der Besuchergruppe aus Paderborn das unter der Dachmarke „e wie Offenbach“ zusammengefasste Engagement in Sachen Elektromobilität, erklärten das Ausleihverfahren an der zentralen eMobil-Station am Offenbacher Marktplatz und stellten die Arbeit der Projektleitstelle vor.
Besonders interessant für die Gäste aus Nordrhein-Westfalen war es zu erfahren, dass ab 2019 schrittweise die komplette Busflotte elektrifiziert werden und in fünf Jahren schon nahezu die Hälfte der Stadtbusse mit Elektroantrieb fahren soll. Zusammen mit den S-Bahnen und den Leihfahrzeugen soll Offenbach dann eine vollständig elektromobile Tür-zu-Tür-Mobilität bieten.

„Auch die Stadt Paderborn will die Weichen für die Mobilität neu stellen“, berichtete Dezernentin Claudia Warnecke. Augenblicklich werde nicht nur der Luftreinhalteplan überarbeitet, sondern auch ein neues Gesamtstädtisches Verkehrskonzept entwickelt. Dazu gehörten neben Mobilitätsmanagement und Mobilitätsberatung auch Car-Sharing, eine Steigerung des Radverkehrsanteils sowie der Einsatz umweltfreundlicher Technologien im ÖPNV.   
Mit ihrer öffentlichen Ladeinfrastruktur und dem Einsatz von E-Fahrzeugen im kommunalen Fuhrpark hat die Stadt Paderborn bereits erste Erfahrungen mit der Elektromobilität gesammelt. In Offenbach mit seinem vielfältigen Mobilitätsnetzwerk erfuhren die Gäste, wie sich verschiedene Verkehrsmittel gut miteinander zu einem multimodalen Nahverkehrssystem verbinden lassen.  

09.08.2018