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Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat den dritten Aufruf zur Antragseinrichung gemäß der „Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ gestartet. Der Bau von 10.000 Normalladepunkten und 3.000 Schnellladepunkten soll gefördert werden.

Die meisten Bürger werden sich nur dann ein Elektroauto kaufen, wenn sie in der Nähe ihrer Wohnung oder ihres Arbeitsplatzes Strom tanken können. Benutzerfreundliche Ladestationen sind daher die Voraussetzung für die Verbreitung von Elektromobilität.  Die „Föderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ unterstützt daher den Aufbau eines Netzes von Ladestationen bundesweit.

Zur Förderrichtlinie hat das BMVI bereits zwei Förderaufrufe veröffentlicht. Mit dem letzten Förderaufruf, der sich an private Investoren sowie Städte und Gemeinden gerichtet hat, wurde der Bau von 12.000 Normal- und 1.000 Schnellladesäulen gefördert. Dazu wurden 100 Millionen bereitgestellt.

Nun sollen weitere 10.000 Normalladepunkte mit einer Leistung von mindestens 3,7 kW und maximal 22 kW sowie 3.000 Schnelladepunkte mit einer Leistung von mindestens 50 kW sowie Netzanschlüsse gefördert werden. Anträge können im Zeitraum vom 22.11.2018 bis zum 21.02.2019 gestellt werden.

Die Förderhöhe variiert nach Ladeleistung sowie nach dem Bedarf vor Ort bei Schnelladepunkten. Normalladepunkte können mit maximal 40 Prozent und einem Maximalbetrag von 2.500 Euro gefördert werden. Bei Schnelladepunkten variiert die Förderung je nach Standort (siehe Tabelle).

Leistung der
Schnellladepunkte

Gebiete mit höherem Bedarf

Gebiete mit geringerem Bedarf

50 bis 100 kW

Max. Förderanteil: 50 Prozent

Max. Fördersumme: 12.000 Euro

Max. Förderanteil: 30 Prozent

Max. Fördersumme: 9.000 Euro

Ab einschließlich 100 kW

Max. Förderanteil: 50 Prozent

Max. Fördersumme: 30.000 Euro

Max. Förderanteil: 30 Prozent

Max. Fördersumme: 23.000 Euro

Anschlüsse an das Niederspannungsnetz werden mit maximal 5.000 Euro, Anschlüsse an das Mittelspannungsnetz mit bis zu 50.000 Euro gefördert. Wenn dadurch ein Mehrwert entsteht, kann auch die Aufrüstung oder Ersatzbeschaffung von Ladeinfrastruktur sowie von Netzanschlüssen mit einem Anteil von bis zu 40 Prozent bezuschusst werden.