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Stadt Offenbach

Zehn Jahre Netzwerktreffen: Interview mit Janine Mielzarek

Elektromobilität ist nicht nur der Austausch von Fahrzeugen mit anderem Antrieb. Neben dem Aufbau von Ladeinfrastruktur müssen ganzheitliche Konzepte erarbeitet werden. Was es dazu braucht, welche technischen Herausforderungen zu bewältigen sind und welche öffentlichen Fördermittel in Anspruch genommen werden können, diese Fragen stehen seit zehn Jahren im Mittelpunkt hessenweiter Netzwerk-Treffen, die die „Geschäftsstelle Elektromobilität – Projektleitstelle Bundesprojekte“ bei den Stadtwerken Offenbach (SOH) organisiert. Janine Mielzarek, stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle, blickt zurück.

Janine Mielzarek

Beim Start der Geschäftsstelle, damals noch unter dem Namen „Projektleitstelle Modellregion Elektromobilität Rhein-Main“, galt Elektromobilität noch als etwas Exotisches. Heute ist sie in aller Munde und wird nicht nur von der Politik, sondern auch von den Fahrzeugherstellern vorangetrieben. Sind Sie damit am Ziel angelangt?

Natürlich freuen wir uns über diese inzwischen dynamische Entwicklung. Mit dem Markthochlauf und dem Ausbau eines öffentlichen Ladenetzes gewinnen Elektrofahrzeuge immer mehr an Fahrt. Wir sind ein wenig stolz darauf, mit unserer Pionierarbeit von Offenbach aus einen Beitrag geleistet zu haben, diese Technologie in der Alltagsmobilität zu integrieren und damit nicht nur die Verkehrswende, sondern auch die Klimawende voranzubringen. Am Ziel sind wir aber noch lange nicht. Wir arbeiten weiterhin daran, durch fachlichen Rat und Austausch Zugangsbarrieren zu minimieren und im Zuge von Projekten, die von Bund und Land gefördert werden, Elektromobilität in den Öffentlichen Nahverkehr oder in kommunale und auch in gewerbliche Fahrzeugflotten zu integrieren.

Welche Rolle spielen dabei die Netzwerk-Treffen hessischer eMobilitäts-Akteure, die Sie nun schon seit etwas mehr zehn Jahren in Offenbach koordinieren?

Gemeinsam mit der Geschäftsstelle Elektromobilität bei der landeseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft HA Hessen Agentur GmbH bündeln, koordinieren und begleiten wir im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen die verschiedenen mit Bundes- und Landesmitteln geförderten Elektromobilitätsprojekte in Hessen. Bei unseren regelmäßigen Netzwerk-Treffen tauschen sich die Projektpartner über Probleme und Lösungsansätze, über Fördermöglichkeiten, lokale Hindernisse oder auch Erfolge bei der Umsetzung aus und informieren über ihren jeweiligen Entwicklungsstand. Flankierend dazu beraten wir in Offenbach auch einzelne Akteure, kommunale wie gewerbliche, und veranstalten themenspezifische Workshops.

Wer kommt zu den Netzwerktreffen? Sind die Veranstaltungen auch für eMobilitäts-Neulinge offen?

Wir vernetzen hier Kommunen, Unternehmen, Forschung und Industrie. Die Teilnehmenden sind ihrer Herkunft nach bunt gemischt. Auf diesen Veranstaltungen tauschen sich Vertreter*innen des Bundes und des Landes, von Verkehrs-Betrieben, der Fraport AG oder auch von kleineren Gewerbebetrieben oder aus dem sozialen Bereich aus. Wir sorgen damit für einen Transfer von Wissen. Davon profitieren nicht nur erfahrene Akteure, sondern auch Neulinge. Niemand, der sich im Bereich Elektromobilität engagieren möchte, muss bei null anfangen. Insofern eignen sich die Treffen auch für „Elektromobilitäts-Anwärter“.

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