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eMiO-Pionierin Dr. Rosemarie Killius startet neue Vortragsreihe im Haus der Stadtgeschichte
Das Wort Ruhestand ist ihr fremd. Noch bis 2012 hat die promovierte Historikerin an der Goethe-Universität im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften gelehrt. Heute ist sie ehrenamtlich im Bundesvorstand des Deutschen Akademikerinnenbundes (DAB) tätig, sie betreut die europäischen Partnerinnenverbände, ist als Coach in der Lebens- und Berufsberatung aktiv und hält im fünften Jahr Seminare im Offenbacher Haus der Stadtgeschichte über Filme aus der NS-Zeit.
Autoübergabe eMiO-Pionier Dr. Killius
© Bernd Georg
Die Frankfurter Historikerin hat sich vor allem in der biografischen Forschung einen Namen gemacht. Für ihre inzwischen vergriffenen Bücher „Sei still Kind, Adolf spricht“ und „Frauen für die Front“ hat sie mit zahlreichen weiblichen Zeitzeugen gesprochen und sich intensiv mit dem Rollenverständnis und Frauenbild im Dritten Reich befasst.
Im Zuge ihrer Forschungstätigkeit hat sich die Wissenschaftlerin besonders auch mit der Vita des populären, seinerzeit auch in Frankfurt tätigen Theater- und Filmschauspielers Joachim Gottschalk befasst und sich für das Gedenken an ihn eingesetzt. Goebbels hatte ihn gezwungen, sich von seiner jüdischen Frau scheiden zu lassen. Die dreiköpfige Familie brachte sich daraufhin um.
Ihre Seminartätigkeit in Offenbach begann Dr. Killius 2012 mit einer Reihe von Blockseminaren, jeweils mit Vortrag, Film und Diskussion, über das Frauenbild im Film der NS-Propaganda. Jetzt setzt sie ihre Filmseminare fort. Am 22. Mai geht es um 15 Uhr um Wolfgang Liebeneiners Euthanasie-Film „Ich klage an“. Am 12. Juni ist der Historienfilm „Die Entlassung“ über Bismarck zu sehen und am 3. Juli der Heimatfilm „Die Trappfamilie“, den Liebeneiner trotz Vorbehalts wegen seiner Regietätigkeit im Dritten Reich in den Wirtschaftswunderjahren Nachkriegsdeutschlands drehen durfte.
Mit der gleichen wissenschaftlichen Akribie, mit der sich Dr. Rosemarie Killius ihrem langjährigen Forschungsthema widmete, hat sie sich auch mit der Elektromobilität auseinandergesetzt. Für ihre Fahrten zwischen Frankfurt und Offenbach nutzt die umweltbewusste Historikerin inzwischen einen kleinen abgasfreien Stadtflitzer, den sie als eMiO-Pionierin von den Stadtwerken Offenbach gemietet hat: einen mit Ökostrom aus der heimischen Steckdose betriebenen Smart electric drive. Die Wallbox für die Schnellladung des Elektroautos hat ihr ein anderer eMiO-Pionier installiert, das Offenbacher Unternehmen Müller Elektrotechnik.
„Das ist ein wunderbares Fahrgefühl“, sagt sie, „fast so, als würde man schweben.“ Nach Offenbach fährt sie gerne mit ihrem eMiO-Auto, nicht nur um hier Seminare zu halten, sondern auch, um auf dem Wilhelmsplatz den Wochenmarkt zu besuchen, „den schönsten, den es weit und breit gibt“.
eMiO – Elektromobilität in Offenbach ist ein Projekt im Rahmen der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main und wird unter der überregionalen Koordination der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH durch Mittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert.
Mit eMiO bringt die SOH seit zwei Jahren die umweltfreundliche Antriebstechnik in Form von Flottenlösungen auf die Straße. Egal, ob Pflegedienst, Anwaltskanzlei, Handwerksbetrieb oder andere Gewerbetreibende: eMiO-Fahrzeuge kommen für alle Unternehmen und ihre Fahrzeugflotten in Frage.
Dank der Förderung durch das Bundesverkehrsministerium können die Stadtwerke Vermietung und Fahrzeugservice in einem äußerst preisgünstigen Paket bündeln. Unternehmen haben die Wahl zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen und sind damit nicht nur günstig und umweltfreundlich, sondern auch werbewirksam unterwegs. Alle Elektroautos sind ansprechend gestaltet und lassen genügend Raum auch für die Eigenwerbung der Nutzer.