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Die Bauarbeiten des ersten Mehrfamilien-Wohnhauses in Holzmassivbauweise sind abgeschlossen. Das Holzhaus Taunusstraße 69-71 wurde am 22. März 2016 feierlich von Oberbürgermeister Horst Schneider, GBO-Geschäftsführer Winfried Männche und Geschäftsführerin Daniela Matha eingeweiht.
Das Holzhaus in der Taunusstraße.
Modernes Wohnen, nachhaltig und mitten im Nordend: Das Mehrfamilien-Wohnhaus in Holzmassivbauweise der GBO. © Bernd Georg

Mit dem Projekt hat die GBO im Rahmen der Bebauung von noch im Bestand vorhandener Freiflächen einen innovativen Neubau mit 1 bis 3-Zimmerwohnungen realisiert. Das Mehrfamilienhaus in Holzmassivbauweise ist nicht nur das erste seiner Art in Offenbach, sondern im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Es wurde aus nahezu 70 Prozent nachwachsenden Rohstoffen gebaut. Die Baukosten für die Errichtung des Wohnhauses betrugen 3 Millionen Euro. Das Gebäude wurde in Holzmassivbauweise als Hybridhaus errichtet.

Elektroato vor neu gebautem Holzhaus im Offenbacher Nordend.
Ein Elektroauto von BMW steht den Mietern ab sofort zur Verfügung. © Georg

So wohnt die Zukunft

Angesichts dieser Aspekte stellt diese Holzmassivbauweise gerade für die Wohnraumverdichtung im Stadtgebiet für die GBO eine sinnvolle Alternative zur konventionellen Bauweise dar. Aber nicht allein im Bau spiegelt sich der Nachhaltigkeitsgedanke, den die GBO verfolgt, wider. Mit der Errichtung einer E-Ladestation und dem Carsharing-Angebot der Münchner Firma eeMobility wird die Idee auch hinsichtlich der Mobilität der Bewohner des Hauses gespielt. Der Einstieg in die Elektromobilität wird den Bewohnern des Hauses zu attraktiven Konditionen angeboten. Um hier einen Anreiz zu schaffen, können Mieter des Hauses bis Ende Juni den hier bereitgestellten BMW i3 für 2,95 Euro pro Stunde oder 29,95 Euro pro Tag nutzen. Um eine Kostendeckung zu erreichen, werden die Tarife ab Juli heraufgesetzt. Nach einem halben Jahr Testphase soll das CarSharing-Angebot auch auf GBO-Mieter in der näheren Umgebung ausgedehnt werden.

23.03.2016

OB Horst Schneider: zentrale Bedeutung für den Wohnstandort Offenbach

Horst Schneider, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der GBO, unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung der Stadtwerketochter bei der Bereitstellung von attraktiven Wohnraum in Offenbach getreu dem Motto „Besser wohnen. Besser leben“: „Offenbach hat sich in den vergangenen Jahren als attraktiver Wohnort im Rhein-Main-Gebiet etabliert. Die GBO als größtes Offenbacher Wohnungsunternehmen trägt wesentlich dazu bei, indem sie kontinuierlich in ihren Wohnungsbestand investiert, um ein attraktives Angebot für die steigende Nachfrage bereitzustellen. Mit dem Neubau in der Taunusstraße erweitert die GBO nicht nur ihren Bestand um 25 hochwertige und zentral gelegene Wohnungen, sondern hat hier außerdem ein innovatives sowie nachhaltiges Bauprojekt realisiert. Auf diese Weise trägt die GBO zur positiven Entwicklung Offenbachs als Wohnort bei.“

Geschäftsführer Winfried Männche: "Neue Wege bei der Wohnraumverdichtung"

Auch Geschäftsführer Winfried Männche äußerte sich zu dem innovativen Bauprojekt der GBO: „Mit der Einweihung des ersten Mehrfamilienhauses in Holzmassivbauweise zeigen wir nicht nur, dass wir unseren Mieterinnen und Mieter in Offenbach attraktiven Wohnraum zu günstigen Konditionen anbieten, sondern bei der Wohnraumverdichtung auch neue Wege beschreiten. Durch den Einsatz von rund 70 Prozent nachwachsenden Rohstoffen ist es nicht nur ein nachhaltiges Projekt, sondern auch hinsichtlich der Bauweise stellt es für die GBO eine sinnvolle Alternative zur konventionellen Bauweise dar. Durch den hohen Vorfertigungsgrad konnte bei der Realisierung des Projekts die Belastung der Anwohner durch Baulärm deutlich verkürzt werden und Emissionen reduziert werden.“

Modern und nachhaltig: Das Haus

Treppenhaus
Das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses. © Georg
Die B&O Wohnungswirtschaft GmbH aus Chemnitz hat den Bau des Hauses im Auftrag der GBO innerhalb von zehn Monaten realisiert. Das architektonische Konzept, das hier umgesetzt wurde, stammt von der Hirschmüller Architektur GmbH aus Darmstadt. Das geometrisch einfache Gebäude von etwa 40 Meter Länge ist über zwei Treppenhäuser begehbar. Horizontale und vertikale Gliederungselemente proportionieren die Holzfassade. Die Treppenräume sind voll verglast und wurden mit einem eigenständigen Farbkonzept gestaltet. In der Fassade des Gebäudes wechseln sich verputzte Flächen, die das Konstruktionsraster abbilden, und Holzflächen aus lasiertem Fichtenholz ab.

Barrierefrei und innovativ: Die Wohnungen

Auf rund 1.600 Quadratmeter Gesamtwohnfläche beherbergt das Mehrfamilienhaus 25 Wohnungen: Im Erdgeschoss sind barrierefreie Wohnungen entstanden: eine 1-Zimmerwohnung, zwei 2-Zimmerwohnungen und zwei 3-Zimmerwohnungen mit Küche, Duschbad und Terrasse mit direktem Zugang zum Wohn-/Essbereich. Im ersten Stock befinden sich eine 1-Zimmerwohnung, zwei 2-Zimmerwohnungen und zwei 3-Zimmerwohnungen mit Küche, Duschbad und Balkon mit direktem Zugang zum Wohn-/Essbereich. Die Wohnungen sind mit bodengleichen Duschen ausgestattet. Auf der zweiten bis vierten Etage stehen je eine 1-Zimmerwohnung, zwei 2-Zimmerwohnungen und zwei 3-Zimmerwohnungen zur Verfügung. Auch sie wurden mit Küche, Duschbad und einem Balkon mit direktem Zugang zum Wohn-/Essbereich versehen. Alle Wohnungen des Holzhauses sind mit Bodenbelägen in Holz, weißen Raufaserwänden und weißen Decken sowie einem außen liegenden Sonnenschutz ausgestattet. Außerdem verfügen alle 25 Wohnungen über 8 Quadratmeter große Balkone bzw. eine Terrasse im Erdgeschoss und sind barrierefrei über behindertengerechte Aufzugsanlagen erreichbar.

Auch beim Außenbereich wurde an alles gedacht

Auf der Außenanlage werden eine Kinderspielfläche, 13 PKW-Stellplätze, davon einer mit E-Ladestation, und insgesamt 38 Fahrradstellplätze errichtet. Der Energiestandart ist KFW 70; die Beheizung erfolgt mit Fernwärme der EVO. Die Miete beläuft sich auf 9,75 Euro pro Quadratmeter zzgl. Betriebskosten. Derzeit sind bereits 20 der 25 Wohnungen vermietet.

Mitten im Nordend: Infos zum Standort

Der Standort verfügt über ausgezeichnete Nahversorgungsmöglichkeiten: In unmittelbarer Nähe zur Taunusstraße befinden sich zwei Supermärkte und ein Bäcker. Überdies ist der Neubau gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden: Die nächste Bushaltestelle befindet sich nur wenige Schritte entfernt. Nach zehn Minuten Fußweg erreicht man die S-Bahn-Station Ledermuseum. Auch die Nähe zum Hafen Offenbach, dem größten Entwicklungsareal in der Rhein-Main-Region in Wasserlage und neuen Stadtviertel mit seinen vielfältigen Möglichkeiten, erweist sich als Gewinn für die zukünftigen Bewohner des Mehrfamilienhauses.