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Die Mieter eines Teils eines Wohnhauses in der Hugo-Wolf-Straße wurden am Sonntagabend vorübergehend evakuiert. Zuvor hatten Mieter in der Fassade des Hauses der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach mbH Risse bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Diese hatte gemeinsam mit der städtischen Bauaufsicht und einem Statiker die Schäden untersucht. Auf Empfehlung des Statikers wurde die Fassade mit Keilen gesichert. Er gab im Anschluss die betroffenen 24 Wohnungen frei, die Mieter konnten wieder zurück.

„Heute ist eine Begehung mit einem Statiker angesetzt, mit dem wir weitere Maßnahmen absprechen werden“, sagt Annette Schroeder-Rupp, eine der beiden GBO-Geschäftsführerinnen. Sie war auch am Sonntag vor Ort, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Außerdem hat sie eine Kanalbefahrung unter der Liegenschaft angeordnet. Per Videokamera soll so herausgefunden werden, ob ein defektes Rohr eingebrochen ist oder Erdreich ausgeschwemmt hat und es sich bei dem Fassadenschaden um Setzungsrisse handelt.

Die Risse sind seit zwei Jahren bekannt und werden beobachtet. „Dafür wurde eine Gipsmarke gesetzt, das heißt, wir haben einen Gipsstreifen quer zum vorhandenen Riss aufgebracht, um eine weitere Rissverschiebung zu bemerken.“ In den vergangenen zwei Jahren war aber keine Veränderung mehr zu beobachten. Erst jetzt sind die Marken aufgerissen. Nun besteht Handlungsbedarf, aber keine Notwendigkeit zur Evakuierung. Heute werden außerdem neue Gipsmarken gesetzt, um zu schauen, ob die Fassade weiter reißt.

01.10.2018