Sprungmarken

Setzrisse in einer GBO-Liegenschaft
Ursache für die Risse im Mauerwerk war unter anderem die lang anhaltende Trockenheit der vergangenen Jahre. © SOH
Die Risse an zwei Häusern in der Hugo-Wolf-Straße sind repariert. Eine Offenbacher Firma hat im Auftrag der Eigentümerin, der GBO Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Unternehmensgruppe, mit einem Spezialverfahren den Boden nachgegründet. Ursache für die Risse im Mauerwerk war unter anderem die lang anhaltende Trockenheit der vergangenen Jahre. Der Boden hat an Volumen verloren und die Fundamente sowie das Mauerwerk setzten sich.
Dadurch entstanden Risse, die seit längerer Zeit bekannt und mit einer sogenannten Gipsmarke beobachtet wurden. Für dieses Monitoring wurden Markierungen über die Risse aufgebracht, um weitere Bewegungen der Gebäude zu beobachten. Eine Verschiebung hatte dann im Herbst 2018 dazu geführt, dass besorgte Bewohner der Liegenschaft Nummer 50 nachts die Feuerwehr alarmierten. Das Gebäude wurde mit Keilen wieder kraftschlüssig mit den sich setzenden Fundamenten gesichert. Ein beauftragter Statiker bestätigte die Standsicherheit des Gebäudes, die Mieter konnten in ihren Wohnungen bleiben.

Suspension auf Betonbasis wird eingebracht

Nachdem die Ursache für die Risse feststanden und die verschiedenen Optionen zur Behebung geprüft waren, hatte sich die Geschäftsführung der GBO für das Spezialverfahren entschieden. Bei dieser aufwendigen Vorgehensweise wird unter das Fundament per Injektion eine Suspension auf Betonbasis unter Druck eingebracht, damit der Baugrund wieder stabil ist. Die Injektionsrohre verbleiben im Boden, damit bei neuen Setzungen wieder Material eingespritzt werden kann.

Fassaden und Kellerräume werden noch in diesem Jahr instand gesetzt

Gearbeitet wurde nicht nur an der Hausnummer 50, sondern auch am benachbarten GBO-Haus, das das gleiche Schadensbild aufwies. Die Fassaden und Kellerräume sowie die Außenanlagen werden noch in diesem Jahr wieder instand gesetzt. Im Keller wird weiterhin per Monitoring beobachtet, ob sich gegebenenfalls wieder Veränderungen ergeben, um dann gleich eingreifen zu können. Insgesamt kostete die Sanierung 120.000 Euro.

20.11.2019