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Am 22. Dezember 2014 wurde das neue Bürger-Alarm-System von Stadtrat Dr. Felix Schwenke, Stefan Mohr, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Sicheres Offenbach e.V., Winfried Männche, stellvertretender Vorsitzender des Vereins und Roland Ullmann, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Südosthessen, freigeschaltet.
Das System wird seit Mai 2005 in Offenbach genutzt und konnte innerhalb der ersten Jahre einen stetigen Zuwachs an Teilnehmern verzeichnen. Offenbach war damals die erste deutsche Großstadt, die auf Anregung des damaligen Polizeipräsidenten Günter Hefner ein solches System eingeführt hat. Da die Software des Bürger-Alarm-Systems mittlerweile veraltet war, traten im letzten Jahr vermehrt technische Probleme auf. Nach langwieriger Suche hat der Förderverein Sicheres Offenbach e.V. mit Unterstützung der Polizei Südosthessen in Darmstadt das heute eingeführte System gefunden, das dort erfolgreich vom 3. Polizeirevier und der Stadt Weiterstadt betrieben wird. Der Anbieter SARCom GmbH aus St. Ingbert, bietet das System mittlerweile bundesweit an. Ab sofort steht den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ein neues System zur Verfügung, das hinsichtlich seiner Anwendung und Wartung deutlich verbessert wurde. Meldungen können zukünftig nicht nur telefonisch, sondern auch per E-Mail empfangen werden. Letzte Meldungen der Polizei können über eine Rückrufnummer sowie übers Internet abgerufen werden. Auch die Verwaltung von Kontaktdaten wie z.B. durch einen Wohnortwechsel oder die zusätzliche Angabe einer Mobilfunknummer kann nun online vorgenommen werden. Die einmaligen Kosten für die Programmierung des Systems belaufen sich auf rund 4.000,00 Euro und werden vom Förderverein Sicheres Offenbach e.V. übernommen. Die anfallenden Miet- und Unterhaltskosten von rund 17.000,00 Euro werden durch die Teilnehmerbeiträge, die nach wie vor 6,00 Euro pro Jahr betragen, abgedeckt. Das Polizeipräsidium Offenbach und der Förderverein Sicheres Offenbach e.V. sind Betreiber und Träger des Systems. Die organisatorische Abwicklung erfolgt über die Geschäftsstelle des Förderverein Sicheres Offenbach e.V. Zurzeit sind circa 4.500 Offenbacher Haushalte und circa 50 Organisationen an das Bürger-Alarm-System angeschlossen. Im Rahmen eines Kooperationsvertrages übernehmen die vier Offenbacher Wohnungsbaugesellschaften GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach, die Offenbacher Baugenossenschaft eG, die Baugenossenschaft Odenwaldring und die Nassauische Heimstätte die Zahlung der Teilnahmegebühren für ihre Mieter, wenn eine Teilnahme am System gewünscht ist. Alle teilnehmenden Mitglieder werden im Zuge der Freischaltung am 22. Dezember 2014 über die Neuerungen des Systems schriftlich durch den Förderverein Sicheres Offenbach e.V. informiert. Felix Schwenke erklärte bei der Präsentation: „Wenn in Ihrer Nachbarschaft Trickdiebe unterwegs sind, gefälschte Geldscheine im Umlauf sind oder in einem Stadtteil vermehrt Einbrüche festgestellt werden, kann eine schnelle Information Straftaten vorbeugen oder vor Schaden schützen. Ich freue mich deshalb sehr, dass uns Offenbachern ab sofort das ‚Bürger-Alarm-System‘ mit neuer Technik zur Verfügung steht. Es stärkt die Sicherheit und Prävention in unserer Stadt. Vielen Dank an den Förderverein Sicheres Offenbach und die Polizei, die das ermöglicht haben!“

Das Bürger-Alarm-System

Das Bürger-Alarm-System (kurz BAS) ist ein Informationssystem für zeitnahe, sicherheitsrelevante Mitteilungen per Telefon oder E-Mail an die jeweils angeschlossenen Haushalte und Unternehmen. Bürger und Polizei arbeiten in diesem System partnerschaftlich eng zusammen. Das BAS setzt auf moderne Technik, funktioniert aber dennoch einfach:

Die Kontaktdatendaten der angeschlossenen Teilnehmer werden mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse auf einem externen Datenserver gespeichert. Kommt es zu einem Vorkommnis, das die Information der Mitglieder notwendig macht, werden alle Anschlüsse angerufen und mit einer aufgezeichneten Sprachmitteilung informiert. Mit Hilfe des Bürger-Alarm-Systems können Bürger und Polizei auf diese Weise enger zusammen arbeiten. Gleichzeitig können Bürger eine verantwortliche Rolle wahrnehmen und sich für die Sicherheit in ihrer Stadt einsetzen. So können sie ihrerseits eine Meldung eines auffälligen Sachverhaltes an die Polizei weitergegeben, bei der dann entschieden wird, ob es notwendig ist, alle angeschlossenen Teilnehmer des Bürger-Alarm-Systems zu informieren. Fällt diese Entscheidung positiv aus, zeichnet die Polizei eine Sprachmeldung auf, die an alle angeschlossenen Teilnehmer weitergeleitet wird.