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Ina Badalus
Wirtschaftsjuniorin und Steuerberaterin Ina Badalus bei der Arbeit. © Monika Müller
Ein belastbares Netzwerk für junge Unternehmen – so beschreibt Ina Badalus den Gründercampus Ostpol. Die Steuerberaterin für regionale bis internationale Unternehmen hat es selbst erprobt. Für ihre ersten Schritte in die Selbstständigkeit griff sie auf das Angebot des Gründerzentrums zurück.

„Das ist gerade auch für Frauen sehr ergiebig“, sagt sie rückblickend. Dort werden beispielsweise auch Veranstaltungen angeboten, bei denen erfolgreiche Unternehmerinnen Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit Tipps geben und professionelle Unterstützung und Begleitung anbieten.  

Sie war im Jahr 2000 nach einem dualen Studium nach Hessen gekommen und hatte als angestellte Steuerberaterin in Frankfurt und Offenbach gearbeitet.  2014 wagte die inzwischen zweifache Mutter dann den Schritt in die Selbstständigkeit, nachdem sie sich fachkundige Unterstützung geholt hatte: Neben Angeboten des Gründerzentrums Ostpol nahm sie auch die Beratungen der IHK Stadt und Kreis Offenbach in Anspruch. Bei den Wirtschaftsjunioren, einem IHK-nahen Verband junger Unternehmerinnen und Unternehmer mit nationaler und internationaler Reichweite, engagiert sie sich bis heute.

Empfang und Telefonservice

Das erste Büro als Selbstständige bezog sie dann im Ostpol, das sie bereits von den Vorträgen und Seminaren zum Thema kannte – trotz anfänglichen Unbehagens wegen des Standortes.  „Die Ecke stand ja schon im Verruf und war etwas rauer, aber ich konnte morgens von meiner Wohnung mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und die kleinen Räume dort waren genau das Richtige für den Einstieg in die Selbstständigkeit.“ Auch das Angebot, den Empfang und den Telefonservice des Hauses für ihr Unternehmen mit zu nutzen, wusste sie sehr zu schätzen. „Hier wurde sehr achtsam mit meinen datensensiblen Steuerunterlagen umgegangen, das war mir sehr wichtig.“

 Aber auch der kommunikative Aspekt zwischen jungen Gründern und Kreativen war für Ina Badalus sehr angenehm. „Man ist nicht so alleine in seiner Selbstständigkeit“, sagt sie rückblickend, „menschlich hat das sehr gut funktioniert, beruflich durfte ich mich wegen des Datenschutzes für  meine Mandanten kaum austauschen.“ Einige Co-Mieter zählen aber heute noch zu ihren Klienten.

Umzug in die Bernardstraße

Die junge Steuerkanzlei wuchs so rasch, dass sie bald mehr Platz für die erste Mitarbeiterin und einen separaten Besprechungsraum brauchte und nach einem neuen Standort suchte.  Ihrem Wohnort Offenbach ist Ina Badalus auch beruflich weiter treu geblieben: Jetzt berät und betreut sie ihre Mandanten von der Bernardstraße aus. Sowohl Mandanten als auch Mitglieder der Wirtschaftsjunioren auf der Suche nach geeigneten Büros für eine junge Geschäftsidee empfiehlt sie von hier aus den Ostpol.

Dem ist sie auch über ihr Engagement bei den Wirtschaftsjunioren weiter verbunden. „Wir  haben dort auch schon Veranstaltungen angeboten“, erzählt Ina Badalus. Das von der IHK unterstützte Netzwerk sei eine gute Grundlage für die Entwicklung des Standortes Offenbach. Üblicherweise übernehmen dort aktive Mitglieder eigene Projekte für junge Unternehmer. Sie hat  einen „Training Day“ organisiert, ein Projekt für die Aus- und Weiterbildung, bei dem die Teilnehmer mit 16 Trainern an ihrer Weiterbildung und Selbstentwicklung arbeiten. Dabei hatl auch ein Aspekt, den sie im Ostpol zu schätzen gelernt hat, eine große Rolle gespielt: die Kommunikation untereinander und die Chance, sein eigenes Netzwerk zu knüpfen oder zu erweitern.

08.01.2019