Sprungmarken

Miniwohnung
© yellowbird / photocase.de
Die Häuser in der Birkenlohrstraße 66-70 wurden in den 1960er Jahren wie damals üblich in einfacher Bauart errichtet, um schnell Wohnraum zu schaffen. Es entstanden insgesamt 18 Mieteinheiten. Nachdem die Gebäude nicht mehr den Bedürfnissen und energetischen Anforderungen entsprechen, wird die Stadtwerke Unternehmensgruppe/Geschäftsbereich Immobilien mit einem umfangreichen Paket die Häuser und Wohnungen modernisieren.

Von Juli bis voraussichtlich November erhalten alle drei Häuser eine gedämmte Fassade, die Flachdächer werden abgedichtet und gedämmt, die Balkone saniert und die Kellerdecken erhalten eine Dämmung. Außerdem werden neue Fenster, neue Haus-Eingangstüren und eine neue Briefkastenanlage eingebaut sowie die Treppenhäuser renoviert. Das Wärmeversorgungsnetz wird samt Zentralheizung erneuert. Die Wohnungen erhalten eine kontrollierte Lüftung und Gegensprechanlagen, die Bäder werden modernisiert und die zentrale Stromversorgung wird erneuert.

Rund 1,4 Millionen Euro investiert die Stadtwerke Unternehmensgruppe/Geschäftsfeld Immobilien in den Erhalt der Liegenschaft. Für die Bewohner bedeuten neue Bäder, Balkone und Fenster sowie nicht zuletzt die vorgesehene Gegensprechanlage deutlich höheren Wohnkomfort, die Dämmung des Hauses und des Daches darüber hinaus auch geringere Heizkosten.

Mieten steigen im Anschluss moderat

Diese Verbesserungen wären auf dem freien Wohnungsmarkt für viele Mieter eine Katastrophe. Denn eine Modernisierung in diesem Umfang würde eine Mieterhöhung um mehr als satte sieben Euro erlauben.  Dies wird die Stadtwerke-Tochter Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach GBO als Hausbesitzerin aber bei Weitem nicht ausreizen, versprechen die Geschäftsführerinnen Annette Schroeder-Rupp und Daniela Matha. „Wir führen das Wort ‚gemeinnützig‘ im Namen und sind diesem auch verpflichtet“, betonen sie. Gleichwohl müssten die Mieter nach Abschluss der Arbeiten auch einen Beitrag zu ihrer gestiegenen Wohnqualität zahlen. Sie haben jetzt einen Brief erhalten, in dem ihnen zum einen die bevorstehenden Arbeiten vorgestellt werden, zum anderen aber auch eine  Mieterhöhung angekündigt wird. Sie steigt nach Abschluss der Modernisierung um etwas mehr als zwei Euro von bisher durchschnittlich 6,30 Euro auf dann im Schnitt 8,50 Euro. 

Auch damit liegen die Mieten für die zwischen rund 53 bis knapp 75 Quadratmeter großen Wohnungen noch unterhalb des Mietspiegels. Danach wird in Offenbach in vergleichbaren Liegenschaften ein Quadratmeterpreis von 9,65 Euro für die größeren und 9,80 Euro für die kleineren Wohnungen genommen. Nach Erhöhung bedeutet dies für die Bewohner der Häuser in der Birkenlohrstraße eine Grundmiete zwischen gut 470 und 615 Euro monatlich.

GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach

„Besser wohnen. Besser leben“ – diesem Motto fühlt sich die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbH seit ihrer Gründung im Jahre 1921 verpflichtet. Mittlerweile haben mehr als 20.000 Mieter in nahezu 6.000 Wohnungen der GBO ein Zuhause. Die Gesellschaft bemüht sich nicht nur um ein attraktives Angebot zu konkurrenzfähigen Preisen; auch soziale Erwägungen spielen seit jeher eine wichtige Rolle.

15. März 2018