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„Tschüss Winni“, prangte es am 14. Februar 2017 groß auf der Bühne des Capitol-Theaters in Offenbach. Weit mehr als 400 Gäste waren der Einladung von Stadt und Stadtwerkegruppe Offenbach gefolgt, um den langjährigen Geschäftsführer der GBO Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach mbH und der GBM Service GmbH Offenbach aus dem Geschäftsfeld Immobilien Winfried „Winni“ Männche in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden.
Verabschiedung Männches Saal Capitol
© Bernd Georg

Aber nicht allein die Zahl der gekommenen Gäste würdigte den über 32 Jahre währenden Einsatz des frisch pensionierten Geschäftsführers. Auch die Auswahl der Redner unterstrich die Bedeutung und den Wirkungskreis Winfried Männches. Allen voran dankte der amtierende Oberbürgermeister Horst Schneider Männche für seine Arbeit als Geschäftsführer der Gemeinnützigen Baugesellschaft und damit für die Bereitstellung von Wohnraum für mittlerweile mehr als 20.000 Mieterinnen und Mietern in dieser Stadt. Mit seinen Visionen, seinem Engagement und als herausragender Netzwerker hätte er darüber hinaus in mehr als drei Dekaden maßgeblich dazu beigetragen, in seiner Heimatstadt Offenbach Ideen in die Tat umzusetzen, zahlreiche Projekte zu realisieren und Menschen zusammenzubringen. Mit dem ostpol, dem lichtpol und den Zollamtstudios seien dank seiner richtungsweisende Institutionen für die Kreativwirtschaft entstanden. Mit der Bürgerstiftung, dem Diesterweg-Stipendium und dem Förderverein Sicheres Offenbach hat Winfried Männche sich darüber hinaus auch sozial für die Stadt stark gemacht.

Verabschiedung Winfried Männche
© Bernd Georg

Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner hob als zweiter Laudator in seiner Ansprache die Bedeutung Männches als Netzwerker hervor. Nicht nur als Geschäftsführer einer Wohnungsbaugesellschaft hätte sich Winfried Männche ausgezeichnet, sondern darüber hinaus zahlreiche Ideen und Pläne auf den Weg gebracht und zu ihrer Realisierung beigetragen. Das Spektrum reiche von der Reaktivierung der Offenbacher Traditionshäuser Capitol und Stadthalle über die Schaffung von Arbeitsraum für die Kreativen dieser Stadt, aber auch bei der Suche nach Lösungen für die Unterbringung von Flüchtlingen im Herbst 2015 war er tatkräftiger Unterstützer des Landes.

Gerhard Grandke, langjähriger Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, meldete sich als Dritter zu Wort: Er bezeichnete in seiner Ansprache Winfried Männche als Gestalter und Motor der Stadt, der immer ein gutes Gehör für die Belange der Stadt und ein Gespür für die Entwicklungen in Offenbach hatte. Als „findiger Problemlöser“ sei es dank Winfried Männches gelungen, soziale Brennpunkte wie den Lowald, den Eschig und das Hochhaus Neusalzer Straße zu verhindern. Außerdem sei es Männche zu verdanken, dass die Neue Philharmonie Frankfurt in Offenbach eine neue Heimat gefunden hat. Er persönlich sei vor allem dankbar für viele gute Gespräche und den unkonventionellen Einsatz Männches im Dienst der Stadt.

Rosi Haus, Geschäftsführerin des Ver.di-Bezirks Frankfurt und Region ließ in ihrer Ansprache 18 Jahre Zusammenarbeit mit Winfried Männche Revue passieren, beschrieb die Freude gemeinsam mit ihm Ideen zu entwickeln, aber auch zu produktiv zu streiten. Aber vor allem bezeichnete sie Männche als neben Gerhard Grandke als einen der Gründungsväter der Gesamtarbeitsnehmervertretung Offenbachs.

Zu guter Letzt kamen all jene zu Wort, die enge Wegbegleiter und Arbeitskollegen Winfried Männches waren: Stellvertretend dankte SOH-Geschäftsführer Peter Walther dem am längsten tätigen Geschäftsführer für seinen jahrelangen Einsatz in der Stadtwerkegruppe. Gemeinsam mit den Geschäftsführerkollegen überreichte er als privates Dankesgeschenk einen Aufenthalt in Hamburg, verbunden mit dem Besuch der Elbphilharmonie. Der Dank der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GBO wurde über eine Videobotschaft eingespielt. Dabei brachten sie ihren persönlichen Dank für die vielen Jahre der Zusammenarbeit zum Ausdruck. Zum Abschluss blieb auch Raum für die Dankesworte Winfried Männches, der persönlich enge Wegbegleiter hervorhob.

Winfried Männche zusammen mit Walter Suermann und Gerhard Grandke
© Bernd Georg

Beim anschließenden Get together im Atrium des Capitols wurden bei Kaffee und Kuchen noch etliche Geschichten und Anekdoten der gemeinsamen Zusammenarbeit erzählt und Dankesworte gesprochen, die in den großen Ansprachen keinen Raum fanden und dennoch für jeden einzelnen der Erinnerung wert sind.

20.02.2017