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Mehreren Generationen von Offenbachern hat sie ein Zuhause gegeben, sie hat sich dagegen gestemmt, dass die Mietpreise in der Stadt explodieren und sie engagiert sich erfolgreich für ein soziales Miteinander in der Stadt: Die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach, die heute zu den Stadtwerken Offenbach gehört, wurde vor 100 Jahren gegründet.

Von Anfang an hatte sie die Menschen mit einem geringen Einkommen im Blick. Im Lauf der Jahrzehnte weitete sich aber der Blickwinkel der Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen und der Stadt. Mit jeder Wohnung, die während der vergangenen 100 Jahre hinzukam, wuchs auch die Bedeutung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft für ganz Offenbach. Damit wurde nicht nur ein Zuhause für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen, sondern auch die Höhe der Mieten insgesamt positiv beeinflusst.

Und es sind nicht nur Wohnungen, die von dem heute rund 70 Köpfe zählenden Mitarbeiterteam verwaltet, gepflegt und neu gebaut werden: Im Bestand sind auch Immobilien, die für den Zusammenhalt einer Stadtgesellschaft Bedeutung haben. Ob Stadthalle, Ostpol oder Künstlerhaus Rumpenheim - diese teilweise traditionsreichen Gebäude bieten Räume, in denen Kultur, Wirtschaft, Kunst sich entfalten können.

GBO feiert mit weitgehend kontaktlosem Programm

Solch eine Tradition schreit geradezu nach Feiern: nach Musik und Comedy, Spiel und Unterhaltung, Sekt und Selters, Häppchen und Bratwurst. Für die Mieter sowieso, aber auch für alle interessierten Offenbacher – dachte sich im Jahr 2019 das Jubiläums-Gremium. Im Frühjahr 2020 wurden wegen der Corona-Pandemie alle bis dahin getroffenen Vorbereitungen für die großen Veranstaltungen abgesagt. Geblieben ist ein kleines, aber feines und weitgehend kontaktloses Programm, mit dem auf die Bedeutung und Vielfalt der städtischen Wohnungsbaugesellschaft hingewiesen werden soll.

Da sich die 14 Unterzeichner des Gründungsvertrages erst am 31. Dezember 1921 zur Unterschrift trafen, wird die GBO während des gesamten Jahres 2021 immer wieder an ihr Jubiläum erinnern.

Fotowettbewerb zum Auftakt

Der Auftakt ist bereits gemacht und galt selbstverständlich den Menschen, die in den GBO-Wohnungen leben und aus den Liegenschaften ein Zuhause machen. Was dieses Zuhause für sie bedeutet, wollte die GBO mit einem Fotowettbewerb erfahren und rief dazu auf, entsprechende Bilder einzusenden.

Die Kreativität hat alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Offenbach, die über die Einsendungen abgestimmt haben, sehr gefreut: Von der Verlobung auf dem Balkon über die magazinreife Inszenierung des eigenen Wohnzimmers bis hin zur Fotocollage über das Familienleben in der kuscheligen Mietwohnung zeigen die Aufnahmen, wie verbunden viele der Menschen mit ihrer Wohnung bei der GBO sind.

Rund 100 Mieterinnen und Mieter haben uns Aufnahmen von ihrem Zuhause und dessen Umfeld geschickt. Aufnahmen von der Balkonbepflanzung im Sommer waren ebenso dabei wie Bilder im Schnee auf der Rasenfläche vor dem Haus. Gewonnen hat Familie Grondys mit einer Collage mit dem Titel „Zuhause ist dort, wo meine Familie ist“. Platz 2 belegte Familie Nedanoski: Das Bild zeigt den siebenjährigen Niko, der in seinem Kinderzimmer das GBO-Haus, in dem er wohnt, aus Karton nachgebaut hat. Auf Platz 3 ist ein Foto von Maria Di Bono, die eine Aufnahme ihres perfekt eingerichteten Wohnzimmers eingereicht hat. Die Gewinner haben Geldpreise erhalten, außerdem wurden an die folgenden 17 Plätze Gutscheine für das Bürgerhaus Rumpenheim und die Kaffeerösterei Laier verschickt.

Programm zeigt Bedeutung für die Stadt

Die größte Vermieterin in Offenbach, die zu 94 Prozent zur Stadtwerke Offenbach Holding und zu sechs Prozent der Stadt gehört, wird in den kommenden Monaten auch auf einzelne Gebäude in ihrem Bestand hinweisen, die für ein besonderes Engagement stehen und sie wird auf verschiedenen Wegen über ihre Tradition informieren und ihre heutige Bedeutung in der Stadt aufzeigen. Je nach Entwicklung der Pandemie hofft die GBO auch noch zu der einen oder anderen Veranstaltung einladen zu können. Dies würde dann kurzfristig angekündigt.

25. Februar 2021