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Mitarbeiter einer Gartenbaufirma pflanzen Bäume am Nordring
An der Hafenallee und am Nordring haben die Pflanzarbeiten für eine doppelte Baumreihe vom Goethering bis zur Taunusstraße begonnen. Gepflanzt werden verschiedene robuste Arten und Sorten, die den Folgen des Klimawandels standhalten können. © Bernd Georg
In der Hafenallee und in der Anliegerstraße Nordring haben die Pflanzarbeiten begonnen. Zwischen Goethering und Taunusstraße lässt die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH zweireihig rund 110 Laubbäume pflanzen. In Absprache mit dem Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, Referat Stadtgestaltung und Stadtgrün, setzt das Stadtwerke-Unternehmen dabei nicht nur auf eine einzige Baumart, sondern lässt in einem Pilotprojekt verschiedene Arten besonders robuster, anpassungsfähiger Stadtbäume pflanzen. Durch diese Diversität soll sichergestellt werden, dass die Baumreihen auch beim Ausfall einer Baumart den Folgen des Klimawandels standhalten können.

Fußgängerüberweg und Bushaltestelle werden noch eingerichtet

Die Arbeiten an der Trasse der Hafenallee sind weitgehend abgeschlossen. In Höhe des zur Hafeninsel führenden Elisabeth-Selbert-Stegs werden noch ein Fußgängerüberweg mit Signalanlage und eine weitere Bushaltestelle eingerichtet. Die im 15 Minuten-Takt verkehrende OVB-Linie 108 bedient dann zwischen Goethering und Carl-Ulrich-Brücke insgesamt vier Haltepunkte.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird ebenfalls noch der Kreuzungsbereich in Höhe der Walter-Spiller-Brücke überarbeitet werden. Die direkte Zufahrt zur Hafeninsel kann erst geschaffen werden, wenn das derzeit noch genutzte Bürogebäude in diesem Bereich abgerissen ist.   

Baumpflanzung entlang der Hafenallee hat begonnen

Auch der Rückbau des Nordrings im Wohnbereich zwischen Lili- und Taunusstraße zum verkehrsberuhigten Bereich nähert sich dem Ende. Auf dem letzten, östlichen Teilstück der parallel zur Hafenallee verlaufenden Anliegerstraße, dem Abschnitt zwischen Ludwigstraße und Taunusstraße/ Hafenschule, sind noch die Bagger im Einsatz. Hier müssen anschließend die Fahrbahndecke aufgetragen und die Parkfelder mit den schräg angeordneten Stellplätzen angelegt werden.

Unterdessen hat im Westen, zwischen Goethering und Lilistraße, das Raunheimer Gartenbauunternehmen Fichter mit der Baumpflanzung entlang der Hafenallee begonnen. Der Grünzug verläuft in diesem Abschnitt zunächst auf der Hafenseite. Etwa in Höhe der Lilistraße, nach dem Energieversorger EVO, schwenkt die Hafenallee ein Stück Richtung Norden. Ab hier liegen die Baumreihen dann zwischen der Hafenallee und dem Nordring und setzen sich bis zur Taunusstraße sowie weiter bis zur Carl-Ulrich-Brücke fort.

Gepflanzt wird in den kommenden drei Wochen von Osten nach Westen zunächst in drei Abschnitten zwischen Goethering und Taunusstraße. Je nach Baufortschritt im letzten Teilstück wird der Baumstreifen dann etwa ab Ende März, Anfang April, zwischen Ludwigstraße und Taunusstraße beziehungsweise Hafenschule fortgeführt. 

Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte des Hafenviertels

Die doppelte Baumreihe mit ihrem Alleen-Charakter soll den Wohnbereich des Nordends von der vielbefahrenen Durchgangsstraße abschirmen. Die Verlagerung des Durchgangsverkehrs vom Nordring in die neue Hafenallee und der Rückbau des Nordrings zur „Wohn- und Spielstraße“ zählen zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten des Hafenviertels. Bauherrin ist die OPG als Erschließungsträgerin des Hafens Offenbach. Der Bau der Anliegerstraße wird mit finanziellen Mitteln des Bund-Länder-Programms „Sozialer Zusammenhalt“ (vormals HEGISS) finanziert und soll bis Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein.

„Mit dem Grünzug und dem verkehrsberuhigten Bereich möchte die Stadt die Aufenthaltsqualität vor den Wohnhäusern erhöhen und den hier lebenden Menschen und den Bürgerinnen und Bürgern Offenbachs ihren öffentlichen Raum zurückgeben.“
Planungs- und Umweltdezernent Paul-Gerhard Weiß:

„Hafenallee, Grünzug und Anliegerstraße bilden ein wichtiges Bindeglied zwischen Hafen und Gründerzeitviertel. Mit der Hafenallee haben wir die früher über den Nordring verlaufende Hauptverkehrsachse ein Stück weit von den Wohnhäusern des Nordends weggerückt. Zusammen mit dem Baumstreifen sorgt das für Lärmentlastung der Anwohnerinnen und Anwohner.“
OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha

Großkronige, trockenheitsverträgliche Bäume

Bepflanzt wird der Grünzug nach den Plänen der Landschaftsarchitekten von Ramboll Studio Dreiseitl in enger Absprache mit der Stadt Offenbach. Das Überlinger Büro entwickelt für die OPG die gesamte Freiflächengestaltung des Hafenviertels. Für den zweireihigen Streifen werden insgesamt rund 110 Bäume mit einem Stammumfang von 20 bis 25 Zentimetern gepflanzt. Sie haben ähnliche Wuchseigenschaften, werden im ausgewachsenen Zustand bis zu 20 Meter hoch und entwickeln mit ihren großen Kronen ein stattliches Baumdach.

Ziel des Pilotprojektes ist es, mit einer größeren Vielfalt an widerstandsfähigen Baumarten im urbanen Raum ein hohes Maß an Klimaresilienz zu erreichen. Angesichts immer länger andauernder Trockenperioden müssen diese „Klimabäume“ nicht nur winterhart, sondern auch besonders anpassungsfähig und stresstolerant gegenüber Hitze, Luft- und Bodentrockenheit sein.

Bienen und Insekten profitieren von unterschiedlichen Blühzeiten

Ausgewählt wurden dazu insgesamt sieben Eichen-, Linden- und Ahorn-Arten beziehungsweise -Sorten. Sie werden innerhalb des Grünzuges im Wechsel gesetzt, wobei eine Baumart jeweils im Block am Anfang und Ende der Pflanzung stehen und der Anlage damit eine gewissen Geschlossenheit geben wird. Gewünschter Nebeneffekt dieser Biodiversität: Die Stadtbäume mit ihren unterschiedlichen Blühzeiten sind besonders bienen- beziehungsweise insektenfreundlich.

In den Kreuzungsbereichen, wie etwa an der Heyne-Fabrik, werden die Baumscheiben und die Pflanzkübel entlang der Anliegerstraße noch mit Stauden und Gräsern unterpflanzt bzw. begrünt.

04. März 2021