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Auf der Inselspitze der Hafeninsel werden Bäume gepflanzt
Die Arbeiten für den Park in den Spitze der Hafeninsel schreiten voran: Mitarbeiter des Stadtservice haben die ersten Bäume gepflanzt. © georg-foto.de
Für den Inselpark im Hafen Offenbach werden nicht nur Bäume und Gehölze gepflanzt, sondern auch eine Bienenweide mit Wildkräutern angesät. Schon nächstes Jahr könnte die Grünanlage erstmals für eine Zwischennutzung geöffnet werden und zu festgelegten Zeiten Naherholung und Naturerlebnis bieten.
Partystrand war gestern: Bis 2015 wurden hier noch heiße Clubnächte gefeiert. Und bei Cocktails, Sonne und Elektrosound ließ es sich prächtig chillen. Der Beachclub ist Vergangenheit, doch die exponierte Wasserlage und der einmalige Skylineblick sind geblieben. Und relaxen lässt es sich an der Spitze der Offenbacher Hafeninsel auch bald wieder, dann allerdings nicht mehr bei Rave-Musik, sondern bei Vogelgezwitscher und summenden Bienen im neuen „Park in den Dünen“.

"Park in den Dünen" entsteht auf 10.000 Quadratmetern

Bereits im vergangenen Sommer hat die OPG Offenbacher Stadtentwicklungsgesellschaft mbH in einer ersten Bauphase damit begonnen, die alte Industriebrache nach der Zwischennutzung durch den Kingka-Beachclub in einen Inselpark zu verwandeln. Das Immobilienunternehmen der Stadtwerke erschließt, entwickelt und vermarktet Offenbachs neues Hafenviertel.

Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern entsteht nach den Plänen des  für seine Gestaltung der Hafen-Freiflächen ausgezeichneten Büros Ramboll Studio Dreiseitl und in Abstimmung mit dem städtischen Referat Stadtgestaltung und Stadtgrün eine öffentliche Grünanlage mit attraktiven Naherholungsangeboten wie Dünenoase, Uferboulevard oder Picknickwiese. Eine standortgerechte Vegetation soll Vögeln und anderen Tieren neuen Lebensraum und den Parkbesucherinnen und Parkbesuchern Ruhe,  Entspannung und Naturerlebnis bieten.

Bäume und Gehölze werden gepflanzt

Das westliche Ende der Hafeninsel ist inzwischen kaum wiederzuerkennen. Geschwungene Wege ziehen sich durch eine sanfte Hügellandschaft. Die neue Topographie war im vergangenen Jahr mit schwerem Baugerät modelliert, dazu Wege angelegt, Leitungen verlegt und die Bootspromenade entlang des Hafenbeckens bis in das Parkgelände hinein verlängert  worden.

Jetzt ist im Auftrag der OPG der Stadtservice der Stadtwerke dabei, Bäume und Gehölze zu pflanzen. Bis zur Öffnung des Parks sollen sie gut angewachsen sein.

Öffnung möglicherweise schon 2022

Dass der Park erstmals geöffnet wird, könnte schon früher der Fall sein als ursprünglich geplant, also noch vor Beginn der zweiten Bauphase. Mit ihr soll erst begonnen werden,  wenn die von der Zech Group SE unter dem Titel „Die Macherei“ geplanten Hochhäuser am Übergang zum „Park in den Dünen“ stehen.

Auch, wenn nächstes Jahr die letzten Nutzschichten der Bodenbeläge und Wege oder auch die Sandfläche der Dünenoase noch fehlen und es bis dahin ebenfalls noch keine Parkbeleuchtung geben wird: „Wir denken darüber nach, den abgezäunten Inselpark schon 2022 zu öffnen und ihn zumindest zu festgelegten Zeiten zugänglich zu machen“, erklärt OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha.

An einem Konzept für diese Zwischennutzung wird bei dem Stadtwerke-Unternehmen gerade gearbeitet. Dazu gehört auch, während der Öffnungszeiten eine Tagesbar mit Getränkeausschank beziehungsweise ein Pop-Up-Café anzubieten. Die OPG steht hierüber in Verhandlungen mit einem Interessenten.

Flächendeckende Begrünung - "Energiewald" als Provisorium

Jetzt wird das Areal erst einmal flächendeckend begrünt. Entlang des Hauptweges und unweit der späteren Dünenoase im Süden des Parks  werden 20 zwischen drei und vier Meter hohe Kiefern mit einem Stammumfang von 20 bis 25 Zentimetern gepflanzt.

Im Zentrum der Anlage, der späteren Picknickwiese, entsteht als Provisorium ein „Energiewald“ aus fünf verschiedenen Pappel-Sorten. Die schnell wachsenden Gehölze werden dem Energieversorger EVO zur Energiegewinnung dienen – bis sie in der zweiten Bauphase des Inselparks  der zentralen Aufenthaltswiese weichen müssen. Ziel dabei ist es, die Fläche nicht so lange brach liegen zu lassen. 

Der nördliche Bereich entlang des Mainufers wird mit einheimischen Gehölzen flächendeckend bepflanzt. Dort werden 40 Eichen, Erlen und Vogelkirschen unterschiedlicher Größen wachsen. Die Bäume sind zwischen einem und zwei Metern sowie zwischen drei und vier Metern hoch. Dazu werden 1.400 Sträucher verschiedenster Arten gesetzt, von der Weide und der Kornelkirsche bis zum Hartriegel und der Dünenrose.

Artenreiche Bienenweide aus Wildkräutern

Auf sämtlichen noch nicht bepflanzten Flächen wird eine artenreiche „Bienenweide“ angesät. Die Wildkräuter auf diesen Wiesen, von der Nickenden Distel über die Wilde Möhre bis zum Scharfen Hahnenfuß, aber auch Kulturarten wie Dill und Borretsch oder Fenchel und Hopfenklee bieten mit ihrem Nektar und ihren Pollen ein gutes Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge.

Weitere Pflanzungen insbesondere im Süden und auf der schrägen Böschung zur Hochhausbebauung sind im Zuge der zweiten, abschließenden Bauphase geplant. Dann werden auch alle Rasen- und Sandflächen hergestellt sein und ebenfalls Beleuchtung und Bänke zur Verfügung stehen.

Die von der OPG mit den Pflanzarbeiten beauftragte Abteilung Service Öffentlicher Raum des Offenbacher Stadtservices stellt bei der Anlage des Parks ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Johannes Irgel, zuständiger Abteilungsleiter Straßenreinigung und Grünwesen: „Das ist ein tolles Erlebnis, einen ganzen Park zu gestalten.“ Der Stadtservice pflanzt den „Park in den Dünen“ nicht nur, er wird die Anlage im Auftrag der Stadt auch pflegen.     

20. März 2021