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Die Zweitklässler der Hafenschule wünschen sich Wasserspiele und ein Rutsch- und Kletterhügel im Gutsche-Park. Ihre Ideen haben sie gemeinsam mit den Architekten und Gestaltern erarbeitet und festgehalten.
Schüler spielen im Hafen Offenbach.
Ortsbegehung: Die jungen Grundschüler setzten sich mit den Besonderheiten des Spielplatz-Standortes im Hafen auseinander. © Sandra Pawlik

Viel Raum für Kinder aller Altersgruppen

Oskar Gutsche hätte sicherlich seine Freude daran, könnte er sehen, mit welchem Eifer sich 13 Jungen und Mädchen aus der Hafenschule  einbringen, um ihren neuen Spielplatz am Hafenbecken mitzugestalten. Ganz im Sinne des ehemaligen Gartenbaudirektors, nach dem der neue, rund 5500 Quadratmeter große Park benannt wird, schafft die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus der Stadtwerke-Gruppe in einem ersten Bauabschnitt zwischen dem Blauen Kran und der Fußgängerbrücke viel Raum für Kinder aller Altersgruppen zum Rutschen und Klettern, zum Schaukeln und Spielen mit Wasser und Sand.
Das Konzept dazu entwickelt das Überlinger Büro „Ramboll Studio Dreiseitl“  in Abstimmung mit dem Offenbacher Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement. Die Landschaftsarchitekten vom Bodensee zeichnen für das gesamte Freiraumkonzept des Offenbacher Hafens verantwortlich.

Kinder gestalten mit Lehm.
Dem Wasser auf der Spur: Hafenschüler beim Bau einer Lehmstraße. © Sandra Pawlik

Das Element Wasser im Mittelpunkt

Bis zum Herbst 2017 soll der Spielplatz sowohl den Kindern aus dem Hafenviertel als auch den Jungen und Mädchen aus dem benachbarten Nordend zur Verfügung stehen. In dem dicht bebauten Gründerzeitviertel gibt es nur wenige öffentliche Spielflächen. Mit einem großen Wasserspielbereich wird der neue Spielplatz auf die Besonderheiten der Umgebung, das Hafenbecken und das Flussufer,  reagieren. Mit dem Element Wasser setzten sich auch die 13 Zweitklässler der Hafenschule zusammen mit ihrer Schulleiterin Bianca Kindermann auseinander -  im Unterricht wie auch in einem dreiteiligen Workshop der OPG.

Unter der Regie des Architekturbüros erkundeten sie zunächst den künftigen Standort des Spielplatzes und bauten anschließend in der Kressmann-Halle eine Lehmstraße auf, um sich den Fluss des Wassers besser veranschaulichen zu können. Anschließend brachten sie mit großem Engagement ihre Ideen für die bunten Haltegriffe des geplanten Rutsch- und Kletterhügels zu Papier und fertigten nach diesen Entwürfen Tonformen an. Aus diesen Formen werden nun mit Silikon Negative abgegossen, die anschließend mit Polyurethanharz gefüllt werden.  An einem Aktionstag im Frühjahr werden die Hafenschüler dann dabei helfen, die fertigen Griffe in den Hügel einzubauen.

Fertigstellung erfolgt 2017

Mit dem Workshop möchte die OPG die Identifikation der Kinder mit ihrem neuen Spielplatz erhöhen. Die Anlage wird nächstes Jahr im östlichen, rund 2000 Quadratmeter großen Bereich des Gutsche-Parks nahe der neuen Hafenschule entstehen. Der westliche, rund 3500 Quadratmeter große Teil wird erst in den Folgejahren parallel zum Hochschulbau der HfG entwickelt.

Der Park zwischen Hafenbecken und Mainradweg soll ein weiteres verbindendes Element zwischen Hafen und Nordend und ebenfalls ein Ausflugsziel nicht nur für die Offenbacher sein.
Der Name der Grünanlage erinnert an den 1938 verstorbenen Offenbacher Gartenbaudirektor Oskar Gutsche, auf den nicht nur der Leonhard-Eißnert-Park und der Ausbau des Grüngürtelrings, sondern auch eine Reihe von Spielplätzen zurückgehen. Unter der Verantwortung Gutsches entstanden ab  1911 in Offenbach insgesamt rund 96 Hektar Grünanlagen.      

24.11.2016