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Luftbildansicht der Hafenallee
Luftbild der Hafenallee. © SOH/georg-foto.de
Endspurt an der Hafenallee: Die neue Ost-West-Verbindung befindet sich in der letzten Bauphase. Bis Sommer 2019 soll die Trasse komplett fertig sein und vom parallel verlaufenden Nordring den Durchgangsverkehr aufnehmen. Die Hauptverkehrsachse rückt damit ein Stück von der Wohnbebauung des Nordends weg. Zeitgleich wird bis Spätherbst 2019 der Nordring verkehrsberuhigt und zu einer „Wohn- und Spielstraße“ zurückgebaut.

Das östliche, bereits fertiggestellte Teilstück zwischen Kaiserstraße und Taunusstraße veranschaulicht bereits, wie der weitere Verlauf des Straßenraums zwischen Hafenviertel und Nordend einmal aussehen wird: In Richtung Goethering reihen sich auf der rechten, nördlichen Seite der Hafenallee parallel zu Fahrbahn Parkbuchten und Bäume. Auf der linken, südlichen Seite erstreckt sich zunächst ein doppelreihiger Baumstreifen, dann ein Parkbereich mit quer angeordneten Stellplätzen. Daran schließt sich ebenerdig und ohne Bürgersteig eine bis zu den Hausfassaden reichende Anliegerstraße an.

Fachleute erläuterten weiteren Ablauf des Bauprojekts

Fachleute der beteiligten Ingenieurgesellschaften Schüßler-Plan und CDM Smith sowie der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH erläuterten jetzt vor interessierten Bürgerinnen und Bürgern den weiteren Ablauf des Bauprojektes. Die OPG aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe ist Bauherrin und Erschließungsträgerin. Im Auftrag der Stadt entwickelt und vermarktet sie den Hafen Offenbach.

Der Bau der fast einen Kilometer langen Hafenallee auf der Trasse der Erschließungsstraße des einstigen Industriehafens und der Rückbau des Nordrings zählen wie Schule und Kita, Hafenzentrum und Spielplatz zu den Infrastrukturprojekten des neuen Hafenviertels, die auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Nordends zugutekommen.

Mehr Aufenthaltsqualität und Schutz vor Straßenlärm

Mit der Verlagerung des Durchgangsverkehrs nach Norden und der Abschirmung der Anliegerstraße durch eine doppelte Baumreihe will die Stadtwerke-Gesellschaft OPG die Menschen in den unmittelbar angrenzenden Wohnhäusern etwas vom Straßenlärm entlasten. OPG-Bereichsleiterin Božica Niermann: „Mit dem Umbau des Nordrings zum Verkehrsberuhigten Bereich wollen wir die Aufenthaltsqualität vor den Häusern erhöhen und Erwachsenen wie Kindern wieder ein Stück Straßenraum zurückgeben.“

Gebaut wird jedoch nicht in Verlängerung des bestehenden Teilstücks, sondern von West nach Ost, also vom Goethering in Richtung Kaiserstraße/Carl-Ulrich-Brücke.

Die Trasse der Hafenallee soll bis Juni 2019 komplett fertig sein. Dann kann die provisorisch verlegte, 300 Meter lange Baustraße zwischen Goethering und Boxclub Nordend wieder beseitigt werden. Der Verkehr auf diesem westlichen, letzten Bauabschnitt der Hafenallee fließt dann auf einem erneuerten Teilstück des alten Nordrings unmittelbar am Energieversorger EVO entlang. Die Baumreihe in diesem westlichen Abschnitt wird nicht mehr auf der Südseite der Hafenallee, sondern auf der Nordseite parallel zur Hafenbebauung verlaufen.

Umbau des Nordrings ab 2019

Parallel zur Fertigstellung der Hafenallee beginnt bereits Anfang 2019 der Umbau des Nordrings in Höhe der Wohnbebauung. Von Januar bis Mai 2019 wird das Teilstück zwischen Lilistraße und Ludwigstraße, von Mai bis November 2019 der Abschnitt zwischen Ludwigstraße und Taunusstraße gebaut. Mit den abschließenden Baumpflanzungen sollen Hafenallee und neue Anliegerstraße bis zum Jahresende 2019 fertiggestellt sein.

Die Anwohnerinnen und Anwohner müssen sich in dieser Zeit auf wechselnde, geschotterte Zufahrten sowie im jeweiligen Bauabschnitt auf Lärm, Staub und Vibrationen einstellen, weil der Straßenunterbau des Nordrings erneuert und mit Rüttelplatten verfestig werden muss.

Kanal wird saniert, neue Parkplätze entstehen

Der Mischwasserkanal des Nordrings wird saniert, die Hausanschlüsse bleiben erhalten. Die Hafenallee hat ein eigenes Entwässerungssystem erhalten. Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle sind hier getrennt verlegt worden.

Parkplätze, die wegen der Bauarbeiten wegfallen, werden im Nordring je nach Baufortschritt abschnittsweise verlagert. Am Ende wird es durch die Querausrichtung der Stellflächen und die neuen Parkbuchten entlang der Hafenallee eher mehr als weniger Parkplätze geben.

Schrittgeschwindigkeit in der Anliegerstraße

Im neuen Verkehrsberuhigten Bereich müssen Autofahrer auf Fußgänger und Radfahrer besondere Rücksicht nehmen und dürfen nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Der Charakter als „Wohn- und Spielstraße“ wird mit der Markierung der Fahrbahn durch ein Rautenraster betont. Über weitere Möglichkeiten der Kennzeichnung wird noch nachgedacht.

Unmittelbar vor den Häusern wird ein schmaler Pflasterstreifen mit Pflanzkübeln und Sitzbänken entlang führen. Über die Fußwegverbindung soll ebenfalls noch einmal nachgedacht werden. Üblicherweise sollen die Fußgänger in einem Verkehrsberuhigten Bereich die Straße nutzen können. Doch schon jetzt laufen viele Passanten im fertiggestellten Abschnitt lieber zwischen den Bäumen entlang.

Neuer Radweg entsteht

Von West nach Ost wird ein Radweg den Fußweg auf der Hafenseite bis in Höhe der Lilistraße begleiten. Radfahrende können dann entweder zum Mainradweg entlang des Hafenbeckens abbiegen oder an dieser Stelle die Hafenallee überqueren und dann den Verkehrsberuhigten Bereich in Richtung Innenstadt befahren.

Etwa 2019/2020 werden sie dabei vor allem in der Taunusstraße eine bequeme und besser geschützte Verbindung in die City vorfinden. Im Auftrag der Stadt wird die OPG die Taunusstraße zur Fahrradstraße umgestalten.

Um Schleichverkehr parallel zur Hafenallee zu vermeiden, soll ein Teilstück der neuen Anliegerstraße als Einbahnstraße ausgewiesen werden. Die Zufahrten von der Allee zum Nordring werden so weit wie möglich verengt.

Elternhaltestelle bleibt

Verkehrsinseln entlang der Hafenallee werden Fußgängerinnen und Fußgängern die Querung erleichtern. Die 2017 noch provisorisch angelegte „Elternhaltestelle“ in der Anliegerstraße mit eigens ausgewiesenen Haltezonen für Mütter und Väter, die ihre Kinder zur Hafenschule oder zur Kita bringen, bleibt erhalten und wird dauerhaft angelegt.

Bereits zum Fahrplanwechsel ab 9. Dezember verbessern die Stadtwerke und ihre Offenbacher Verkehrs-Betriebe die ÖPNV-Anbindung von Hafen und Nordend. Die zwischen „Marktplatz“ und „Kaiserlei-Westseite“ verkehrende Buslinie 108 wird die drei Haltestellen an der Hafenallee dann nicht mehr im 30-Minuten-Takt, sondern im 15-Minuten-Takt bedienen und damit einen häufigeren Anschluss an die S-Bahn-Stationen ermöglichen.

Bürgertelefon für Anwohner eingerichtet

Für die Anwohnerinnen und Anwohner des Nordrings wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Sie können sich bei allen Fragen zur Baustelle an die Hotline 0170 8510468 wenden.

30.10.2018