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Visualisierung kap bei Nacht
Die Visualisierung zeigt das Quartier Inselspitze bei Nacht. © schneider+schumacher
Der Projektentwickler Deutsche Wohnwerte und der Endinvestor Gustav Zech Stiftung setzen das Quartier Inselspitze im Hafen Offenbach um. Am Freitag, 19. Mai, wurde der Entwurf der Presse vorgestellt. Ein Hotelturm, ein Büroturm, ein weiteres Bürogebäude und ein Gebäude mit Fitness- und Wellness-Bereich sowie Gewerbeflächen sind vorgesehen.

Vielfältiges Quartier mit hoher städtebaulicher Qualität

Mit ihrem Entwurf „kap- Inselspitze Hafen Offenbach“ hat die Arbeitsgemeinschaft aus Gustav Zech Stiftung, Deutsche Wohnwerte GmbH & Co. KG, den Frankfurter Architekten schneider+schumacher und dem Landschaftsplaner Ramboll Studio Dreiseitl sowie den Ankernutzern DESIGN OFFICES GmbH und ATLANTIC Hotelgruppe im Investorenauswahlverfahren überzeugt. Das Auswahlverfahren mit städte- und hochbaulicher Studie wurde von der Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG ausgelobt und von der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) betreut. Beide Unternehmen gehören zum Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe (SOH).

Ziel des Verfahrens war es, auf der Inselspitze ein vielfältiges Quartier mit hoher städtebaulicher Qualität zu errichten. Auch der Übergang zum öffentlichen Raum – vor allem zu dem von der OPG geplanten Park in den Dünen – zu sollte stimmig sein, wie OPG-Geschäftsführerin Annette Schroeder-Rupp betonte.

Hotelturm, Arbeitswelten und Freizeitangebote entstehen

Diesem Ziel wird der Entwurf von Gustav Zech Stiftung, Deutsche Wohnwerte, schneider+schumacher und Ramboll Studio Dreiseitl gerecht. Die Arbeitsgemeinschaft plant einen lebendigen Kosmos am Wasser. Das Ensemble mit drei Hochpunkten weist eine hohe städtebauliche und atmosphärische Qualität auf. „Das komplette Nutzungskonzept ist sehr schlüssig, klar und vielversprechend“, lobte OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha auf dem Pressetermin.

Visualisierung kap: Büro- und Hotelturm
Links im Bild ist der Hotelturm zu sehen, rechts der Büroturm. © schneider+schumacher

Die äußere Spitze der Bebauung markiert ein 75 Meter hoher Hotelturm, der ein 4-Sterne-Plus-Business-Hotel der Bremer ATLANTIC Gruppe beherbergen wird. Der 62 Meter hohe Büroturm  wird von DESIGN OFFICES aus Nürnberg betrieben werden und innovative Arbeitswelten bieten.  Diese Arbeitswelten seien an die sich wandelnden Arbeitsbedingungen angepasst, so Michael Schmutzer, CEO von DESIGN OFFICES. „Es wird Orte zum fokussierten Arbeiten, für Collaborate Working, für Konferenzen und zum Socializing geben. Unsere Botschaft ist: Du kannst im Sessel in der Lounge arbeiten, oder eine ganze Büroebene mieten.“

Darüber hinaus wird ein etwa 40 Meter hohes Gebäude mit inspirierenden Arbeits- und Gestaltungsräumen  entstehen. In einem etwa 20 Meter hohen Gebäude sind ein großer Fitness- und Wellness-Bereich, Läden und Gastronomie sowie eine Tiefgarage für Mieter und ein öffentlich zugängliches Parkhaus vorgesehen.

Jury hat einstimmig entschieden

Die Gebäude, so Till Schneider, Geschäftsführer von schneider+schumacher werden „positioniert wie auf einem Klassenfoto – die kleinen nach vorne und die Hochhäuser zum Main hin“. In der Mitte des Ensembles wird ein zentraler Platz entstehen. Eine schräge Wiesenfläche mit Sitz- und Liegemöglichkeiten schafft einen fließenden Übergang in die Parklandschaft. Auch nach ihrer Fertigstellung werden die Gebäude Eigentum der Gustav Zech Stiftung bleiben. Die Ankermieter DESIGN OFFICES und die ATLANTIC Hotelgruppe werden die Flächen dann von der Zech Stiftung anmieten.

Architekt Till Schneider von schneider+schumacher
Till Schneider, Architekt und Geschäftsführer von schneider-schuhmacher präsentiert den Entwurf. © Bernd Georg

Das Votum der Jury fiel einstimmig für die Arbeitsgemeinschaft von Zech Stiftung, Deutsche Wohnwerte, schneider+schumacher und Ramboll Studio Dreiseitl aus. „Dass der Entwurf der Beste ist, ist in der Jury unbestritten“, so Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider. Das neue Quartier werde dazu beitragen, Offenbach nicht nur als attraktiven Wohnort sondern auch als innovativen Unternehmensstandort zu etablieren. Das „kap“, so Horst Schneider, werde zu einem sichtbaren Symbol des Strukturwandels in Offenbach werden und über enorme Strahlkraft in die Region verfügen.

Überzeugt hat die Jury neben dem Entwurf selbst auch das Vermarktungskonzept, das einen hohen Detailierungsgrad und einen gut auf den Standort Offenbach abgestimmten Nutzungsmix aufweist. Für einen Großteil der Flächen sind bereits konkrete Nutzer vorgesehen, die gut in die Struktur des Hafens Offenbach passen.

Wann beginnt der Bau und wann werden die Gebäuder fertig gestellt?

Wann beginnt der Bau und wann werden die Gebäuder fertig gestellt?

Bis Ende 2017 soll der Grundstückskaufvertrag zwischen der Mainviertel-Gesellschaft der Stadtwerke-Gruppe und dem Investor unterzeichnet sein. 2019 kann dann voraussichtlich mit dem Bau begonnen werden. Die Arbeitsgemeinschaft rechnet mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren.

Wer hat am Investorenauswahlverfahren teilgenommen?

Wer hat am Investorenauswahlverfahren teilgenommen?

Neben der Zech Stiftung hatten sich in der finalen Phase noch drei weitere Bietergemeinschaften am Investorenauswahlverfahren beteiligt: die PRIMUS Developments GmbH – bereits mit dem Bau des Teilquartiers „Marina Gardens“ auf der „Festlandseite“ des Hafens Offenbach tätig - in Zusammenarbeit mit Ingenhoven Architects, S&G Development GmbH in Zusammenarbeit mit Koschany+Zimmer Architekten und SSN Group AG in Zusammenarbeit mit Franken Architekten GmbH.

Können die anderen Entwurfe eingesehen werden?

Können die anderen Entwurfe eingesehen werden?

Alle Beiträge werden der Öffentlichkeit bei einer Ausstellung in der alten Hafenmeisterei am 02. und 16. Juli 2017 vorgestellt und auch im Rahmen der Tage der Industriekultur am 12. Und 13. August 2017 zu sehen sein.

Wie war die Jury besetzt?

Wie war die Jury besetzt?

Die eingereichten vier Entwürfe hat eine Fachjury unter Vorsitz von Prof. Zvonko Turkali (Turkali Architekten Frankfurt, Leibniz- Universität Hannover) bewertet. Neben Turkali gehörten dieser Jury Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider, Stadtkämmerer Peter Freier, OPG- und Mainviertel-Geschäftsführerin Daniela Matha, Markus Eichberger, Leiter des Stadtplanungsamtes, und Bernhard H. Hansen (Hansen Real Estate GmbH, Chairman Advisory Board ULI Germany) an.