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WKT-Malaktion Kickers
© IG Stadionbau
Die Idee, Highlights aus der OFC-Vereinsgeschichte in Form eines Kunstwerks auf der großen Wandfläche hinter der Waldemar-Klein-Tribüne im Sparda-Bank-Hessen-Stadion zu zeigen, gibt es bereits seit 2011. Im Oktober wird der Offenbacher Graffiti-Künstler Marcus Dörr von artmos4 das Wandbild nun endlich sprayen. Die vorbereitenden Arbeiten haben Kickers-Fans an zwei Wochenenden übernommen.

Fangruppen brachten Vorschläge für Wandbild ein

Ins Leben gerufen hat das Kunst-Projekt die Faninitiative IG Stadionbau. „Als das neue Stadion fertig war, haben wir diese große Wandfläche gesehen und dachten, dort könnte man die Vereinsgeschichte in Bildern zeigen“, erzählt Volker Goll, Sprecher der IG Stadionbau. „Letztendlich haben wir dann den Künstler Marcus Dörr beauftragt, einen Entwurf für ein Wandbild zu zeichnen.“

Zu dem Entwurf hat die IG Stadionbau viele Fangruppen befragt und auch der OFC, die SBB Stadiongesellschaft Bieberer Berg mbH aus der Stadtwerke-Gruppe und die Sparda-Bank Hessen als Hauptsponsor waren in den Entstehungsprozess eingebunden.  „Natürlich hatten alle noch Vorschläge und Ideen, die wir unter einen Hut bringen mussten“, berichtet Goll. Künstler Marcus Dörr hat die Vorschläge aufgegriffen und in seinen Entwurf eingearbeitet.

WKT-Malaktion Kickers
© IG Stadionbau

OFC-Fans haben Wand gereinigt und grundiert

Bevor das Bild im Oktober auf die 124 Meter lange und vier Meter hohe Wand gesprayt wird, mussten eine Reihe von Vorarbeiten erledigt werden. Zunächst hat die SBB dafür gesorgt, dass die Werbung, die ursprünglich an der Wand hing, abgenommen und an eine eigens angebrachte Trägerkonstruktion über der Wand aufgehängt wurde.

Das Reinigen und Grundieren der Wand haben OFC-Fans an zwei Wochenenden im Juli übernommen. „An einem Sonntag haben wir die Wand mit einem Hochdruckreiniger gesäubert“, erzählt Goll. „Weil wir gerade dabei waren, haben wir dann auch gleich die ganze Stehgegengerade gereinigt.“ In der Woche darauf war dann gleich vier Tage Arbeitseinsatz in Folge notwendig: Von Freitag bis Montag haben die Kickers-Fans die Wand zunächst mit einer rosafarbenen Grundierung und anschließend zweimal in rot und weiß gestrichen.

WKT-Malaktion Kickers
© IG Stadionbau

"Hut ab, das war voller Einsatz"

Etwa 90 Fans seien an den fünf Tagen zum Helfen ins Stadion gekommen, viele von ihnen waren auch an mehreren Tagen im Einsatz. Insgesamt sind für die Vorbereitung und die Arbeitseinsätze selbst etwa 780 Arbeitsstunden geleistet worden, schätzt Goll.

„Hut ab, das war voller Einsatz“, lobte Petra Stottrop, die Gebäudemanagerin des Stadions. „Einige der Helfer werden wahrscheinlich noch wochenlang Muskelkater haben, so fleißig wie sie gearbeitet haben.“ Im Vorfeld des Arbeitseinsatzes der Kickers-Fans hat Stottrop sich mehrmals mit Verantwortlichen von IG Stadionbau und des Fanprojekt Offenbachs getroffen um die Organisation des Arbeitseinsatzes zu unterstützen. „Meine Aufgabe war es, sicherzustellen, dass die Arbeiten fachmännisch durchgeführt werden“, so Stottrop. Deshalb hat sie – wie auch schon bei der ersten Malaktion der Fans, bei der die Stufen rot-weiß gestrichen wurden – vorgeschlagen, einen Farbberater hinzuzuziehen. Dieser hatte erklärt, dass die Wand erst gereinigt und grundiert werden muss, bevor sie gestrichen werden kann.

4.500 Euro fehlen noch

Einen großen Teil der Organisation des Arbeitseinsatzes hat dann das Fanprojekt Offenbach übernommen. „Die Kollegen vom Fanprojekt haben mit dem OFC und der SBB den Termin abgestimmt und sich um die notwendigen Abstimmungen gekümmert“, so Goll.

Obwohl sich die Kosten für das Wandbild durch den engagierten Arbeitseinsatz der Kickers-Fans reduziert haben, wird es noch 30.000 Euro kosten. Einen Großteil des Geldes konnte die IG Stadionbau durch Spenden von Fans und Sponsoren aufbringen, jetzt fehlen noch 4.500 Euro. Goll ist zuversichtlich, dass die Faninitiative bis Oktober das Geld durch weitere Spenden zusammenbringt.

25.07.2017

WKT-Malaktion Kickers IG Stadionbau
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