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Neues Namenschild am "Kommt-Gesund-Wieder-Stadion"
Das "Kommt-gesund-wieder-Stadion" am Bieberer Berg © Bernd Georg
Die offizielle Umbenennung des Stadions in "Kommt-Gesund-Wieder-Stadion" am 30. April 2020 durch Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und Markus H. Müller, den Vorstandsvorsitzenden der Sparda Bank Hessen eG, war eine ordentliche Überraschung.

Spendenaktion für Dankeschön-Party

Hinter der Aktion verbirgt sich ein Zeichen für Zusammenhalt und Optimismus während der Corona-Krise. Der Name „Kommt-Gesund-Wieder-Stadion“ soll nicht nur einen wichtigen Wunsch kundtun, sondern ruft auch dazu auf, für die zu spenden, die das gesellschaftliche Leben gerade in besonderem Maße am Laufen halten und erst dafür sorgen, dass alle gesund wieder kommen können. Mit der Spendenaktion soll im kommenden Jahr ein Event finanziert werden, das Menschen in systemrelevanten Berufen feiert und „Danke“ sagt.

Mittlerweile ist die Spendenaktion abgeschlossen. Die Zielsumme wurde erreicht. Details erfahren Sie hier.

Über die Plattform Startnext konnte unkompliziert gespendet werden

Dabei konnten sie sich besondere Geschenke sichern, die vor allem das Herz von OFC-Fans um einige Frequenzen höherschlagen lassen. Dabei waren beispielsweise limitierte Shirts und Schlüsselanhänger für kleinere Beträge. Wer größere Summen spenden wollte, hatte die Chance auf wertvolle Unikate und Erinnerungsstücke mit Gänsehautfaktor.

Als OFC-Fan und regelmäßiger Stadionbesucher vermisst auch Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke die Atmosphäre eines Heimspiels auf dem Bieberer Berg. Dass sich die Fans nun ein Stück Stadiongeschichte für einen guten Zweck nach Hause holen können, unterstützt er daher.

„Vor ein paar Tagen hörte ich überraschend ein Kickerslied und bekam sofort Gänsehaut – die Atmosphäre im vollen Stadion fehlt einfach. Schon jetzt habe ich große Vorfreude, irgendwann endlich wieder ein Tor und einen Sieg der Kickers bei vollem Haus zu feiern. Aber nach wie vor ist unsere wichtigste Aufgabe, den Verlauf der Pandemie weiter zu verlangsamen und dafür auf soziale Kontakte zu verzichten“, sagt er. „Mit guten Ideen und Aktionen, die den Zusammenhalt stärken und diese Zeit so erträglich wie möglich machen, schaffen wir es gemeinsam durch diese Krise.“

SBB hat tief in die Trophäen-Vitrine gegriffen

Eventmanagerin Constanze Wagner und ihre Kollegen von der Stadiongesellschaft Bieberer Berg mbH aus dem Geschäftsfeld Veranstaltungen der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe, haben ziemlich tief in den Katakomben des Stadions gegraben und auch in die Trophäen-Vitrine gegriffen. „Wir haben uns gerne von diesen Schätzen getrennt, weil sich hoffentlich gleich mehrere Menschen darüber freuen dürfen. Diejenigen, die es erwerben und diejenigen, die am Ende hier im Stadion feiern dürfen,“ sagt sie.

Aus dem Lager der Greenkeeper haben es auch vier rot-weiße Eckfahnen mit Kickers Offenbach-Emblem in die Auswahl geschafft, welche normalerweise bei Heimspielen des OFC zum Einsatz kommen. Für eine Spende von 100 Euro wechselten sie jeweils den Besitzer. Liebhaber mussten allerdings schnell sein, denn guten Stücke waren sehr begehrt und schmücken nun wahrscheinlich den Garten, Balkon oder das Wohnzimmer eines Fans.

Nahaufnahme von Eingangsbeleuchtung im Stadion
Lampen im Eingangsbereich des Stadions © Alex Habermehl
Mit vielen besonderen Erinnerungen verbunden sind auch die einzelnen Lampen der ehemaligen Flutlichtanlage, die den Rasen des alten Stadions auf dem Bieberer Berg über Jahrzehnte erleuchtet hat. Für 450 Euro wechselten diese limitierten Stadionscheinwerfer den Besitzer.

Aber auch mit kleineren Spendensummen konnte man die geplante Veranstaltung unterstützen und sich ein limitiertes „Dankeschön“ sichern. So gab es für 15 Euro ein Shirt mit dem alten Stadion-Logo oder ein Buch zum Neubau des Stadions für 25 Euro.

Die Stadiongesellschaft ist zuversichtlich

Dank der Sparda-Bank Hessen eG wurde im Juli 2020 die gewünschte Zielsumme erreicht. 

„Das Besondere an dieser Aktion ist, dass wir mit den Spenden ein „emotionales Dankeschön“ für Menschen in systemrelevanten Berufen in Offenbach ermöglichen möchten und wo lassen sich Emotionen besser erleben als im Stadion. Jeder der die Aktion unterstützt hat, weiß also genau wofür er gespendet hat. Neben dem monetären Aspekt drückt man damit ein Stück weit auch seinen persönlichen Dank aus“, sagt Daniel Puci, Leiter Events bei der Stadiongesellschaft und Projektleiter der Aktion.

„Die Dinge, die wir ausgesucht und gegen Spenden weitergegeben haben, bedeuten uns einiges. Viele sind mit besonderen Erinnerungen verbunden, wie beispielsweise an das Achtelfinalspiel um den DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf 2012. Nach dem Spiel haben ich mir von Schiedsrichter Felix Zwayer die Spielnotizkarte geben lassen und sie bis heute gut aufbewahrt. Nun ist es Zeit, sie weiterzugeben und damit Gutes zu tun“, so Andreas Herzog, Geschäftsführer der Stadiongesellschaft. 160 Euro war der SBB die Karte wert.

4. Mai 2020

Weitere Infos zur Spendenaktion