Neue Ideen für die alte Stadthalle Offenbach: Preisvergabe nach Studentenwettbewerb
25.09.2025 – Es scheinen acht verschiedene moderne bis futuristische Veranstaltungshäuser zu sein, die derzeit als Modelle im Foyer auf der ersten Etage des Rathauses ausgestellt sind. Doch so glänzend die Fassade, so avantgardistisch das Dach und gelungen die Gestaltung der Umgebung des Gebäudes - Im Kern ist es immer wieder die in die Jahre gekommene Offenbacher Stadthalle.
Die Kult-Veranstaltungsstätte braucht nicht nur eine Generalsanierung, sondern auch mehr Platz für Besucherinnen und Besucher, ohne dass ein Anbau möglich ist. Die Umsetzung ist noch Zukunftsmusik. Denn ohne eine öffentliche Förderung ist die Sanierung der Stadthalle in absehbarer Zeit nicht möglich. Doch wie die umgebaute Halle aussehen könnte, zeigt aktuell die Ausstellung der acht preisgekrönten Modelle. Diese sind die Abschlussarbeiten von Architektur-Studierenden des Master-Studiengangs der SRH Universität Heidelberg, die noch bis Ende der Woche während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen sind.
Der Kontakt zwischen Offenbach und Heidelberg entstand über Boris Kupke, Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach, die Eigentümerin des Gebäudes ist, und Andreas Bartels, Architekturprofessor an der SRH Universität Heidelberg. Boris Kupke und Birgit von Hellborn, Geschäftsführerin der Stadthalle Veranstaltungs GmbH, ebenfalls eine Tochter der Stadtwerke, haben federführend die Bewertung der Modelle für den Wettbewerb vorgenommen – die Benotung durch die Universität spielte dabei keine Rolle. Sie beurteilten die städtebauliche Ausrichtung und die Einfügung in das Umfeld, das Design des Gebäudes beziehungsweise der Fassade, die Funktionsfähigkeit und Betriebstauglichkeit sowie die Umsetzung der gewünschten Erweiterung auf eine maximale Kapazität von 4.900 Stehplätzen.
Alle Jurymitglieder betonten die hohe Qualität der Entwürfe und Modelle zu der anspruchsvollen Aufgabenstellung. Die Preisvergabe mit Prämien wurde während der öffentlichen Ausstellungseröffnung von Stadtkämmerer und zuständigem Dezernent Martin Wilhelm vorgenommen. Den Sonderpreis für Schönheit erhielt der Entwurf von Jonathan Teulière, jeweils einen 3. Preis bekamen Lars Irrgang, Matthias Mahteme und Sabrina Voise. Jeweils ein 2. Preis ging an Jannis Karle und Valentin Ruf. Jona Berger sowie Anna Sophie Berbner wurden jeweils mit einem 1. Preis ausgezeichnet.
Die Modelle sind während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.
