Das Offenbach Archival Depot (OAD) - ein Stück vergessener Stadtgeschichte - In Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Offenbach - Jüdisches Offenbac
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Veranstaltungsinformationen
Vor 80 Jahren wurde in Offenbach auf dem Gelände der ehemaligen I.G.-Farben am Main das Archival Depot mit Millionen von Büchern, Archivmaterialien und religiösen Gegenständen eingerichtet. Die amerikanische Militärregierung führte dort die umfangreichen Bestände zusammen, die die Nationalsozialisten ihren weltanschaulichen und politischen Gegnern im deutschen Reich und in den eroberten Gebieten in West- und Osteuropa geraubt hatten. Als „Antithesis“ zu den Beschlagnahmungen durch den Einsatzstab des Reichsleiters Rosenberg und anderer nationalsozialistischer Organisationen sollte das geraubte, jüdische Kulturgut den Eigentümern zurückgegeben werden.
Aus detaillierten, gut erhaltenen Dokumenten wird deutlich, mit welcher Akribie die amerikanische Militärbehörde die in Nazi-Verstecken aufgefundenen Materialien in Offenbach sammeln und sortieren ließ. Es ist befremdlich und für uns heute kaum verständlich, wie wenig Resonanz die beispiellose Restitutionsleistung der amerikanischen Militärregierung damals in der deutschen Öffentlichkeit gefunden hat.
Die vielfältigen Spuren der jüdischen Vergangenheit in der Stadt aufzuzeigen, sie bewusst zu machen und dabei den Bogen zu schlagen zum nicht weniger vielfältigen jüdischen Leben der Gegenwart, ist das Anliegen der Veranstaltungsreihe „Jüdisches Offenbach gestern und heute“. Schirmherrin der Reihe ist Stadträtin Gabriele Türmer.
Die Veranstaltung findet in der Volkshochschule, Berliner Str. 77, statt.
Eintrittspreis
Veranstaltungsort
Quelle:VHS Offenbach
