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Elektrobus fährt auf der Berliner Straße.
E-Bus-Probefahrt mit niederländischem Modell © foto-georg.de
In Offenbach wird Elektromobilität als wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, klimaverträglichen Stadt- und Verkehrsentwicklung begriffen. Um die Mobilität von morgen im dicht besiedelten Ballungsraum sicherzustellen, wird das Stadtwerke-Unternehmen OVB schrittweise seine gesamte Busflotte auf die umweltfreundliche Antriebstechnik umstellen.

Offenbacher Verkehrsbetriebe stellen ihre Busflotte auf Elektroantrieb um

2019 sollen die ersten E-Busse im Linienbetrieb fahren und dazu beitragen, die Luftschadstoffe zu verringern.
Es war eine Pioniertat: Als bundesweit erstes Mobilitätsunternehmen nahmen die Offenbacher Verkehr-Betriebe (OVB) 2011 einen rein elektrisch angetriebenen Linienbus für eine mehrwöchige Testphase in Betrieb. Das Unternehmen aus dem Geschäftsfeld Mobilität der Offenbacher Stadtwerke-Gruppe sammelte damit erste wertvolle Erfahrungen, wie die lärm- und emissionsfreie E-Mobilität in der kommunalen Busflotte eingesetzt werden kann.

Elektrobus fährt auf der Straße
Elektrobus auf Testfahrt durch Offenbach. © Georg

Probephase bereits in 2016

Seither arbeiten die Unternehmen des Geschäftsfeldes Mobilität zusammen mit den Stadtwerken mit vielfältigen Projekten daran, die klimaschonende Antriebstechnik in die Mobilitätsketten des ÖPNV zu integrieren. In der Rhein-Main-Region nehmen sie damit eine Vorreiterrolle ein.
Im Stadtbusbetrieb folgte bereits 2016 eine zweite, mehrtägige Probephase der inzwischen zur Serienreife fortgeschrittenen Fahrzeugtechnik. Sowohl die Fahrer, die sich über ihren ungewohnt ruhigen Arbeitsplatz freuten, als auch die Fahrgäste, die den E-Bus kostenlos nutzen durften, waren begeistert von dem faszinierend leisen und komfortablen Fahrzeug, das keine Abgase in die Luft blies und auch durch sein ungewöhnliches Design die Blicke an den Haltestellen auf sich zog. Auch die Umweltbilanz konnte sich sehen lassen: Auf den insgesamt zurückgelegten 459 Kilometern wurden durch den E-Bus 483 Kilogramm CO2 eingespart.
Inzwischen hat der OVB-Aufsichtsrat mit einem Grundsatzbeschluss die elektromobile Zukunft der OVB-Flotte eingeleitet. Bei Ersatzbeschaffung sollen ab 2019 die über 60 Busse kontinuierlich auf die innovative Antriebstechnik umgestellt werden.

Startschuss 2018

Eine Machbarkeitsstudie soll zunächst Aufschluss darüber geben, welche Leistungs- und Ladekapazitäten auf welchen Linien bei unterschiedlichen Belastungssituationen und Streckenlängen erforderlich sind. 2018 könnten dann die ersten beiden Fahrzeuge geordert und 2019 im Linienbetrieb eingesetzt werden.
In einem ersten Umsetzungsschritt streben die OVB eine Übernachtladung in ihrem Fahrzeugdepot an, das noch entsprechend technisch zu ertüchtigen ist. Inwieweit später Schnellladestationen an ausgewählten Endhaltestellen erforderlich werden, soll die Machbarkeitsstudie aufzeigen. Dank mehrjähriger Erfahrung verfügt das Serviceteam der OVB-Werkstatt bereits über die nötige Expertise, um Elektrofahrzeuge gleich welcher Größe warten zu können.

13.03.2017