Sprungmarken
Aktuelles Wetter:bedecktC
Suche
Suche

Schon seit 2006 gilt im Offenbacher Stadtverkehr: Bitte vorne einsteigen! Nach dem Zustieg an der Vordertür der Linienbusse zeigen die Fahrgäste dem Fahrpersonal ihren Fahrausweis oder lösen ihre Fahrkarte. Für Kunden mit digitalisierten Zeitkarten im Scheckkartenformat wird der Einstieg jetzt noch komfortabler. Ab 3. August brauchen sie sich nicht mehr in die Warteschlange einzureihen, sondern halten ihr eTicket einfach an ein elektronisches Lesegerät und gelangen dadurch schnell und bequem in den Bus.

Einstieg vorne, Ausstieg hinten: Das System hat sich bewährt und dient nicht nur dem geordneten und schnelleren Ablauf an der Haltestelle, weil im Bus kein „Gegenverkehr“ entsteht. „Diese Praxis ist auch ein Gebot der Fairness“, sagt Anja Georgi, Geschäftsführerin der Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB) im Hinblick auf die verbesserte Fahrscheinkontrolle.

Die Quote der  „Schwarzfahrer“ habe sich dadurch in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Das erhöhe die jährlichen Einnahmen des Verkehrsunternehmens um sechsstellige Beträge und komme unterm Strich allen OVB-Fahrgästen zu Gute. Anja Georgi: „Nur wenn die Fahrgäste ihren Beitrag leisten, kann auch zukünftig ein attraktiver ÖPNV in Offenbach sichergestellt werden.“

Wichtig dabei sei ein gutes Zusammenspiel von Fahrpersonal und Fahrgästen. Die Fahrer dürften nicht darin nachlassen, die Gültigkeit der Tickets zusteigender Fahrgäste zu kontrollieren, appelliert die Geschäftsführerin und bittet die Kunden, weiterhin ihren Fahrausweis unaufgefordert vorzuzeigen oder einen Fahrschein zu lösen.

Was mit der reinen Sichtkontrolle durch das Fahrpersonal bisher nicht zu leisten war, die Überprüfung der Chipkarten auf ihre Gültigkeit, besorgt ab Montag, 3. August , ein elektronisches Lesegerät, mit dem inzwischen alle OVB-Busse ausgestattet sind. Bei dem so genannten Validator  (abgeleitet aus dem lateinischen validus = wirksam) handelt es sich um ein schmales Kästchen, das an einer Haltestange im linken Einstiegsbereich installiert ist.

Prüfgerät am vorderen Eingang liest Kartenchip aus

Kunden mit eTicket Rhein-Main des RMV halten die Chipkarte zum Auslesen vor einen markierten Sensor. Fahrgast wie auch Fahrer werden dann sowohl über ein Display als auch akustisch informiert, ob das Ticket gültig ist, erläutern Eberhard Werth, Technischer Leiter der OVB, und Hugo Reinhardt, OVB-Projektleiter Busschule und Fahrgastservice.

Gesperrte, manipulierte  oder ungültige Karten können dadurch eindeutig identifiziert werden. Geschäftsführerin Anja Georgi geht davon aus, dass durch diese elektronische Kontrolle die Zahl der „Schwarzfahrer“ noch weiter gesenkt werden kann.  

Der Vorteil der elektronischen Kontrolle für die eTicket-Kunden: Sie gelangen noch einfacher als bisher in den Bus. Eine Markierung auf dem Trittbrett im zweigeteilten vorderen Eingangsbereich lotst sie bereits auf die linke Seite zum Kartenlesegerät. Dadurch gelangen sie gerade in Spitzenzeiten rasch an den rechts vor dem Fahrer wartenden Fahrgästen vorbei.

Fahrgastbegleiter der OVB werden in den ersten beiden Wochen im wechselnden Einsatz auf allen Linien den Kunden Hilfestellung geben und sie mit dem neuen System vertraut machen.

Fahrschein der Zukunft

„Das elektronische Ticket ist der Fahrschein der Zukunft“, sagt Anja Georgi. Schon jetzt sind in Offenbach alle rund 5900 Jahreskartenabonnenten mit dem eTicket Rhein-Main unterwegs. Auch die CleverCard, die 65-plus- oder die 9-Uhr-Jahreskarten sowie die Jahreskarten im Barverkauf gibt es bereits in digitaler Form. Wochen- und Monatskarten werden nach den Sommerferien ebenfalls als digitale  Fahrscheine in der Mobilitätszentrale erhältlich sein.  

Der Einzelfahrschein, die beliebte Tagesfahrkarte oder der Gruppenfahrschein, die Kurzstrecken-Fahrkarte und das Hessenticket gibt es bis auf weiteres ausschließlich in Papierformat.  

Einstiegspraxis und eTicket-Verkauf

  • Seit Sommer 2006 gilt in Offenbach für den Einstieg in die OVB-Linienbusse das Motto „Vorn ist fair“. Die Fahrgäste betreten den Bus durch die Vordertür und verlassen ihn durch die hintere oder mittlere Tür. Einzige Ausnahme: In den Verkehrsspitzenzeiten ist der Zustieg an den Haltestellen Marktplatz, Offenbach (Ost) und Hauptbahnhof auch an den hinteren Türen erlaubt.
  • Die Einstiegsregelung gilt nicht für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Rollator, Kinderwagen oder Fahrrad. Sie können bei Fahrtantritt weiterhin an allen Haltestellen die Tür in der Fahrzeugmitte nutzen.
  • Da eTickets keine äußeren Merkmale aufweisen, war eine wirksame Kontrolle ihrer Gültigkeit bislang nur durch Fahrscheinprüfer mit Mobilen Datenerfassungsgeräten möglich. Das ändert sich jetzt ab 3. August durch die fest installierten Lesegeräte. Sie machen für die OVB die Fahrscheinkontrolle komfortabler und sicherer. Ihre Benutzung beim Einstieg ist für eTicket-Kunden verpflichtend.
  • Bislang sind nur Zeitfahrkarten als eTickets erhältlich. Mittelfristig wird es im RMV-Verbundsystem aber auch andere Fahrkarten in diesem Format geben.
  • Erhältlich ist das eTicket über die Webseite www.rmv.de oder in der Offenbacher RMV-Mobilitätszentrale im Salzgässchen 1. Kunden können dort einen Antrag stellen, ihre Bankverbindung für die Abbuchung angeben und erhalten das eTicket gleich ausgehändigt, sofern sie den ersten Beitrag bar bezahlen. Die eTickets können dort aber auch komplett bar bezahlt werden. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr. Kontakt: Telefon 069 / 840004-800, E-Mail mobilitaetszentralenio-ofde