Sprungmarken
Aktuelles Wetter:wolkenlos12°C
Suche
Suche

Leihfahrräder der Deutschen Bahn
© georg-foto.de
Im öffentlichen Straßenraum sind die silber-grauen Fahrräder mit ihrem markanten Design und dem leuchtend-roten DB-Logo schon zum gewohnten Anblick geworden. Seit 1. Juli vergangenen Jahres können im Offenbacher Stadtgebiet insgesamt 78 Mietfahrräder an 13 Call a Bike-Stationen ausgeliehen werden. Bis zum Jahresende 2016 ist davon schon über 7000 Mal Gebrauch gemacht worden. Viele Nutzer pendelten zwischen Offenbach und Frankfurt.

„Das Leihfahrrad nimmt in Offenbach immer mehr Fahrt auf“, freut sich Mobilitätsdezernent Peter Freier über den wachsenden Stellenwert, den das umweltfreundliche Verkehrsmittel im Offenbacher ÖPNV-Angebot gewinnt. Damit leiste es einen wichtigen Beitrag für eine klimaschonende Mobilität. Er hoffe, so der Stadtrat, dass gerade auch jüngere Menschen in Zukunft verstärkt dieses Angebot nutzten. 

Auch die beiden Betreiber des neuen Fahrradverleihsystems, das Mobilitätsunternehmen NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH aus der Stadtwerke-Gruppe und sein neuer Auftragspartner, die Bahntochter DB Rent GmbH, sind hochzufrieden.

Besonders gut geeignet für innerstädtische Distanzen

Die erste der 13 Leihstationen war mit Unterstützung der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH im Hafen Offenbach eröffnet worden. Nur wenige Wochen nach dem Start des neuen Fahrradverleihsystems wurden insgesamt bereits monatlich über 2700 Nutzer registriert. Während der Sommersaison wurden tageweise Spitzenwerte von durchschnittlich eineinhalb Ausleihen pro Fahrrad erzielt. Erwartungsgemäß nahm dann die Zahl in den Herbst- und Wintermonaten witterungsbedingt ab. 

Mietfahrräder eignen sich besonders gut für innerstädtische Distanzen, etwa auch für die erste Meile zum ÖPNV oder für die letzte Meile von der Haltestelle nach Hause. Ganz bewusst sind die Räder deshalb auch an stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten in unmittelbarer Nähe zu ÖPNV-Haltestellen stationiert worden.

NiO-Geschäftsführerin Anja Georgi: „Zusammen mit den geplanten fünf neuen eMobil-Stationen knüpfen wir in Ergänzung zu Bus und Bahn ein engmaschiges Netz an alternativen, klimaschonenden Mobilitätsangeboten.“

„Wir freuen uns gemeinsam mit der NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH und der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH über den erfolgreichen Start von Call a Bike in Offenbach“, sagt Björn Bender, Vertriebsleiter DB Rent. „Mit Beginn der neuen Fahrradsaison rechnen wir mit einer Fortsetzung des Trends und weiterem Wachstum.“ Call a Bike sei ein besonders umweltfreundlicher Teil des öffentlichen Nahverkehrs  und ermögliche  Bahnreisenden eine CO2-freie Anschlussmobilität.

Leihfahrräder der Deutschen Bahn
© georg-foto.de

In Frankfurt abgeben

Das Besondere an dem Offenbacher Verleihsystem: Es funktioniert auch über die Stadtgrenze zu Frankfurt hinweg. Die Fahrräder können in Offenbach ausgeliehen und in Frankfurt, wo sich das Bahn-Unternehmen schon seit Jahren stark engagiert, wieder abgegeben werden. Umgekehrt ist dies ebenfalls möglich. Im bundesweiten Call a Bike-Angebot mit etwa 13.000 Mieträdern in rund 50 Städten ist das einmalig.

Die kurzen Wegeverbindungen zwischen den beiden  zusammenwachsenden Großstädten scheinen den grenzüberschreitenden Leihfahrrad-Verkehr zu beschleunigen. Fast zwei Drittel der über 7000 Fahrten führten zwischen Juli und Dezember von Offenbach nach Frankfurt und zurück. Etwas mehr als ein Drittel der Ausleihen entfielen auf innerstädtische Fahrten in Offenbach. 

Mietfahrräder gehören seit 2008 zum umweltfreundlichen Mobilitätsangebot der Stadt

Mietfahrräder gehören bereits seit 2008 zum umweltfreundlichen Mobilitätsangebot der Stadt Offenbach. Mitte 2016 sattelte der kommunale Aufgabenträger für den ÖPNV, die Stadtwerke-Tochter NiO,  auf einen neuen starken Partner, die DB Rent, um und schloss mit der Bahntochter einen zunächst auf drei Jahre befristeten Vertrag ab. Durch diese neue Partnerschaft konnte der Offenbacher Mobilitätsdienstleister sein bisheriges Bike-Sharing-Angebot von sieben Stationen mit zusammen 50 Fahrrädern auf 13 Stationen mit 78 Fahrrädern deutlich ausweiten.

Als moderner Mobilitätsanbieter ist die Stadtwerke-Gruppe mit ihren Unternehmen im Geschäftsfeld Mobilität breit und zukunftsorientiert aufgestellt.  Das Offenbacher ÖPNV-Angebot  besteht aus einer Mischung aus Bussen und Bahnen, Mietfahrrädern und elektromobilen Leihangeboten vom Pedelec bis zum E-Auto.

„Das Leihfahrrad“, so Stadtrat Peter Freier, „ist dabei ein wichtiges Glied in unserer Mobilitätskette und eine kostengünstige und umweltfreundliche Ergänzung zu den anderen öffentlichen Verkehrsmitteln.“ Sollte sich die positive Entwicklung der Ausleihzahlen fortsetzen, könne auch über eine Ausweitung des Netzes nachgedacht werden.

Leihstationen in Offenbach

S-Bahnstation Kaiserlei-West

S-Bahnstation Kaiserlei-Ost

Hafen Offenbach: Hafentreppe

Hafen Offenbach: Inselspitze (geplant)

S-Bahnstation Ledermuseum

Rathaus

Marktplatz

Hauptbahnhof

S-Bahn-Station Offenbach-Ost

Klinikum

Wilhelm-Schramm-Straße (Tempelsee)

S-Bahnstation Bieber

Hans-Böckler-Siedlung (Bürgel-Rumpenheim)  

Über die Stadtgrenze hinweg radeln

Das Besondere an dem Offenbacher Verleihsystem: Es funktioniert auch über die Stadtgrenze zu Frankfurt hinweg. Die Fahrräder können in Offenbach ausgeliehen und in Frankfurt, wo sich das Bahn-Unternehmen schon seit Jahren stark engagiert, wieder abgegeben werden. Umgekehrt ist dies ebenfalls möglich. Im bundesweiten Call a Bike-Angebot mit etwa 13.000 Mieträdern in rund 50 Städten ist das einmalig.

Anmeldung im Internet

Wer Leihfahrräder von Call a Bike nutzen möchte, meldet sich einmalig im Internet an. Die Ausleihe an der Station erfolgt per kostenloser Call a Bike-App oder per Telefonanruf (zum Ortstarif). Die Kunden wählen dazu die Telefonnummer, die sich auf der Bedieneinheit am Lenker befindet, und folgen den Anweisungen auf dem Display. Das Schloss entriegelt sich und die Fahrt kann beginnen. Im Basistarif kostet die Ausleihe ein Euro pro halbe Stunde.

Das Geschäftsfeld Mobilität der Stadtwerke Offenbach

Zum Geschäftsfeld Mobilität Stadtwerke Offenbach gehören die Unternehmen NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH,  OVB Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH und MMO Main Mobil Offenbach GmbH sowie die Regionale Projektleitstelle der Modellregion Elektromobilität Rhein-Main, die direkt bei der Stadtwerke Offenbach Holding angesiedelt ist. Ferner sind die Projekte eMiO – Elektromobilität in Offenbach sowie der Betrieb der eMobil-Station am Offenbacher Marktplatz dem Geschäftsfeld inhaltlich zugeordnet. Das Geschäftsfeld Mobilität hält Offenbach in Bewegung. Mit 61 eigenen und weiteren neun Niederflurbussen eines Subunternehmens, im Einsatz auf neun innerstädtischen Linien, mit über 270 Haltestellen und mehr als 10 Millionen Fahrgästen jährlich. CarSharing, Leihfahrräder und die Elektromobilität ergänzen das gute Angebot öffentlicher Mobilität für Offenbach.

30. März 2017