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© Alex Habermehl
Von Offenbach lernen, wenn es darum geht, den ÖPNV modern und attraktiv aufzustellen und dadurch mehr Menschen für umweltfreundliche, öffentliche Verkehrsmittel zu gewinnen? Durchaus. Anja Georgi, die das Geschäftsfeld Mobilität der Stadtwerke Offenbach Unternehmensgruppe verantwortet, ist bei dieser Thematik inzwischen eine international gefragte Referentin.
Anja Georgi, Geschäftsführerin der Unternehmen im Geschäftsfeld Mobilität
International gefragte Referentin: Anja Georgi, Geschäftsführerin der Unternehmen im Geschäftsfeld Mobilität der Offenbacher Stadtwerke-Gruppe. © Frank van Groen

Die Geschäftsführerin hat die zukunftsorientierten Ansätze des Offenbacher Mobilitätskonzepts schon in Korea und Japan, in Spanien und Schweden und nun auch auf dem European Bus Forum in Großbritannien vorgestellt.

Bei ihren Vorträgen und Diskussionsbeiträgen vor internationalem Fachpublikum  geht es nicht nur um Offenbachs Pioniertaten in Sachen Elektromobilität, sondern auch um den Aufbau von integrierten Mobilitätsketten, also um die kommunalen Anstrengungen, durch eine Vernetzung verschiedener, sich ergänzender öffentlicher Verkehrsmittel eine möglichst passgenaue Tür-zu-Tür-Mobilität zu ermöglichen.

Engmaschiges Verkehrsnetz knüpfen

Im Offenbacher ÖPNV-System sind bereits Bus und Bahn mit Car-Sharing-Autos und Mietfahrrädern sowie auch mit elektrisch betriebenen Leihfahrzeugen in einem Projekt mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund  miteinander verknüpft.

Ein solches engmaschiges Mobilitätsnetz zu knüpfen, empfahl Anja Georgi jetzt auch auf dem europäischen Busforum an der University of Manchester. Denn auf der jährlich von mehreren Hundert Busdienstleistern, Transport- und Personenbeförderungsunternehmen, Fahrzeugherstellern und kommunalen Verkehrsexperten besuchten Fachtagung ging es unter anderem auch um die Frage, wie sich die Attraktivität öffentlicher Mobilität erhöhen lässt.

Mobilität vom Kunden her denken

Anja Georgi riet dazu, den ÖPNV nicht losgelöst von der übrigen Stadtplanung zu denken, sondern den öffentlichen Nahverkehr als integralen Bestandteil einer nachhaltigen, klimafreundlichen Stadt- und Verkehrsentwicklung zu begreifen. Mit dem Aufbau von Mobilitätsketten lasse sich vor allem im Ballungsraum dem veränderten Mobilitätsverhalten Rechnung tragen.

Mobilität, so Georgi, müsse dabei stets vom Kunden her gedacht werden. Die Fahrgäste erwarteten moderne Technik und einen einfachen Zugang zu den verschiedenen Verkehrsmitteln, um möglichst unkompliziert von A nach B zu gelangen.