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11,03 Millionen Fahrgäste haben die Stadtbusse der Offenbacher Mobilitätsunternehmen Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB) und Main Mobil Offenbach GmbH (MMO) im Jahr 2019 befördert. Darüber wurden die Aufsichtsratsgremien der beiden Gesellschaften NiO-Nahverkehr in Offenbach und OVB-Offenbacher Verkehrs-Betriebe von Mobilitätsdezernentin Sabine Groß und OVB-Geschäftsführerin Anja Georgi informiert. Erstmals konnte damit die Elf-Millionen-Marke überschritten werden.
Hand eines Fahrgastes umfasst eine Halteschlaufe in einem Bus.
© Alexander Habermehl

Mobilitätsangebot in Offenbach erweitert

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 fahren die Busse in einem dichteren Takt von 7,5 (statt 10) bis 15 (statt 30) Minuten sowie in einem bis 2 Uhr nachts verlängerten Linienbetrieb. Die Stadtwerke mit ihrem Geschäftsfeld Mobilität setzen damit den im November 2017 mit breiter Mehrheit von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Nahverkehrsplan für die Jahre 2018 bis 2022 um und haben das Offenbacher Mobilitätsangebot um ein Drittel erhöht.

„Diese Leistungssteigerung im Stadtbusverkehr um ein Drittel geht mit einer Steigerung der Nachfrage einher“, bilanziert Stadträtin Sabine Groß. „Das ausgeweitete Angebot wird gut angenommen.“ Ohne den zweiwöchigen Busfahrerstreik im Herbst 2019 wären es sogar rund 11,5 Millionen Fahrgäste gewesen.

Zeitgemäß, leistungsfähig & klimaschonend

Mit dem verbesserten ÖPNV-Angebot werde für die schnell wachsende Stadt Offenbach ein zeitgemäßes, leistungsfähiges und klimaschonendes Mobilitätsangebot bereitgestellt, so die Stadträtin. Abgas- und Lärmbelastungen könnten reduziert, klimaschädliche Emissionen vermieden und Staus auf den Straßen verringert werden. Das trage erheblich zur Lebensqualität in Offenbach bei.

Sabine Groß: „Ein ÖPNV, der gut ausgebaut und auf die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse jedes Einzelnen zugeschnitten ist, bietet einen guten Anreiz, eigene Nutzergewohnheiten zu überdenken und das eigene Auto öfter einmal stehen zu lassen oder ganz umzusteigen. Damit kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ Überdies ist ein leistungsfähiger ÖPNV ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Zählgeräte in den Bussen

Erstmals haben die OVB die Zahl ihrer Fahrgäste eigenständig ermittelt und können damit die bisherigen Zahlen des RMV noch besser untersetzen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund führt alle fünf Jahre eine umfangreiche Erhebung der Fahrgastzahlen durch. In den jeweiligen Folgejahren ohne Erhebung können die Zahlen dann nur anhand der verkauften Fahrkarten hinterlegt mit Nutzungshäufigkeiten hochgerechnet werden.

Auf Grundlage dieser Datenermittlung hatten die OVB 2018 noch rund 10,9 Millionen Fahrgäste befördert. „Mit unserer neuen Systematik konnten wir für 2019 jetzt genauere Zahlen für unsere Stadtbusverkehre errechnen und haben damit rund 130.000 Fahrgäste mehr als zuletzt im Jahr 2018 ermittelt.“, erklärt OVB-Geschäftsführerin Anja Georgi.

Die eigenständige Ermittlung der Fahrgastzahlen erfolgt durch Zählgeräte in den Bussen. In 35 der 87 Offenbacher Stadtbusse sind an allen Türen dauerhaft Zählgeräte installiert, die per Lichtdusche alle Ein- und Aussteiger erfassen. Die Zählergebnisse der 35 Busse, die rollierend auf allen Linien verkehren, lassen sich auf die übrigen Fahrzeuge hochrechnen. Anja Georgi: „Der Aufwand hierfür ist relativ groß, dafür bietet unsere Statistik eine gute Grundlage für den nächsten Nahverkehrsplan, der ab 2023 ansteht.“

19. März 2020