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Hand eines Fahrgastes umfasst eine Halteschlaufe in einem Bus.
© Alexander Habermehl
Der Nahverkehrsplan ist nach dem Hessischen ÖPNV-Gesetz alle fünf Jahre vom jeweiligen ÖPNV-Aufgabenträger aufzustellen. Aufgabenträger in Offenbach ist die Stadt, Aufgabenträgerorganisation die NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH aus dem Geschäftsfeld Mobilität der Stadtwerke-Gruppe.

Der Nahverkehrsplan ist ein Planungsinstrument für den Bereich des ÖPNV  und wird von der NiO erarbeitet, um das lokale Mobilitätsangebot bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Bei der Fortschreibung des Plans ist NiO von den beiden Fachbüros plan:mobil (Kassel) und Mobilitätslösung (Darmstadt) unterstützt worden.

Das Entwicklungskonzept, das jetzt für die Jahre 2018 bis 2022 fortgeschrieben worden ist, gibt den Rahmen vor, in welchen Umfang und in welcher Qualität das öffentliche Mobilitätsangebot in Offenbach erbracht werden soll.

Optimierung des vorhandenen ÖPNV-Angebots

Der Nahverkehrsplan steht dabei im Spannungsfeld eines wachsenden Mobilitätsbedarfs durch steigende Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen und den Anforderungen des Klimaschutzes und der Luftreinhaltung sowie der angespannten Finanzsituation der Stadt. Darüber hinaus hat das Konzept dem sich verändernden Mobilitätsverhalten Rechnung zu tragen und alternative und ergänzende Verkehrsmittel wie das (auch elektromobile) Car- und Bike-Sharing einzubeziehen.

Von großer Bedeutung ist neben der Optimierung des vorhandenen ÖPNV-Angebots auch die Anbindung neuer Entwicklungsgebiete an das städtische Busnetz. Dies soll durch die Errichtung neuer Haltestellen, aber auch durch  Anpassungen im Bedienungsangebot umgesetzt werden.

Flotte wächst von 70 auf 87 Busse

In den Offenbacher Nahverkehrsplan sind die Anregungen der Träger öffentlicher Belange (drei Informationsveranstaltungen), der Öffentlichkeit (zwei Bürgerworkshops und Beteiligung über Internet) sowie der Politik (drei Informationsveranstaltungen) eingeflossen. Ein Kernteam mit Vertreterinnen und Vertretern von NiO, OVB, Stadtplanungsamt, Umweltamt und den beiden Fachbüros hat sich im Laufe des zweijährigen Planungsprozesses neunmal getroffen. In dem Entwicklungskonzept sind auch übergeordnete Planungen berücksichtigt worden.

Die Fahrzeugflotte der OVB (einschließlich der neun Fahrzeuge des Subun-ternehmens) wächst von 70 auf 87 Busse (davon 22 eBusse), die Zahl der OVB-Beschäftigten von rund 220 auf rund 270. Die Zahl der jährlich von den Stadtbussen gefahrenen Kilometer steigt durch die Erweiterung des Leistungsangebotes von 3,28 auf 4,47 Millionen.

Trotz der erheblich steigenden Kilometerleistung können die jährlichen Emis-sionen der Stadtbusflotte aufgrund der Umrüstung auf Elektroantrieb (geplant: 22 Busse bis 2023) reduziert werden. Die Kohlendioxid-Emissionen sollen sich gegenüber 2016 um etwa 5,9 Prozent, die Emissionen von Stickstoffoxiden um etwa 5,6 Prozent verringern.

9.000 zusätzliche Fahrgäste pro Tag

Selbst bei gleichbleibendem Anteil des ÖPNV am Gesamtverkehr von rund 18 Prozent (Modal-Split) gehen die Planer aufgrund des Einwohnerwachstums, der neu entstehenden Arbeitsplätze und der zusätzlichen Einpendler von einer Steigerung der jährlichen Fahrgastzahlen von zuletzt rund elf Millionen Fahrgästen um 2,2 Millionen aus. Das entspricht einer Steigerung von täglich (montags bis freitags) rund 9.000 Fahrgästen. Durch das verbesserte Angebot wird eine Steigerung des ÖPNV-Anteils am Modal-Split von ein bis zwei Prozent im nächsten Jahrzehnt für möglich gehalten.

27.10.2017