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Teilnehmer des Bürgerworkshops zum Nahverkehrsplan vor einer Pinnwand.
Teilnehmer des Bürgerworkshops zum Nahverkehrsplan diskutieren. © SOH
Was sind die Stärken des Offenbacher ÖPNV und worin liegen seine Schwächen? Was sollte erhalten bleiben und wo besteht Veränderungsbedarf? Rund 20 Bürgerinnen und Bürger, darunter ebenso junge Schüler wie auch Senioren, setzten sich auf Einladung des städtischen Mobildienstleisters NiO im Gründercampus Ostpol kritisch mit dem lokalen Nahverkehrsangebot auseinander.

Die NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH ist ein Unternehmen aus dem Geschäftsfeld Mobilität der Stadtwerke-Gruppe und aktualisiert gerade das Konzept für den örtlichen ÖPNV, den Nahverkehrsplan für die Jahre 2018 bis 2022. An dieser Fortschreibung können sowohl Träger öffentlicher Belange und andere Verbände und Behörden als auch Bürgerinnen und Bürger mitwirken.

Dass Offenbachs Fahrgäste im Großen und Ganzen recht zufrieden mit dem Öffentlichen Nahverkehr in ihrer Stadt sind, zeigen regelmäßige Erhebungen durch ein unabhängiges Institut. Auch in dem Bürger-Workshop, den die beiden Büros plan:mobil (Kassel) und VERKEHRSLÖUNGEN (Darmstadt) moderierten, wurde die Dichte des Bushaltestellennetzes, das Fahrtenangebot und die guten Anbindungen gelobt. Unter den Pluspunkten wurden der auch abends attraktive Verkehrsknotenpunkt Marktplatz und die Dynamischen Fahrgastinformation (DFI) mit Echtzeitangaben aufgelistet. In der vorangegangenen Informationsveranstaltung für die Träger öffentlicher Belange hatte sich der Einzelhandel für die Beibehaltung des Marktplatzes als zentrale Offenbacher ÖPNV-Drehscheibe in der bestehenden Form ausgesprochen.

Kritisch, aber sachlich und konstruktiv wurden von den Bürgerinnen und Bürgern aber auch die Schwachstellen beim Namen genannt. Dazu zählten überfüllte Verstärkerwagen im Schülerverkehr, unzureichende Verknüpfungen an den Stadtgrenzen oder Bedienungslücken im Fahrtenangebot zwischen 19 und 20 Uhr sowie auch samstagsabends zwischen 20 und 21 Uhr.
Manche Fahrgäste wünschten sich eine stärkere Orientierung der Busfahrten an den Geschäftszeiten in der Innenstadt, eine zentrale Bushaltestelle am Kaiserlei sowie noch mehr Schulungsangebote für ältere Menschen, die mit dem ÖPNV mobil bleiben wollen.
Lob und Kritik fließen jetzt in die Analyse des bestehenden Mobilitätsangebotes ein. Ebenfalls zur Sprache gebrachte, aber nicht in den Kompetenzbereich von NiO fallende Kritikpunkte wie fehlende Haltestellenhäuschen oder unzureichende Radwegverbindungen leitet die lokale Nahverkehrsorganisation in themenübergreifender Zusammenarbeit an die zuständigen städtischen Behörden und Gesellschaften weiter.

Wer es nicht in den Ostpol geschafft hat, kann seine Anregungen noch bis 31. Dezember per E-Mail an die Adresse nahverkehrsplannio-ofde senden. Weitere Informationen zum Nahverkehrsplan gibt es unter http://mobilitaet.soh-of.de

Vortrag im Gründercampus Ostpol
Anja Witzel von plan:mobil präsentierte das bestehende Verkehrsangebot. © SOH