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Keyvisual Biomüllkampagne
© SOH
Um dem Klimawandel entgegenzusteuern, müssen wir nachhaltig Energie gewinnen. Dabei spielen nicht nur Windräder und Solaranlagen eine Rolle - auch der hauseigene Biomüll ist eine echte Energiequelle: Die Zukunft ist im Eimer.
Mit abgenagten Knochen und angefaulten Birnen zum Weltretter werden? Das geht – zumindest ein bisschen. Denn wenn Bioabfälle in der richtigen Tonne landen, werden sie in einer Biogasanlage vergoren und produzieren Strom. Was übrig bleibt, wird als Dünger genutzt. Mit diesem Verfahren werden nicht nur wertvolle Ressourcen geschont, die Stadt Offenbach zahlt dafür auch weniger Entsorgungsgebühr. Doch obwohl in vielen Haushalten die getrennte Sammlung von Bioabfällen schon selbstverständlich ist, werden von den rund 13.700 in Offenbach verteilten Bioabfalltonnen 5.000 bisher nicht genutzt.

Plakate, Postkarten und Infostände

Mit einer neuen, auf vier Jahre angelegten Kampagne in vielen Medien sollen die Offenbacher Bürgerinnen und Bürger nun motiviert werden, mehr Bioabfall vom Restmüll zu trennen als bisher. Mit dem provokant-einprägsamen Slogan „Die Zukunft ist im Eimer“ und der leuchtenden Biotonne beklebt touren jetzt die zwei Abfallsammelfahrzeuge des Geschäftsfeldes Stadtservice der Stadtwerke Unternehmensgruppe durch Offenbach. Plakate werben an Bushaltestellen, Postkarten und Flyer, die auch in 14 Sprachen und mit Piktogrammen ergänzt vorliegen, werden verteilt. Alle Haushalte bekommen zudem ein persönliches Anschreiben zugeschickt. Ergänzend werden Mitarbeiter des Geschäftsfeldes Stadtservice mit Infoständen auf dem Wochenmarkt und vor Supermärkten für die getrennte Entsorgung von Biomüll werben.

Gerade auch die jungen Verbraucher sind die Zielgruppe. Auf Facebook, Youtube und den Internetseiten der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) ist der für die Kampagne kreierte Recycling-Rap von Tao abrufbar. Kinder werden in den Kitas und den Grundschulen angesprochen, Jugendliche in den sozialen Netzwerken: „Wenn sie in Offenbach einen eigenen Haushalt gründen, sollen sie von Anfang an den Müll trennen und dies gegebenenfalls auch ihren Kindern vorleben. Denn die Vergärung von Biomüll trägt auch zum Klimaschutz bei und ist ein Beitrag zu einer besseren Zukunft der nächsten Generation“, sagt Bürgermeister Peter Schneider.