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Bienenstöcke auf dem Alten Friedhof in Offenbach
© Alex Habermehl
Friedhöfe sind besondere Orte, auch für die Natur. Daher eignen sie sich ideal dafür, um Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum mitten in der Großstadt zu bieten. So bevölkern Honigbienen bereits seit 2013 den Alten Friedhof in Offenbach – und schwärmen nun wieder fleißig aus, um Nektar in der aufblühenden Umgebung zu sammeln.

Die Bienen der vier Hobby-Imker finden ihre Nahrung nicht nur auf dem Friedhof, sondern auch auf angrenzenden Brachflächen und am Bahndamm: Dort blühen Brombeeren, Haselsträucher und viele Holunderbüsche, weshalb der erste Honig im Sommer stets nach Holunderblüten schmeckt. „Indem wir eine Ecke für die Bienenstöcke bereitstellen, möchten wir zum Naturschutz beitragen“, sagt Gabriele Schreiber, Leiterin der Städtischen Friedhöfe.

Als Bestäuber von Blütenpflanzen und Obstbäumen sind Bienen wichtige Nutztiere, doch ihre Zahl sinkt weltweit. Für Friedhofsgäste besteht kein Grund zur Sorge: Die Bienen sind nicht aggressiv, solange sie in Ruhe gelassen werden.

Insektenfreundliche Bepflanzung

Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH, die sich um die gärtnerbetreuten Grabanlagen auf den Offenbacher Friedhöfen kümmert, nimmt seit 2019 an dem Projekt Bienengartenpate teil: Auf ihren Anlagen gestaltet sie daher die Bepflanzungen besonders insektenfreundlich. So summt, schwirrt und flattert es im Frühling auf den Ruhestätten in Offenbach und den Stadtteilen Bieber, Bürgel und Rumpenheim. Der 2019 eröffnete, zweite Memoriam-Garten auf dem Neuen Friedhof beherbergt zudem Insektenhotels und Nistkästen für Vögel.