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Stadt Offenbach

Neue Saiten und Seiten für Offenbach

Die Unternehmerfamilie Pirazzi ist eng mit der Geschichte Offenbachs verbunden. Der aus Oberitalien stammende Giorgio Pirazzi legte 1798 den Grundstein für die heute als Pirastro GmbH bekannte Saitenmanufaktur für Streichinstrumente. Sein Sohn Joseph (1799–1868) und sein Enkel Emil Pirazzi (1832–1898) brachten das Unternehmen voran. Zudem gehörten sie zu den Mitgründern der freireligiösen Ge-meinde vor Ort.

Das Grabmal Pirazzi auf dem Alten Friedhof.

Nach dem Tod seines Vaters Joseph übernahm Emil 1869 das Familienunternehmen. Gleichzeitig betätigte er sich, wie zuvor schon sein Vater, als Publizist, Schriftsteller, Politiker und Unterstützer der deutschkatholischen (später freireligiösen) Idee. 1879 verfasste er die „Bilder und Geschichten aus Offenbachs Vergangenheit“ – und damit die erste umfangreichere Darstellung der Stadtgeschichte. Zudem gründete er in seiner Heimatstadt die Freireligiöse Stiftung und eine Zweigniederlassung der Deutschen Schillerstiftung. 

Das Grabmal Pirazzi liegt etwas versteckt links vom Haupteingang des Alten Friedhofs. Dabei hat die Familie mit ihrer Saitenproduktion und ihrem bürgerlichen Engagement die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Offenbachs mitgeprägt. Nach ihr ist auch die Pirazzistraße im Offenbacher Nordend benannt. Das Familienunternehmen, das seit 2002 den Namen Pirastro trägt, stellt heute in sechster Generation Saiten und Zubehör für Musikinstrumente her und ist damit international erfolgreich. Es verbindet handwerkliche Tradition mit innovativer Technik und steht damit für höchste Klangqualität und Vielfalt. Das weiß auch das Capitol Symphonie Orchester (CSO), das seinen Stammsitz im Capitol Theater an der Goethestraße hat, zu schätzen: Im Frühjahr 2026 unterstützte die Saitenmanufaktur als Sponsor die CSO-Tournee durch China.

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