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Friedhöfe sind Orte der Ruhe und Besinnung. Sie helfen Angehörigen, Trauer zu überwinden. Sie sind auch Rückzugsräume im hektischen Alltagsleben einer Stadt und lassen uns Raum zum Nachdenken.
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Friedhöfe in Offenbach am Main

Friedhöfe sind kleine oder große – oft idyllische – Parkanlagen und bieten allen Menschen als grüne Oasen die Möglichkeit der inneren Ruhe und Einkehr. Sie stellen auch ein kulturelles Erbe dar, das es zu erhalten gilt. Im Offenbacher Stadtgebiet gibt es insgesamt fünf Stadtteilfriedhöfe, welche im Verlauf dieser Seiten näher beschrieben werden. Verwaltet werden sie durch den ESO Eigenbetrieb. Neben Modernisierungsmaßnahmen der Trauerhallen reagierten die Städtischen Friedhöfe Offenbach unter anderem mit alternativen Bestattungsformen, wie beispielsweise gärtnerbetreuten Grabanlagen, Baumbestattungen und einem Schmuckurnenkolumbarium auf sich ändernde Anforderungen. Hinterbliebene wünschen mehr und mehr ein Angebot, aus dem sie bedarfsgerecht und individuell wählen können. Diesen Ansprüchen versucht ESO gerecht zu werden. Das Verwaltungsgebäude befindet sich auf dem Neuen Friedhof in der Mühlheimer Straße 425.
Gärtnergepflegte Grabanlagen
Gärtnergepflegte Grabanlagen © Andrea Egerer

Gärtnergepflegte Grabanlagen

Gemeinsam mit der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen Thüringen GmbH startete der ESO Eigenbetrieb ein Projekt, das nun der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Seit Mitte Mai erweitert die ESO Friedhofsverwaltung das Bestattungsangebot auf dem Neuen Friedhof um Gärtnergepflegte Gemeinschaftsgrabanlagen. Rund 400 Quadratmeter gestalteten die Projektpartner hierfür in den vergangenen Wochen in eine Fläche für spezielle Dauer-Urnengrabstätten um. Die neuen Grabanlagen stellen eine interessante Alternative zu den bisherigen Urnenwänden oder anonymen Beisetzungen dar, da der Pflegeaufwand über die Treuhandstelle für Dauergrabpflege übernommen wird. Neben regelmäßigen Pflegearbeiten erfolgt drei mal im Jahr eine Wechselbepflanzung. Die jeweils einheitliche Auswahl der Pflanzen richtet sich nach den Jahreszeiten. Als Grabmale stehen entweder Liegesteine oder eine Stele mit jeweils vier Grabstätten zur Auswahl. Wege zwischen den frisch bepflanzten- und mit Steinen verzierten Flächen sorgen für eine Atmosphäre mit Parkcharakter. Insbesondere für Angehörige, die eine regelmäßige und intensive Grabpflege aufgrund von örtlicher Distanz oder aus gesundheitlichen Gründen nicht leisten können, ist das neue Angebot damit eine interessante Alternative. Durch die einheitliche Gestaltung der Grabanlage sowie die regelmäßige Pflege der gesamten Gemeinschaftsgrabanlage ergibt sich eine wirtschaftliche Arbeitsweise, welche eine vergleichsweise kostengünstige Bestattungsart ermöglicht. Der Bedarf an dieser neuen Bestattungsform wurde aufgrund von Anfragen nach hochwertigen Gräbern mit hohem Gestaltungsniveau und geringem eigenen Pflegeaufwand deutlich.

Friedhofstaxi: Für mehr Barrierefreiheit auf dem Neuen Friedhof

Da sich die Grabstätten auf dem Neuen Friedhof auf einer Gesamtfläche von über 12 Hektar verteilen, kann der Weg zur Grabpflege für viele Menschen zum Kraftakt werden. Um das Zurücklegen der Strecken zu erleichtern, setzen ESO und Starthaus nun auf die Beförderung mittels speziellen Elektrofahrzeugen.

Die Fahrten in dem neuen Friedhofstaxi werden ab dem 12. Juli bei trockenem Wetter angeboten. Auf Wunsch werden auch Blumen oder Gartenwerkzeuge mit transportiert. Bis zu drei Personen können damit ohne körperliche Anstrengung auch längere Strecken bewältigen. „Immer wieder äußerten Friedhofsbesucher den Wunsch nach Unterstützung. Wir freuen uns daher, dass im Rahmen der Kooperation mit startHAUS eine Hilfe ermöglicht werden kann“ umschreibt Friedhofsleiterin Gabriele Schreiber das neue Angebot. „Gerade auf Friedhöfen ist es uns wichtig, dass die Besucher Angebote vorfinden, die ihnen in Zeiten von Trauer und Abschied Hilfe spenden. Wir arbeiten seit Jahren kontinuierlich daran, Offenbachs Friedhofsanlagen so besucherfreundlich wie möglich zu gestalten. Das nun begonnene Angebot ist dabei ein weiterer Schritt“ ergänzt Bürgermeister Peter Schneider.

Im Eingangsbereich des Neuen Friedhofs steht das Friedhofstaxi samt Fahrer bereit, um Besucher zu den gewünschten Stellen auf dem Friedhofsgelände zu fahren. Um einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen, finanzierte der ESO Eigenbetrieb gleich zwei Fahrzeuge. Fällt ein Fahrzeug aus, kann auf die Reserve zurückgegriffen werden. Auch im Falle von größeren Besucheraufkommen kann so schnell reagiert werden. Gefahren wird das Taxi durch junge Teilnehmer des startHAUS - Projekts „JugendWork“.

„Das Projekt ist eine von mehreren Initiativen des startHAUSES in Offenbach und hilft arbeitslosen Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, sich durch Qualifizierungs- und Arbeitsmaßnahmen im Arbeitsmarkt zu integrieren. Zunächst werden die Kompetenzen der jungen Menschen festgestellt, um ihnen anschließend die Berufsorientierung in Form von passenden Praktika zu ermöglichen“ erklärt Andrea Egerer, Geschäftsführerin der startHAUS GmbH. Bereits in den vergangenen Jahren trug die Zusammenarbeit zwischen ESO und dem startHAUS Früchte. In sorgfältiger Feinarbeit verzierten Jugendliche beispielsweise im Jahr 2010 auf dem Neuen Friedhof Wasserbecken und Teile der Trauerhalle mit bunten Keramikgemälden. Im Auftrag der ESO Friedhofsverwaltung wurden die einst grauen Betonbauwerke in bunte Blickfänge umgewandelt. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Betrieb des Friedhoftaxis neben der Serviceverbesserung für die Friedhofsbesucher zeitgleich dabei helfen können, junge Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu unterstützen“ ergänzt ESO Eigenbetirbesleiter Jürgen Eichenauer.

Zum Neuen Friedhof kommt man im übrigen auch mit den Linien 103 und 120 der OVB. Im Virtelstundentakt fahren diese die Haltestellen am Neuen Friedhof an.
Nicht zuletzt für ältere Menschen sind öffentliche Verkehrsmittel oft eine willkommene Möglichkeit, um mobil zu bleiben und eigenständig leben zu können.