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ESO Baumkolonne im Einsatz
Baumkolonne © Bernd Georg
Die heißen und niederschlagsarmen Sommer der vergangenen Jahre haben auch dem Baumbestand auf dem Neuen Friedhof geschadet. Wie bereits im August mitgeteilt, sind wegen der Trockenheit im Stadtgebiet rund 500 Bäume von rund 22.000 abgestorben, auf den Städtischen Friedhöfen sind es 150 bei einem Gesamtbestand von 2.640. Auf dem Neuen Friedhof werden jetzt im Januar durch den Stadtservice der Stadtwerke-Gruppe rund 30 Bäume gefällt und 70 weitere baumpflegerisch behandelt, das heißt, es werden unter anderem Kronen gekürzt oder trockene Äste entfernt. Alle Arbeiten sind mit dem Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz abgestimmt.
Einige Bäume, bei denen akute Bruchgefahr bestand, wurden bereits aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht entfernt. Unter den Bäumen, die noch gefällt werden müssen, sind auch viele sehr alte und prägnante Exemplare. So müssen eine Rotbuche mit 24 Metern Höhe und mehr als 2,20 Meter Stammumfang sowie zwei Fichten mit 23 Metern und mehr als 1,50 Metern Stammumfang, beziehungsweise 20 Metern Höhe und 2,30 Meter Stammumfang entfernt werden.

An Urnen wurde nicht gerührt

Bereits gefällt wurden zwei der Bäume, unter deren Wurzeln Urnen beigesetzt sind. Da bei den Baumbestattungen generell ein Abstand von zwei Metern zum Stamm eingehalten wird, wurde an den Urnen nicht gerührt, da das alte Wurzelgeflecht im Boden bleibt. An die Stelle der ausgehobenen Stämme  werden zwei neue Bäume gesetzt.

Generell wird aber nicht jeder Baum genau am selben Standort ersetzt. Viele der jetzt abgestorbenen Bäume stehen sehr nahe an Gräberreihen, so dass zum einen Schäden an den Grabeinfassungen drohen, wenn ein neuer vitaler Baum dort gepflanzt wird, zum anderen aber bei neuen Beisetzungen das Wurzelwerk beschädigt werden könnte. Auch werden andere Baumarten gepflanzt. Viele der jetzt verdursteten Bäume sind Flachwurzler wie Fichten oder Birken, die nicht mehr mit ihren Wurzeln das tiefer liegende Grundwasser erreichen.

08.01.2020